{"id":369,"date":"2014-09-26T16:33:11","date_gmt":"2014-09-26T14:33:11","guid":{"rendered":"http:\/\/pydna.de\/?page_id=369"},"modified":"2018-07-26T14:56:57","modified_gmt":"2018-07-26T12:56:57","slug":"mobilisierung-durch-information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pydna.de\/?page_id=369","title":{"rendered":"Mobilisierung durch Information"},"content":{"rendered":"<p><strong><big><big><big>&#8222;Wie gelang es der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck, \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr ihre Belange herzustellen ?&#8220;<\/big><\/big><\/big><\/strong><br \/>\nSo lautete der Titel einer Studienarbeit von Robert Gold, im Januar 2001.<\/p>\n<blockquote><p>Mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Engagement und viel Witz gelang es, auch \u00fcberregionale Medien auf die Problematik der verst\u00e4rkten Milit\u00e4rpr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck aufmerksam zu machen. Viel wichtiger war aber, da\u00df die Friedensbewegung durch eine offensive Informationspolitik anf\u00e4ngliche Ressentiments bei der Bev\u00f6lkerung abbauen konnte, so da\u00df die Initiative letztlich von der Mehrzahl der Hunsr\u00fccker B\u00fcrger getragen wurde. Daher stellt sich die Frage: \u201cWie gelang es der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck, \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr ihre Belange herzustellen?\u201c<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/b4QiSQw1R4o\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nGerade diese breite Unterst\u00fctzung durch die Bev\u00f6lkerung ist eine Besonderheit der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck. Die Mobilisierung einer Vielzahl sonst eher unpolitischer und auch konservativer B\u00fcrger, die das Konzept der atomaren Abschreckung prinzipiell bejahten, war das Ergebnis dieser \u00d6ffentlichkeitsarbeit. W\u00e4hrend in der gesamtdeutschen Friedensbewegung politische Gruppierungen wie die Gr\u00fcnen, die DKP und Gewerkschaften sowie einige kirchliche Gruppen dominierten, arbeitete die Friedensinitiative auf dem Hunsr\u00fcck weitgehend unabh\u00e4ngig von solchen Gruppen regional selbst\u00e4ndig.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Ooobf5ULUfA\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nZur Friedensbewegung in Deutschland und in Europa gibt es eine Reihe von Publikationen, mit der Situation auf dem Hunsr\u00fcck besch\u00e4ftigen sich explizit naturgem\u00e4\u00df nur wenige Ver\u00f6ffentlichungen. Diese sind in der Regel von Autoren aus dem Umfeld der Friedensbewegung selbst oder von Kritikern derselben verfa\u00dft und daher in ihrer Sichtweise sehr einseitig. F\u00fcr die Recherche der Arbeit der B\u00fcrgerinitiative auf dem Hunsr\u00fcck ist auch die Lekt\u00fcre der lokalen \u201eHunsr\u00fccker Zeitung\u201c von Bedeutung. Diese hei\u00dft inzwischen \u201eRhein-Hunsr\u00fcck-Zeitung\u201c und wird von der Koblenzer \u201eRhein-Zeitung\u201c herausgegeben. Leider ist das Archiv der Zeitung sehr schlecht gef\u00fchrt, gl\u00fccklicherweise verf\u00fcgt jedoch die \u201eIntegrierte Gesamtschule Kastellaun\u201c \u00fcber eine umfangreiche Sammlung alter Exemplare der Zeitung, die mir f\u00fcr meine Arbeit zur Verf\u00fcgung stand.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>Die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>Der Hunsr\u00fcck als Zentrum des Protests gegen die<\/b> <b>Nachr\u00fcstung<\/b><\/p>\n<p>&#8222;Hausarbeit zur Erlangung des Akademischen Grades eines Magister Artium<br \/>\nvorgelegt dem Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz<br \/>\nvon Matthias Kagerbauer aus Mainz \/ 2008&#8220;<\/h3>\n<h4>\n<p>Inhaltsverzeichnis<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847528\">1 Einleitung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847529\">2 Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847530\">2.1 Die Friedensbewegung als (neue) soziale Bewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847531\">2.2 Der NATO-Doppelbeschluss von Dezember 1979 als Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847532\">2.3 Die Struktur der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847533\">2.4 Die Spektren der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847534\">2.5 Die Entwicklung der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847535\">2.6 Der INF-Vertrag von Dezember 1987 als Endpunkt der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847536\">3 Die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847537\">3.1 Die milit\u00e4rische und politische Situation in Rheinland-Pfalz<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847538\">3.2 Entstehung und Struktur der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847539\">3.3 Die wichtigsten Gruppen und Organisationen der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847540\">3.3.1 Die Christen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847541\">3.3.2 Die \u201eGraswurzelbewegung\u201c am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) in Trier<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847542\">3.3.3 Das KOFAZ-Spektrum<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847543\">3.3.4 Die Sozialdemokraten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847544\">3.3.5 Die Gr\u00fcnen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847545\">4 Die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847546\">4.1 Milit\u00e4rische Pr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847547\">4.2 Entstehung und Struktur der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847548\">4.3 Die wichtigsten Gruppen und Vertreter der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847549\">4.3.1 Die Christen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847550\">4.3.2 Die Politiker<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847551\">4.3.3 Der Verein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel e.V.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847552\">4.3.4 Das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847553\">4.3.5 Von Gruppen unabh\u00e4ngiges Engagement aus der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847554\">4.3.6 Ausw\u00e4rtige Friedensaktivisten im Hunsr\u00fcck<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847555\">4.4 Die Entwicklung der Friedensbewegung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847556\">4.4.1 Diskussionsphase<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847557\">4.4.2 Appellationsphase<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847558\">4.4.3 Demonstrationsphase<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847559\">4.4.4 Aktionsphase<\/a><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><a href=\"#_Toc209847560\"> Ausblick und Schluss<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"#_Toc209847561\">Quellen- und Literaturverzeichnis<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847562\">Abk\u00fcrzungsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_Toc209847563\">Anhang<\/a><\/p>\n<h1><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a><a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/h1>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<h1><strong>1 Einleitung<\/strong><\/h1>\n<p>Am 12. Dezember 1979 fassten die Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedsstaaten auf einer Sondersitzung in Br\u00fcssel den sogenannten NATO-Doppelbeschluss, in dem die \u201eNachr\u00fcstung\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> mit atomaren Mittelstreckenraketen in Europa festgelegt wurde. Der NATO-Doppelbeschluss hatte weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland: Insgesamt 108 Pershing II-Raketen und 96 Marschflugk\u00f6rper sollten in der Bundesrepublik stationiert werden. Als Reaktion auf den NATO-Doppelbeschluss formierte sich eine bundesweite Bewegung gegen die Nachr\u00fcstung, bald nur noch \u201eFriedensbewegung\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> genannt, \u201edie schnell zu einem der herausragenden Protestph\u00e4nomene der alten Bundesrepublik Deutschland werden sollte\u201c.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Friedensbewegung war die bis dahin gr\u00f6\u00dfte soziale Bewegung in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie keiner antimilitaristischen Bewegung zuvor gelang es ihr, breite gesellschaftliche Resonanz im Kampf gegen R\u00fcstung zu erzielen und gro\u00dfe Menschenmassen daf\u00fcr zu mobilisieren. Bundesb\u00fcrger aus den verschiedensten sozialen Schichten und beruflichen Spektren beteiligten sich daran. Im Vergleich zu anderen NATO-Staaten, wo sich ebenfalls Protest gegen den Doppelbeschluss regte, war die Friedensbewegung in Westdeutschland \u201eungew\u00f6hnlich mannigfaltig, dezentralisiert und stark\u201c.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Eine Z\u00e4sur in der Geschichte der Friedensbewegung bedeutete die Zustimmung des Deutschen Bundestages zur Stationierung der amerikanischen Mittelstreckenraketen am 22. November 1983. Damit verlor die Bewegung ihre gemeinsame Zielsetzung, welche die \u00e4u\u00dferst verschiedenen Gruppen, Organisationen und Parteien zusammengehalten hatte. Ihren Endpunkt erreichte die Bewegung mit der Unterzeichnung des INF-Vertrags am 8. Dezember 1987, in dem sich die USA und die UdSSR \u00fcber die Abr\u00fcstung ihrer atomaren Mittelstreckenraketen in Europa innerhalb von drei Jahren verst\u00e4ndigten. Der INF-Vertrag bildet daher zusammen mit dem NATO-Doppelbeschluss und dem durch den Stationierungsbeschluss bewirkten Einschnitt den zeitlichen Rahmen der vorliegenden Arbeit.<\/p>\n<p>Besondere Relevanz erlangte der NATO-Doppelbeschluss f\u00fcr Rheinland-Pfalz, wo alle f\u00fcr die Bundesrepublik vorgesehenen Marschflugk\u00f6rper stationiert werden sollten.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Die einheimische Bev\u00f6lkerung war seit Jahrhunderten an eine hohe Milit\u00e4rpr\u00e4senz gew\u00f6hnt und nach Ende des Zweiten Weltkriegs wirtschaftlich stark von den amerikanischen Streitkr\u00e4ften als Arbeitgeber abh\u00e4ngig<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> \u2013 dennoch konnte sich die Friedensbewegung auch in Rheinland-Pfalz etablieren. Vor allem im Hunsr\u00fcck als der Region, in welcher die Marschflugk\u00f6rper aufgestellt werden sollten, regte sich Protest gegen die Stationierung. Der \u00fcberaus aktiven Hunsr\u00fccker Friedensinitiative gelang es nach und nach, die Mehrheit der dort ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr ihre Sache zu gewinnen und Hasselbach, den Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper, auch \u00fcber die regionalen Grenzen hinaus in den Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit zu bringen. Der Hunsr\u00fcck wurde so zum Zentrum der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>Die vorliegende Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, wie sich die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz, insbesondere im Hunsr\u00fcck, im Vergleich zur Friedensbewegung auf Bundesebene darstellt. Dies wird anhand von drei Kriterien untersucht: dem strukturellen Aufbau, den beteiligten Gruppen und Organisationen sowie der zeitlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>Die Untersuchung gliedert sich in drei Hauptkapitel und verl\u00e4uft von der bundesrepublikanischen Ebene hin zur regionalen: Zun\u00e4chst wird die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt, danach die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz und schlie\u00dflich die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck. Damit sollen die Struktur sowie die wichtigsten Gruppen und Akteure der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz bzw. im Hunsr\u00fcck in den Kontext der Friedensbewegung auf Bundesebene gestellt werden, um \u00dcbereinstimmungen oder Unterschiede aufzuzeigen. W\u00e4hrend das erste Hauptkapitel wegen der Komplexit\u00e4t des Themas nur die gro\u00dfen strukturellen Zusammenh\u00e4nge, Spektren und groben zeitlichen Entwicklungen der Friedensbewegung auf Bundesebene behandeln kann, geht das zweite Hauptkapitel detaillierter auf die einzelnen Gruppen und Organisationen innerhalb der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz ein. Das dritte Hauptkapitel widmet sich schlie\u00dflich den Gruppen und herausragenden Vertretern der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck und zeichnet im einzelnen die Entwicklung der regionalen Friedensbewegung nach. Der gew\u00e4hlte Aufbau dient mithin einer sukzessiven thematischen Vertiefung.<\/p>\n<p>Zu Beginn des ersten Hauptkapitels setzt sich die Arbeit mit der Friedensbewegung als (neuer) sozialer Bewegung auseinander (vgl. Kapitel 2.1). Es werden die sieben Kriterien f\u00fcr soziale Bewegungen nach der Definition der Soziologen Karl-Werner Brand, Detlef B\u00fcsser und Dieter Rucht aufgef\u00fchrt,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> die im weiteren Verlauf des ersten Hauptkapitels auf die Friedensbewegung angewandt werden. Anschlie\u00dfend wird der NATO-Doppelbeschluss in seiner Funktion als ausl\u00f6sendes Ereignis f\u00fcr die Friedensbewegung im historischen Kontext der sp\u00e4ten 1970er und fr\u00fchen 1980er Jahre vorgestellt (vgl. Kapitel 2.2). Im folgenden wird die Struktur der Friedensbewegung auf Bundesebene erl\u00e4utert, wobei vor allem auf das Werk <em>Die professionelle Bewegung. Friedensbewegung von innen<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><strong>[8]<\/strong><\/a><\/em> des Politikwissenschaftlers Thomas Leif Bezug genommen wird. Dabei werden die drei wichtigsten Gremien der Friedensbewegung, und zwar die Aktionskonferenzen, der Koordinationsausschuss und die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, und ihre Bedeutung f\u00fcr die Bewegung umrissen (vgl. Kapitel 2.3). Danach werden die politischen bzw. ideologischen Spektren, denen die unterschiedlichen Gruppierungen innerhalb der Friedensbewegung zugeordnet werden k\u00f6nnen, erl\u00e4utert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem kommunistischen KOFAZ-Spektrum, das von der DKP angef\u00fchrt und von der DDR und der UdSSR beeinflusst und unterst\u00fctzt wurde (vgl. Kapitel 2.4). Im n\u00e4chsten Unterkapitel wird die Entwicklung der Friedensbewegung unter Bezugnahme auf vorausgegangene antimilitaristische Bewegungen in der Bundesrepublik nachgezeichnet (vgl. Kapitel 2.5). Den Abschluss des ersten Hauptkapitels bildet die Vorstellung des INF-Vertrags als zeitlichem Endpunkt der Friedensbewegung (vgl. Kapitel 2.6).<\/p>\n<p>Das zweite Hauptkapitel beginnt mit einer Beschreibung der milit\u00e4rischen und politischen Situation in Rheinland-Pfalz in den 1980er Jahren (vgl. Kapitel 3.1). Es werden die Rahmenbedingungen, welche die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz vorfand, kurz thematisiert, bevor im folgenden Unterkapitel die Entstehung und die Struktur der Friedensbewegung erkl\u00e4rt werden (vgl. Kapitel 3.2). Daran anschlie\u00dfend folgt eine ausf\u00fchrliche Vorstellung ihrer wichtigsten Gruppen und Organisationen. An dieser Stelle wird detailliert auf die Ziele und Mittel der Friedensaktivisten sowie auf Kontroversen zwischen den Gruppierungen eingegangen (vgl. Kapitel 3.3). Eine gesonderte Darstellung der zeitlichen Entwicklung des Protests in Rheinland-Pfalz wird nicht vorgenommen, sondern in die einzelnen Kapitel \u00fcber die Gruppen und Organisationen integriert. Da sich der Hauptschauplatz der Friedensbewegung innerhalb von Rheinland-Pfalz im Hunsr\u00fcck befand, werden im folgenden Hauptkapitel die zeitliche Entwicklung der Bewegung und die kontinuierliche Steigerung der Protestmittel untersucht.<\/p>\n<p>Das Hauptkapitel \u00fcber die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck stellt zun\u00e4chst die gro\u00dfe milit\u00e4rische Pr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck vor; im Mittelpunkt steht dabei der amerikanische St\u00fctzpunkt \u201ePydna\u201c, der zur Stationierung der Marschflugk\u00f6rper errichtet wurde (vgl. Kapitel 4.1). Danach geht es um die Entstehung und die Struktur der regionalen Friedenbewegung. Dabei werden die besonderen Merkmale der Bewegung im Hunsr\u00fcck aufgezeigt (vgl. Kapitel 4.2). Eine Untersuchung der sechs wichtigsten Gruppierungen der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck schlie\u00dft sich an, in der ihre herausragenden Vertreter, deren Motivation zur Friedensarbeit, die Formen des Engagements sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen herausgearbeitet werden (vgl. Kapitel 4.3). Abschlie\u00dfend wird anhand eines Vier-Phasen-Modells, das der Politikwissenschaftler Josef Janning f\u00fcr die Friedensbewegung auf Bundesebene erstellt hat,<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> die Entwicklung der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck beschrieben (vgl. Kapitel 4.4).<\/p>\n<p>\u00dcber das Thema der vorliegenden Arbeit existiert noch keine umfassende wissenschaftliche Abhandlung. Zur Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz gibt es bisher keine Darstellung; zur Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck liegt eine Seminararbeit, in der die \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Hunsr\u00fccker Friedensinitiative behandelt wird, vor.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Dar\u00fcber hinaus wird die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck in zwei B\u00fcchern thematisiert. Da diese jedoch entweder von Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten verfasst wurden<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> oder deren Ansichten und Erfahrungen wiedergeben,<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> werden sie nicht wie Sekund\u00e4rliteratur, sondern wie Quellen behandelt. Daher basieren die Kapitel \u00fcber die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz und \u00fcber die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck vorwiegend auf Quellen.<\/p>\n<p>Die Friedensbewegung bestand in Rheinland-Pfalz wie auf Bundesebene aus einer Vielzahl von Gruppen und Organisationen, weswegen auf zahlreiche Archive zur\u00fcckgegriffen wurde, davon folgende in Mainz: das Archiv des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz, das Archiv von Pax Christi im Bistum Mainz, das Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz sowie das Archiv der Heinrich B\u00f6ll Stiftung Rheinland-Pfalz. Hinzu kamen das Archiv der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Mainz mit Sitz in Frankfurt\/Main und das Landeshauptarchiv in Koblenz. Au\u00dferdem wurde auf das Bundesarchiv der Gr\u00fcnen in Berlin, das sogenannte Gr\u00fcne Ged\u00e4chtnis, zur\u00fcckgegriffen, da die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz einen Gro\u00dfteil ihres Landesarchivs dorthin verlagert haben. Die wichtigste Friedensorganisation der Evangelischen Kirche Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste bewahrt ihre Unterlagen im Evangelischen Zentralarchiv (EZA) in Berlin auf; das EZA wurde deshalb ebenfalls aufgesucht. Zur Darstellung der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) in Trier als Beispiel f\u00fcr die in Rheinland-Pfalz wichtige \u201eGraswurzelbewegung\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> wurde das Privatarchiv des AGF-Mitbegr\u00fcnders Thomas Zuche in Trier genutzt.<\/p>\n<p>Das vorhandene Quellenmaterial zur Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck ist nicht zentral an einem Ort gelagert, wie es f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten der Friedensbewegung am Pershing II-Stationierungsort Mutlangen der Fall ist.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Neben den zwei bereits erw\u00e4hnten B\u00fcchern wurden bei der Untersuchung der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck daher die Privatarchive der Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten August Dahl, Gerhard Lorenz und Reinhard Sczech verwendet. Besonders das Privatarchiv von Reinhard Sczech bot eine F\u00fclle an Quellenmaterial; hier fanden sich neben zahlreichen Schriftdokumenten auch drei Fernsehbeitr\u00e4ge \u00f6ffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten aus den 1980er Jahren \u00fcber die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Eine weitere Quelle bildete die Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c im Haus der regionalen Geschichte Kastellaun, die aus Material von Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten zusammengestellt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die vorliegende Arbeit wurden f\u00fchrende Vertreter und Zeitzeugen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz befragt. Die meisten Interviewpartner stammen aus der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, da diese am eingehendsten untersucht wird. Die Verwendung solcher Befragungen ist bei umfassenden Arbeiten zur Friedensbewegung ein g\u00e4ngiges Mittel und stellt \u201eeine unverzichtbare Erg\u00e4nzung der schriftlichen Zeugnisse dar\u201c.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Auch der Historiker Udo Baron und der Politikwissenschaftler Thomas Leif nutzen in ihren Untersuchungen Zeitzeugeninterviews, um einen Einblick in das Innenleben der Bewegung zu erhalten.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Die f\u00fcr die vorliegende Arbeit gef\u00fchrten Interviews wurden nach einer einheitlichen Struktur aufgebaut. Zun\u00e4chst wurde der Zeitzeuge mit einer allgemeinen Fragestellung, wie es vom Historiker und Biographieforscher Alexander von Plato empfohlen wird,<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> zur Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz bzw. im Hunsr\u00fcck zum freien Erz\u00e4hlen seiner Geschichte angeregt. In einem zweiten Schritt standen das Engagement und die Rolle bzw. Bedeutung der Gruppe, welcher der jeweilige Zeitzeuge angeh\u00f6rte, innerhalb der Bewegung im Vordergrund. In diesem Zusammenhang wurden auch das Verh\u00e4ltnis der Gruppe zum KOFAZ-Spektrum und eine eventuelle kommunistische Einflussnahme thematisiert. Der dritte Teil des Interviews diente der Kl\u00e4rung der pers\u00f6nlichen Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Mitarbeit in der Friedensbewegung und die Art des Engagements.<\/p>\n<p>Der Verfasser der vorliegenden Arbeit ist sich der Problematik, die sich im Zusammenhang mit Zeitzeugenbefragungen und \u201eOral History\u201c in der Geschichtswissenschaft ergibt, bewusst.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Daher gingen jedem Interview eingehende Vorbereitungen und Recherchen \u00fcber den betreffenden Zeitzeugen und die Gruppe, der er angeh\u00f6rte, voraus, um gezielt nachfragen und eventuelle Darstellungsfehler ansprechen zu k\u00f6nnen. Zeitzeugeninterviews \u00fcber die Friedensbewegung sind im Vergleich zu anderen historischen Themen wie der NS-Diktatur oder dem SED-Regime, bei denen ebenfalls das Mittel der Zeitzeugenbefragung angewandt wird, in zwei Punkten weniger problematisch: Erstens liegen die Ereignisse noch nicht so lange zur\u00fcck, so dass sie zumeist noch gut rekonstruierbar sind; trotzdem f\u00fchrt auch hier der zeitliche Abstand unweigerlich zu L\u00fccken in der Erinnerung, weswegen f\u00fcr die Darstellung historischer Daten und Fakten schriftliche Dokumente herangezogen wurden. Zweitens verbinden die Zeitzeugen mit den Geschehnissen keine traumatischen Erlebnisse, die zu einer Verf\u00e4lschung des Berichts beitragen k\u00f6nnten. Dennoch wurde immer versucht, die Zeitzeugenaussagen mit schriftlichen Quellen abzugleichen. Wo das nicht m\u00f6glich war, wurde es im Text deutlich gemacht.<\/p>\n<p>Das erste Hauptkapitel \u00fcber die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland wurde haupts\u00e4chlich auf der Basis von Sekund\u00e4rliteratur verfasst. Publikationen zur Friedensbewegung in der Bundesrepublik sind zahlreich vorhanden; die zeitliche Abfolge der Ver\u00f6ffentlichungen l\u00e4sst sich in drei Phasen einteilen: Die ersten wissenschaftlichen Arbeiten kamen bereits kurz nach dem Entstehen der Bewegung heraus.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Sie besch\u00e4ftigten sich zumeist mit der Friedensbewegung als neuem politischen und gesellschaftlichen Ph\u00e4nomen. Weitere Untersuchungen wurden im Verlauf der 1980er Jahre ver\u00f6ffentlicht; in dieser Phase war die Auseinandersetzung mit der Friedensbewegung breiter angelegt; ihre Strukturen und zunehmend die Rolle des kommunistischen Spektrums wurden thematisiert.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Nach dem Ende des Kalten Krieges folgte die dritte Phase der Auseinandersetzung mit der Friedensbewegung:<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Aufgrund der nun verf\u00fcgbaren Akten der SED und des MfS war es m\u00f6glich, neue Erkenntnisse \u00fcber Beeinflussungsversuche von Seiten der DDR und der UdSSR zu gewinnen.<\/p>\n<p>Obwohl in der einschl\u00e4gigen Fachliteratur als herausragende Charakteristika der Friedensbewegung in der Bundesrepublik immer wieder Dezentralisierung und Regionalisierung genannt werden,<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> fand bisher keine eingehende Besch\u00e4ftigung mit den regionalen Friedensbewegungen statt. In der Regel erfolgte eine Auseinandersetzung mit der Friedensbewegung als bundesweiter Protestbewegung, oft im Vergleich zur Friedensbewegung in der DDR, anderen L\u00e4ndern Europas und den USA.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Aufgrund ihrer Heterogenit\u00e4t bot die Friedensbewegung zahlreiche Ans\u00e4tze f\u00fcr eine wissenschaftliche Bearbeitung, weshalb es schwierig ist, mehrere Werke unter thematischen Oberbegriffen zusammen zu fassen. Auff\u00e4llig ist, dass gerade in den 1980er Jahren Publikationen erschienen, die in der \u00f6ffentlichen Diskussion um die Friedensbewegung eindeutig Partei ergriffen.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Zwei gro\u00dfe Themenfelder lassen sich dennoch erkennen: Zum einen die soziologisch-politische Einordnung der Friedensbewegung im Rahmen der Forschung zu den \u201eneuen sozialen Bewegungen\u201c;<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> zum anderen die Besch\u00e4ftigung mit der kommunistischen Einflussnahme auf die Bewegung.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Zur Darstellung der Aufmerksamkeit, die die Friedensbewegung in der \u00d6ffentlichkeit fand, wurden f\u00fcr die vorliegende Untersuchung Zeitschriften und Zeitungen als Quellen herangezogen. Zudem \u00fcbten gerade im Falle der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck Berichte aus den Printmedien erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Bewegung aus.<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Daher fand eine systematische Auswertung der w\u00f6chentlich erscheinenden Zeitschriften \u201eSpiegel\u201c und \u201eStern\u201c, der Wochenzeitung \u201eZeit\u201c, der \u00fcberregionalen Tageszeitungen \u201eBild\u201c, \u201eFrankfurter Allgemeine Zeitung\u201c, \u201eFrankfurter Rundschau\u201c, \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c und \u201eTageszeitung\u201c sowie der regionalen Tageszeitungen \u201eAllgemeine Zeitung Mainz\u201c, \u201eHunsr\u00fccker Zeitung\u201c und \u201eRhein-Zeitung Koblenz\u201c statt.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> Diese Zeitschriften und Zeitungen wurden ausgew\u00e4hlt, um eine \u00dcbersicht \u00fcber die Berichterstattung zur Friedensbewegung aus den verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Spektren zu erhalten. Au\u00dferdem fanden zwei Publikationen aus dem Umfeld der Friedensbewegung, die viertelj\u00e4hrlich erscheinende Friedenszeitung \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> und d<strong>er \u201eGr\u00fcne Rheinland\/Pf\u00e4lzer\u201c, die zumeist monatlich ver\u00f6ffentlichte Landeszeitung der Gr\u00fcnen in Rheinland-Pfalz,<\/strong><a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a><strong> Ber\u00fccksichtigung. Hinzu kamen Drucksachen des Landtags Rheinland-Pfalz, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sowie Publikationen des Bundesinnenministeriums und des Verteidigungsministeriums.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>\nInhaltsverzeichnis<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a><a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/h1>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h1><a name=\"_Toc209847529\"><\/a><strong>2 Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland<\/strong><\/h1>\n<h2><a name=\"_Toc209847530\"><\/a>2.1 Die Friedensbewegung als (neue) soziale Bewegung<\/h2>\n<p>Der Begriff &#8222;Friedensbewegung&#8220; impliziert, dass es sich bei dem Protest gegen die Stationierung der amerikanischen Mittelstreckenrakten in der Bundesrepublik nicht um spontane Aktionen einzelner gesellschaftlicher Gruppen handelte, sondern um eine soziale Bewegung. Mit ihrer Namensgebung setzte sich die Friedensbewegung in den Kontext anderer sozialer Bewegungen wie beispielsweise der \u00d6kologiebewegung und der (neuen) Frauenbewegung<strong>, <\/strong>die in Abgrenzung zu fr\u00fcheren Bewegungen wie der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts vielfach als \u201eneue soziale Bewegungen\u201c bezeichnet wurden.<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Gemeinsam war diesen Str\u00f6mungen die Ansicht, dass die traditionelle Politik bei der L\u00f6sung dr\u00e4ngender politischer und sozialer Probleme zunehmend an ihre Grenzen stie\u00df. Als Antwort darauf sowie als Abwehrreaktion auf die als bedrohlich wahrgenommenen Folgen der Modernisierung und die Diskrepanz zwischen Fortschrittsversprechungen und politischer Wirklichkeit versuchten die Bewegungen von au\u00dfen Einfluss auf das parlamentarische System zu nehmen.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Unterscheidung zwischen \u201ealten\u201c und \u201eneuen\u201c sozialen Bewegungen weisen doch beide auch \u00fcbereinstimmende Merkmale auf. Eine in der Forschung anerkannte und ausf\u00fchrliche Definition der sozialen Bewegungen bieten Brand, B\u00fcsser und Rucht.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Sie arbeiten in ihrer Gesamtdarstellung der \u201eneuen sozialen Bewegungen\u201c in der Bundesrepublik ab den 1950er Jahren sieben Kriterien f\u00fcr soziale Bewegungen heraus:<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a><\/p>\n<ol>\n<li>Soziale Bewegungen haben zum Ziel, \u201esoziale und politische Verh\u00e4ltnisse, die von gr\u00f6\u00dferen gesellschaftlichen Gruppen als krisenhafte Belastung, als unzumutbar und ungerecht erfahren werden,\u201c zu \u00e4ndern.<\/li>\n<li>Sie \u201ebesitzen ein Minimum an organisatorischer Struktur, die ihnen Bestand verleiht, und eine bestimmte F\u00fchrungsstruktur, die ihnen strategisches Handeln erm\u00f6glicht.\u201c Damit unterscheiden sie sich von st\u00e4rker institutionalisierten Verb\u00e4nden und Parteien sowie von sporadisch aufkommendem Protest. Daf\u00fcr hat das gemeinschaftliche Handeln in sozialen Bewegungen einen h\u00f6heren Stellenwert.<\/li>\n<li>Sie werden von \u201ebestimmten sozialstrukturell identifizierbaren Gruppen\u201c getragen<\/li>\n<li>Solange der institutionelle Weg versperrt ist, versuchen soziale Bewegungen, ihre Ziele durch direkte Aktionen umzusetzen. Gew\u00f6hnlich laufen institutionelle und au\u00dferinstitutionelle Aktionsformen parallel.<\/li>\n<li>Soziale Bewegungen m\u00fcssen \u201ein \u201aBewegung\u2019 bleiben\u201c. Dies ergibt sich aus dem niedrigen Institutionalisierungsgrad und der \u201eimmanenten Entwicklungslogik sozialer Bewegungen\u201c, die, solange der Erfolg ausbleibt, eine immer h\u00f6here Mobilisierung der Bev\u00f6lkerung und eine weitere Eskalation des Konflikts erfordert.<\/li>\n<li>\u201eSoziale Bewegungen haben einen Anfang und ein Ende.\u201c Eine soziale Bewegung ergibt sich aus der \u201eHerausbildung einer gemeinsamen Deutung der Problemlage und durch gemeinsame Zielvorstellungen\u201c sowie durch eine gemeinsame Identit\u00e4t. Das Ende einer sozialen Bewegung kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen: Sie erreicht ihr Ziel, sie zerf\u00e4llt aufgrund von Misserfolgen, das Anliegen wird \u201einstitutionalisiert und damit gesellschaftlich anerkannt\u201c, die Bewegung wird zu einer \u201eformalen Organisation\u201c, das Thema verliert an \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit und damit seine Mobilisierungsf\u00e4higkeit, die Bewegung wird durch \u201estaatliche Repression zerschlagen\u201c.<\/li>\n<li>Soziale Bewegungen sind zumeist in einen \u201eumfassenderen Protestzyklus eingebunden\u201c. Den H\u00f6hepunkt des Zyklus bildet eine breite Massenmobilisierung.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese Kriterien werden im weiteren Verlauf des zweiten Kapitels aufgegriffen und auf die Friedensbewegung angewandt.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847531\"><\/a>2.2 Der NATO-Doppelbeschluss von Dezember 1979 als Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Das ausl\u00f6sende Ereignis f\u00fcr die Friedensbewegung der 1980er Jahre, die \u201ekrisenhafte Belastung\u201c, welche die Bewegung \u00e4ndern wollte, bildete der sogenannte NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979. Als Reaktion auf die sowjetische Aufr\u00fcstung mit atomaren Mittelstreckenraketen des Typs SS-20 fassten die Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO-L\u00e4nder auf einer Sondersitzung in Br\u00fcssel den Beschluss, der wie kaum ein anderes sicherheitspolitisches Thema die Gem\u00fcter in der Bundesrepublik Deutschland erhitzen sollte. Das offiziell \u201eKommuniqu\u00e9 der Sondersitzung der Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO vom 12. Dezember 1979 in Br\u00fcssel\u201c betitelte Dokument bestand \u2013 wie der Begriff \u201eDoppelbeschluss\u201c impliziert \u2013 im Wesentlichen aus zwei Teilen: Zum einen wurde die Modernisierung der nuklearen Mittelstreckensysteme gro\u00dfer Reichweite, englisch \u201eLong-range Theatre Nuclear Forces\u201c (LRTNF), der NATO festgelegt, zum anderen eine Empfehlung ausgesprochen, dass die USA und die Sowjetunion sobald wie m\u00f6glich Verhandlungen \u00fcber eine beiderseitige Begrenzung ihrer nuklearen Mittelstreckensysteme aufnehmen sollten.<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a><\/p>\n<p>Dem Doppelbeschluss war eine Rede des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD) am 28. Oktober 1977 im Londoner Institut f\u00fcr strategische Studien (IISS) vorausgegangen, in der er im Hinblick auf die laufenden R\u00fcstungskontrollverhandlungen zwischen den USA und der UdSSR in Genf auf die Mittelstreckenraketen als \u201eGrauzonenpotential\u201c hinwies. In die bis ins Jahr 1977 geltenden R\u00fcstungskontrollbestimmungen der SALT I-Gespr\u00e4che und in die daran ankn\u00fcpfenden SALT II-Folgeverhandlungen wurden Mittelstreckenwaffen, die im Ernstfall Europa und besonders die Bundesrepublik h\u00e4tten bedrohen k\u00f6nnen, nicht einbezogen. Da die Sowjetunion Mitte der 1970er Jahre begonnen hatte, ihre auf Westeuropa gerichteten Mittelstreckenraketen durch modernere des Typs SS-20 zu ersetzen, sah Helmut Schmidt das strategische Gleichgewicht in diesem Bereich gef\u00e4hrdet. Mit seiner Rede schob er einen Entscheidungsprozess innerhalb der NATO an, der im Doppelbeschluss m\u00fcndete.<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a><\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Diskussion entz\u00fcndete sich vor allem am ersten Teil des Doppelbeschlusses, der im offiziellen Sprachgebrauch \u201eNachr\u00fcstung\u201c genannt wurde. Der Nachr\u00fcstungsteil des NATO-Doppelbeschlusses sah die Stationierung von 108 amerikanischen Pershing II-Raketen, welche die amerikanischen Pershing I A ersetzen sollten, und von 464 bodengest\u00fctzten Marschflugk\u00f6rpern, englisch \u201eGround-launched Cruise Missiles\u201c (GLCM), die s\u00e4mtlich mit je einem Gefechtskopf ausgestattet waren, ab Ende 1983 in ausgew\u00e4hlten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern vor. Gleichzeitig sollten 1.000 \u00e4ltere nukleare Gefechtsk\u00f6pfe aus Europa abgezogen werden.<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a> In Deutschland sollten alle 108 Pershing II-Raketen stationiert werden, je 36 in den baden-w\u00fcrttembergischen Orten Mutlangen, Neu-Ulm und Waldheide. Hinzu kamen 96 Marschflugk\u00f6rper; als Stationierungsgebiet wurde der Hunsr\u00fcck in Rheinland-Pfalz ausgew\u00e4hlt.<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a><\/p>\n<p>Der NATO-Doppelbeschluss wurde in einer Zeit gefasst, die gepr\u00e4gt war von einem abrupten Wechsel der Entspannungspolitik hin zu einer Politik des Kalten Krieges, dokumentiert im sowjetischen Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979 und in der Nichtbefassung des amerikanischen Senats mit SALT II zum Jahreswechsel 1979\/1980.<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a> In diesem Klima entfaltete der Doppelbeschluss eine katalytische Wirkung f\u00fcr die Entwicklung der Friedensbewegung; er bildete \u201eden eigentlichen Anla\u00df und Bezugspunkt der Friedensbewegung in der Bundesrepublik\u201c<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a>. Die Nachr\u00fcstung mit den als \u201eErsteinsatzwaffen\u201c angesehenen Pershing II und Marschflugk\u00f6rpern wurde von vielen Menschen in der Bundesrepublik als \u201eunzumutbare Selbstbedrohung\u201c empfunden.<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a> Zum einen f\u00fcrchtete man, zum Ziel eines russischen Angriffs zu werden, mit dem die UdSSR die Bedrohung durch die neuen Waffensysteme ausschalten wolle.<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a> Zum anderen wuchs im Kontext mit der inneramerikanischen Diskussion seit Mitte der 1970er Jahre dar\u00fcber, ob ein Atomkrieg milit\u00e4risch \u201ef\u00fchrbar\u201c sei, die Angst, dass die USA aufgrund der neuen Mittelstreckenwaffen einen auf Europa begrenzten Atomkrieg in Betracht ziehen k\u00f6nnten.<a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a> Eine zus\u00e4tzliche Mobilisierung bewirkte der Doppelbeschluss durch die ambivalente Kombination aus R\u00fcstungs- und Abr\u00fcstungselementen, die in Zusammenhang mit dem Faktor Zeit (Beginn der Nachr\u00fcstung knapp vier Jahre nach dem Doppelbeschluss) geradezu den Versuch einer Einflussnahme heraufbeschwor.<a href=\"#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a><\/p>\n<p>Da in den Verhandlungen \u00fcber eine beiderseitige Begrenzung ihrer Mittelstreckensysteme, die die USA und die UdSSR im November 1981 in Genf aufgenommen hatten, keine L\u00f6sung erzielt werden konnte, wurde der Zeitplan f\u00fcr die Nachr\u00fcstung \u2013 wie im Doppelbeschluss festgelegt \u2013 eingehalten.<a href=\"#_ftn46\" name=\"_ftnref46\">[46]<\/a> Der Bundestag stimmte am 22. November 1983 nach zweit\u00e4giger Debatte \u00fcber den NATO-Doppelbeschluss ab. Mit den Stimmen der parlamentarischen Mehrheit, der Koalition von CDU\/CSU und FDP, wurde die Stationierung von Pershing II-Raketen und Marschflugk\u00f6rpern beschlossen.<a href=\"#_ftn47\" name=\"_ftnref47\">[47]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847532\"><\/a>2.3 Die Struktur der Friedensbewegung<\/h2>\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>Soziale Bewegungen zeichnen sich nach Brand, B\u00fcsser und Rucht durch ein Mindestma\u00df an organisatorischer Struktur und durch eine bestimmte F\u00fchrungsstruktur aus. In der Friedensbewegung wurden diese durch drei Gremien gebildet: die Aktionskonferenzen, den Koordinationsausschuss und die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<a href=\"#_ftn48\" name=\"_ftnref48\">[48]<\/a> Diesen Gremien wurde in der Forschung unter Verweis auf die lockere Organisationsstruktur der Friedensbewegung lange nicht die n\u00f6tige Bedeutung beigemessen.<a href=\"#_ftn49\" name=\"_ftnref49\">[49]<\/a> Thomas Leif untersuchte 1985 erstmals die Entscheidungsstrukturen der Friedensbewegung und bescheinigte ihr dabei eine professionelle Arbeitsweise in ihrer Verkn\u00fcpfung \u201eder informell organisierten Basis und der zentral strukturierten Gremienarbeit auf Bundesebene\u201c<a href=\"#_ftn50\" name=\"_ftnref50\">[50]<\/a>.<\/p>\n<p>Zu den Aktionskonferenzen, die in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden (allein viermal im Jahr 1982, nur einmal im Jahr 1983) stattfanden, entsandten Vertreter der etwa 4.000 bundesweiten Friedensinitiativen, Gruppen, Organisationen, Verb\u00e4nden und Parteien ihre Vertreter. H\u00e4ufig waren noch regionale Aktionskonferenzen zwischengeschaltet, die wiederum Vertreter zu den bundesweiten Aktionskonferenzen entsandten.<a href=\"#_ftn51\" name=\"_ftnref51\">[51]<\/a> Diese fanden zun\u00e4chst in Bonn und Bad Godesberg, sp\u00e4ter zumeist in K\u00f6ln statt. Die Aktionskonferenzen waren das \u201eLegitimationsorgan f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Arbeit der Friedensbewegung\u201c;<a href=\"#_ftn52\" name=\"_ftnref52\">[52]<\/a> dort wurde das weitere Vorgehen der Bewegung diskutiert und abgestimmt. Problem der Aktionskonferenzen, an denen zwischen 300 und 1.200 Menschen teilnahmen, war, dass sie nicht in jedem Fall die tats\u00e4chlichen Mehrheitsverh\u00e4ltnisse an der Basis, d.h. in den mehreren tausend Friedensinitiativen in der Bundesrepublik, widerspiegelten. Das kommunistische KOFAZ-Spektrum war im Verh\u00e4ltnis zu den Gr\u00fcnen bei den Aktionskonferenzen \u00fcberproportional stark vertreten, was in keiner Weise den Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen an der Basis entsprach. Allerdings wurde dieses Ungleichgewicht in der Regel durch andere Gruppen aufgefangen.<a href=\"#_ftn53\" name=\"_ftnref53\">[53]<\/a><\/p>\n<p>Der Koordinationsausschuss (KA) in Bonn bildete das \u201eNervenzentrum\u201c<a href=\"#_ftn54\" name=\"_ftnref54\">[54]<\/a> der bundesdeutschen Friedensbewegung. Er ging aus der \u201eBonner Fr\u00fchst\u00fccksrunde\u201c, die sich zur Vorbereitung der ersten Gro\u00dfdemonstration im Oktober 1981 gebildet hatte, hervor.<a href=\"#_ftn55\" name=\"_ftnref55\">[55]<\/a> Der Koordinationsausschuss steuerte als zentrales Entscheidungsgremium den Kurs der Friedensbewegung; so wurden bis 1985 alle wichtigen Aktionsvorschl\u00e4ge und Aufrufe des Koordinationsausschusses von den Aktionskonferenzen best\u00e4tigt.<a href=\"#_ftn56\" name=\"_ftnref56\">[56]<\/a> In seiner Zusammensetzung repr\u00e4sentierte der KA, dem 30 Personen aus verschiedenen Parteien, Jugendverb\u00e4nden, christlichen Gruppen, antifaschistischen Gruppen, Frauen-, \u00d6kologie-, Dritte-Welt- und Friedensgruppen als Mitglieder angeh\u00f6rten, die Heterogenit\u00e4t der gesamten Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn57\" name=\"_ftnref57\">[57]<\/a> Die teils gro\u00dfen programmatischen Unterschiede der Mitgliedsorganisationen f\u00fchrten zu heftigen Diskussionen und Krisen innerhalb des Koordinationsausschusses, besonders nachdem die Verhinderung der Nachr\u00fcstung als Ziel, auf das sich alle beteiligten Gruppen einigen konnten, gescheitert war. Im Dezember 1984 wurde daher eine Umorganisation des Koordinationsausschusses beschlossen, wodurch der Schwerpunkt der KA-Arbeit von der Aktionsvorbereitung hin zur Beratung \u00fcber friedenspolitische Fragen verlagert werden sollte.<a href=\"#_ftn58\" name=\"_ftnref58\">[58]<\/a> Die Strukturver\u00e4nderungen wurden von den meisten Mitgliedern nur widerwillig angenommen, verhinderten aber eine Aufl\u00f6sung des Koordinationsausschusses im Untersuchungszeitraum der vorliegenden Arbeit.<a href=\"#_ftn59\" name=\"_ftnref59\">[59]<\/a><\/p>\n<p>Als der Koordinationsausschuss am 20. Mai 1983 seine Aufgaben strukturierte, wurde die Einsetzung einer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung beschlossen. Deren Aufgabe bestand in der Umsetzung der Beschl\u00fcsse des KA, der Vorbereitung der KA-Sitzungen sowie in der Koordinierung der auf den Aktionskonferenzen gebildeten Arbeitsgruppen und der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Vertreter aus sechs Gruppen bildeten die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung: Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste (ASF), Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen (BUKO), Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), Frauen f\u00fcr den Frieden und Vereinigte Deutsche Studentenschaft (VDS).<a href=\"#_ftn60\" name=\"_ftnref60\">[60]<\/a> Aufgrund ihres massiven Einflusses innerhalb der Friedensbewegung und ihrer gro\u00dfen Pr\u00e4senz in den Medien geriet die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bei den \u201eeinfachen\u201c Mitgliedern des KA schnell in die Kritik, was schlie\u00dflich zur Aufl\u00f6sung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung am 13.\/14. Dezember 1983 f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn61\" name=\"_ftnref61\">[61]<\/a> Dennoch hatte die Friedensbewegung mit der Einf\u00fchrung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung einen gro\u00dfen Schritt zur Professionalisierung und den KA zu einem politischen Faktor in der bundesdeutschen \u00d6ffentlichkeit gemacht.<a href=\"#_ftn62\" name=\"_ftnref62\">[62]<\/a> Daher wurde acht Monate sp\u00e4ter erneut eine Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung installiert, die wiederum verschiedene Nachfolger hatte. Allerdings hatten die Nachfolge-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen wesentlich weniger Kompetenzen als die erste Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, so dass sie nie deren Bedeutung und Einfluss erlangten.<a href=\"#_ftn63\" name=\"_ftnref63\">[63]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847533\"><\/a>2.4 Die Spektren der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Wie von Brand, B\u00fcsser und Rucht als Merkmal sozialer Bewegungen definiert, wurde auch die Friedensbewegung von \u201esozialstrukturell identifizierbaren Gruppen\u201c getragen. Die Einteilung der verschiedenen Gruppen und Organisationen in gr\u00f6\u00dfere Spektren ist in der Forschung nicht einheitlich. Dies ist zum einen in der Heterogenit\u00e4t der in der Friedensbewegung engagierten Gruppen begr\u00fcndet, deren einziges gemeinsames Ziel in der Verhinderung der Nachr\u00fcstung bestand. Zum anderen existierten auch innerhalb der einzelnen Gruppen h\u00e4ufig verschiedene Str\u00f6mungen, was eine Einordnung zus\u00e4tzlich erschwert.<\/p>\n<p>Eine erste Ann\u00e4herung an die Spektren der Friedensbewegung bietet G\u00fcnther Schmid mit seiner, an organisatorischen Kriterien orientierten, Einteilung in \u201eAlte und Neue Linke\u201c, \u201eChristen und Pazifisten\u201c und \u201e\u00d6kologie- und Alternativgruppierungen\u201c.<a href=\"#_ftn64\" name=\"_ftnref64\">[64]<\/a> Diese grobe Unterscheidung greift jedoch bei einer eingehenden Besch\u00e4ftigung mit der Friedensbewegung zu kurz, da sie beispielsweise sozialdemokratische und kommunistische Kr\u00e4fte unter \u201eAlte und Neue Linke\u201c zusammenfasst. Eine differenziertere Einteilung nimmt Thomas Leif vor. Als Spektrum definiert er \u201einformelle, politisch oder weltanschaulich motivierte Zusammenschl\u00fcsse, die auf der Grundlage gemeinsamer, theoretischer Fundamente und Organisationseinbettung, verwandter Praxisfelder, sowie Grundorientierungen und Forderungen zu gemeinsam vertretenen Beschl\u00fcssen und Forderungen kommen.\u201c<a href=\"#_ftn65\" name=\"_ftnref65\">[65]<\/a> Da Leif zudem (als einziger in der Fachliteratur) das Abstimmungsverhalten im wichtigsten Gremium der Friedensbewegung, dem Koordinationsausschuss, ber\u00fccksichtigt, kann seine Einteilung als die am besten durchdachte angesehen werden.<a href=\"#_ftn66\" name=\"_ftnref66\">[66]<\/a><\/p>\n<p>Leif arbeitet sechs Spektren der Friedensbewegung heraus: Die Christen, die Unabh\u00e4ngigen, das KOFAZ-Spektrum, die Sozialdemokraten, die Gr\u00fcnen sowie die Sonstigen.<a href=\"#_ftn67\" name=\"_ftnref67\">[67]<\/a> Unter sonstige Gruppen subsumiert Leif einige Organisationen und Initiativen, die keinem bestimmten Spektrum zugeordnet werden k\u00f6nnen, wie den Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz (BBU), einen Zusammenschluss von \u00fcber 300 Umweltinitiativen, sowie die von der FDP abgespalteten Liberalen Demokraten und Jungdemokraten. Die f\u00fcnf erstgenannten Spektren bildeten das \u201eHerzst\u00fcck der Friedensbewegung\u201c<a href=\"#_ftn68\" name=\"_ftnref68\">[68]<\/a>. Jedes Spektrum wurde durch eine einflussreiche Gruppe repr\u00e4sentiert, die auch bei den Aktionskonferenzen und im Koordinationsausschuss die Position des Spektrums vertrat.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Christen war dies die evangelische Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste (ASF), die sich durch die Vorbereitung der ersten Gro\u00dfdemonstration im Oktober 1981 in der Friedensbewegung profilierte und innerhalb des nicht sehr homogenen, aber starken christlichen Blocks eine leitende Funktion einnahm. Komplettiert wurde das christliche Spektrum durch weitere evangelische Gruppen sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi, die \u00f6kumenisch zusammenarbeiteten.<\/p>\n<p>Das Spektrum der Unabh\u00e4ngigen wurde durch die Bundeskonferenz Unabh\u00e4ngiger Friedensgruppen (BUF), einen Zusammenschluss der vielf\u00e4ltigen autonomen Friedensinitiativen, welche die Basis der Friedensbewegung in der Bundesrepublik bildeten, vertreten.<a href=\"#_ftn69\" name=\"_ftnref69\">[69]<\/a> Hinzu kamen andere unabh\u00e4ngige Gruppen wie die Initiative \u201eAnstiftung der Frauen f\u00fcr den Frieden\u201c und der Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen (BUKO).<\/p>\n<p>Ein besonders organisationsstarker Zusammenschluss wurde innerhalb der Friedensbewegung nach dem Komitee f\u00fcr Frieden, Abr\u00fcstung und Zusammenarbeit (KOFAZ) benannt. Das KOFAZ koordinierte die Arbeit von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) nahestehenden Organisationen und publizierte deren wesentliche Forderungen. Dem 1974 gegr\u00fcndeten Komitee geh\u00f6rten f\u00fchrende Funktion\u00e4re der DKP und ihrer B\u00fcndnisorganisationen wie der Deutschen Friedensunion (DFU), der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes \u2013 Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) an. Durch das KOFAZ, die DFG-VK, die VVN-BdA und andere ihr nahestehende Organisationen war die DKP, obwohl sie selbst kein Mitglied im Koordinationsausschuss stellte, dennoch im zentralen Gremium der Friedensbewegung vertreten und konnte so den Kurs der Bewegung entscheidend beeinflussen.<a href=\"#_ftn70\" name=\"_ftnref70\">[70]<\/a><\/p>\n<p>Erhebliche finanzielle und auch organisatorische Unterst\u00fctzung erhielt die DKP von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der DDR und der sowjetischen KPdSU, die auf diese Weise die westdeutsche Friedensbewegung in ihrem Sinne zu lenken versuchten. Der \u201eKrefelder Appell\u201c vom 15.\/16. November 1980, der sich ausschlie\u00dflich gegen westliche Atomraketen richtete und bis Ende 1983 den sogenannten \u201eMinimalkonsens\u201c der Friedensbewegung bildete, war Ausdruck des DKP-Einflusses und damit auch des Einflusses aus Ost-Berlin und Moskau.<a href=\"#_ftn71\" name=\"_ftnref71\">[71]<\/a> Da Parteien und Organisationen mit kommunistischem Hintergrund in der Bundesrepublik jedoch keinen gro\u00dfen Zuspruch fanden und keine parlamentarische Macht hatten, versuchte die SED die Gr\u00fcnen f\u00fcr ihren \u201eFriedenskampf\u201c gegen die westliche Sicherheitspolitik zu instrumentalisieren, was ihr aber letztlich nicht gelang.<a href=\"#_ftn72\" name=\"_ftnref72\">[72]<\/a><\/p>\n<p>Das Spektrum der Sozialdemokraten wurde durch Positionen der Jungsozialisten (Jusos) und linker Sozialdemokraten gepr\u00e4gt. Das Engagement der Jungsozialisten gegen die Nachr\u00fcstung war vor allem innerparteilich ausgerichtet, schlie\u00dflich war der NATO-Doppelbeschluss unter der Kanzlerschaft der SPD initiiert und gefasst worden. Ab Mitte 1983 scherte die SPD auf den Kurs der Friedensbewegung ein, was in den Gegenstimmen der SPD-Bundestagsfraktion zur Nachr\u00fcstung am 22. November 1983 Ausdruck fand.<a href=\"#_ftn73\" name=\"_ftnref73\">[73]<\/a> Weitere Gruppen in diesem Spektrum waren die DGB-Jugend, die \u2013 als Organisation politisch unabh\u00e4ngig \u2013 mit sozialdemokratischen Grundpositionen in der Sicherheitspolitik \u00fcbereinstimmte, und die Gustav-Heinemann-Initiative f\u00fcr die Wahrung der B\u00fcrger- und Menschenrechte.<\/p>\n<p>Die Bundespartei der Gr\u00fcnen wurde am 13.01.1980 in Karlsruhe gegr\u00fcndet und geh\u00f6rte mit ihren sicherheitspolitischen Positionen von Anfang an zur Friedensbewegung. Ihre Politik richtete sich an den vier Grunds\u00e4tzen \u201eumweltbewusst, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei\u201c<a href=\"#_ftn74\" name=\"_ftnref74\">[74]<\/a> aus. Ihre hervorgehobene Position innerhalb der Friedensbewegung verdankten die Gr\u00fcnen, die auf Aktionskonferenzen nur schwach vertreten waren, ihrem Gewicht als (ab 1983 im Bundestag vertretene) Partei und ihrem Zugang zu den Medien.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847534\"><\/a>2.5 Die Entwicklung der Friedensbewegung<\/h2>\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>Nach Brand, B\u00fcsser und Rucht sind soziale Bewegungen in einen gr\u00f6\u00dferen Protestzyklus eingebunden. Auch die Friedensbewegung der 1980er Jahre profitierte in ihrer raschen Entwicklung von Vorl\u00e4uferbewegungen. Angefangen mit der \u201eOhne Mich\u201c-Bewegung gegen die deutsche Wiederbewaffnung aus dem Jahr 1950 \u00fcber die Bewegung gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr unter dem Motto \u201eKampf dem Atomtod\u201c Mitte der 1950er Jahre bis zur Ostermarsch-Bewegung der 1960er Jahre im Zuge der Studentenbewegung gab es in der Bundesrepublik eine Tradition der Friedensbewegung, auf der die \u201eneue\u201c Friedensbewegung aufbauen konnte.<a href=\"#_ftn75\" name=\"_ftnref75\">[75]<\/a> So waren die Aktionskonferenzen keine Erfindung der 1980er Jahre; bereits 1968 wurde diese Form der Meinungsbildung in der \u201eKampagne f\u00fcr Abr\u00fcstung\u201c genutzt.<a href=\"#_ftn76\" name=\"_ftnref76\">[76]<\/a> Ebenfalls wieder aufgenommen wurden die Osterm\u00e4rsche, bei denen in den 1980er Jahren Hunderttausende aus Protest gegen die Nachr\u00fcstung auf die Stra\u00dfe gingen.<a href=\"#_ftn77\" name=\"_ftnref77\">[77]<\/a><\/p>\n<p>Zudem konnte die Friedensbewegung auf vorhandene Strukturen und Netzwerke bereits vorher existierender Organisationen zur\u00fcckgreifen, wodurch sie im Gegensatz zu der Bewegung der 1950er Jahre eine wirkungsvolle au\u00dferparlamentarische Koalition aufweisen konnte.<a href=\"#_ftn78\" name=\"_ftnref78\">[78]<\/a> Weitere Unterschiede zu fr\u00fcheren Bewegungen bestanden in der nie gekannten Anzahl an Aktivisten und Sympathisanten, der parlamentarischen Verankerung im Bundestag und in Landtagen durch die Gr\u00fcnen sowie in einer bisher nicht gekannten F\u00fclle von Aktionen.<a href=\"#_ftn79\" name=\"_ftnref79\">[79]<\/a><\/p>\n<p>Die Entwicklung der Friedensbewegung bis Ende 1983 l\u00e4sst sich in vier Phasen einteilen, die durch die Einf\u00fchrung neuer Elemente bestimmt waren, sich aber zeitlich \u00fcberlappten.<a href=\"#_ftn80\" name=\"_ftnref80\">[80]<\/a> Den ersten Abschnitt bildete die Diskussionsphase, in welcher der Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss inhaltlich und organisatorisch vorbereitet wurde. Die Gegner der Nachr\u00fcstung fanden sich in zahlreichen lokalen oder regionalen Veranstaltungen zusammen und formulierten ihre Ablehnung in Aufrufen, mit denen die Friedensbewegung in die Appellationsphase eintrat. Diese Phase begann im Herbst 1980 mit dem ersten und gr\u00f6\u00dften Aufruf der Friedensbewegung, dem \u201eKrefelder Appell\u201c, der bis Ende 1983 von rund vier Millionen Bundesb\u00fcrgern unterzeichnet wurde. Weitere Aufrufe gegen die Nachr\u00fcstung, die sich entweder an den \u201eKrefelder Appell\u201c anlehnten, diesen ablehnten oder verbesserten, schlossen sich an, erzielten aber nicht dessen Wirkung.<\/p>\n<p>Von Juni 1981 an trat die Organisation des Protestes in Gro\u00dfdemonstrationen in den Vordergrund. In der Demonstrationsphase fanden die Aktivit\u00e4ten der Friedensbewegung erstmals die Aufmerksamkeit einer breiten \u00d6ffentlichkeit. So beteiligten sich an der ersten Gro\u00dfdemonstration am 10. Oktober 1981 in Bonn etwa 300.000 Menschen; diese Zahl konnte im folgenden Jahr mit 400.000 Menschen noch \u00fcbertroffen werden.<a href=\"#_ftn81\" name=\"_ftnref81\">[81]<\/a> Die Wiederaufnahme der Ostermarschtradition mit Abschlusskundgebungen in verschiedenen Gro\u00dfst\u00e4dten der Bundesrepublik im Jahr 1982 bescherte der Bewegung weiteren Zulauf. Den H\u00f6hepunkt des Protests gegen die Nachr\u00fcstung bildete eine dezentral angelegte Aktionswoche im Oktober 1983 im Vorfeld der Bundestagsabstimmung \u00fcber die Stationierung der Atomraketen. Mehr als eine Million Menschen nahmen an den bundesweit stattfindenden Demonstrationen, Menschenketten und Kundgebungen teil.<a href=\"#_ftn82\" name=\"_ftnref82\">[82]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Vorbereitung der Aktionswoche war die Friedensbewegung dazu \u00fcbergegangen, an den Stationierungsorten sogenannte \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c durchzuf\u00fchren. Bei diesen friedlich durchgef\u00fchrten Aktionen, in der Regel Sitzblockaden, handelte es sich nach damaliger Auffassung um strafbare Handlungen, an denen sich die Aktivisten trotz einer zu erwartenden, empfindlichen Sanktion beteiligten; dennoch nahmen insgesamt mehrere tausend Menschen an \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c teil.<a href=\"#_ftn83\" name=\"_ftnref83\">[83]<\/a> Beendet wurde die Aktionsphase durch den Stationierungsbeschluss des Bundestages, der eine Z\u00e4sur in der Entwicklung der Friedensbewegung darstellte, aber nicht zu ihrer Aufl\u00f6sung f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn84\" name=\"_ftnref84\">[84]<\/a><\/p>\n<p>Auf den \u201ehei\u00dfen Herbst\u201c 1983 folgte eine selbst verordnete \u201eDenkpause\u201c<a href=\"#_ftn85\" name=\"_ftnref85\">[85]<\/a>. Um nicht an Bedeutung zu verlieren, suchte die Friedensbewegung nach neuen Zielen und Aktionsformen. Da aber keine Einigkeit gefunden werden konnte, wurde der Minimalkonsens fortgeschrieben mit dem Ziel, die Durchf\u00fchrung der Stationierung zu verhindern bzw. den Abbau der aufgestellten Raketen zu erreichen. In der Folgezeit kam es zu einer starken Dezentralisierung des Engagements; bis zum Herbst 1986 fanden keine zentralen Gro\u00dfdemonstrationen mehr statt. Wie bereits zuvor gab es Osterm\u00e4rsche und \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c.<a href=\"#_ftn86\" name=\"_ftnref86\">[86]<\/a> Als Massenbewegung konnte die Friedensbewegung nur noch mit den Osterm\u00e4rschen auf sich aufmerksam machen, doch sank hier die Beteiligung von 1984 bis 1987 stetig von bundesweit rund 450.000 Teilnehmern auf 150.000 bis 200.000 Teilnehmer.<a href=\"#_ftn87\" name=\"_ftnref87\">[87]<\/a> Auch die Pr\u00e4senz an den Stationierungsorten ging zur\u00fcck;<a href=\"#_ftn88\" name=\"_ftnref88\">[88]<\/a> eine Ausnahme bildete nur Hasselbach im Hunsr\u00fcck, wo die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen der regionalen Friedensinitiative in diesem Zeitraum sogar anstiegen. In Hasselbach fand daher am 11. Oktober 1986 die erste Gro\u00dfdemonstration der Friedensbewegung seit dem Stationierungsbeschluss statt, an der sich mehr als 150.000 Menschen beteiligten (vgl. Kapitel 4). Danach veranstaltete die Friedensbewegung nur noch eine Gro\u00dfdemonstration am 13. Juni 1987 in Bonn, bei der sie etwa 100.000 Menschen mobilisieren konnte.<a href=\"#_ftn89\" name=\"_ftnref89\">[89]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847535\"><\/a>2.6 Der INF-Vertrag von Dezember 1987 als Endpunkt der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Die 1981 aufgenommenen Verhandlungen zwischen den USA und der UdSSR \u00fcber die Mittelstreckenraketen f\u00fchrten sechs Jahre sp\u00e4ter zu einer Vereinbarung \u00fcber deren Abr\u00fcstung: dem INF-Vertrag. In dem Vertrag, den der amerikanische Pr\u00e4sident Ronald Reagan und der Generalsekret\u00e4r der KPdSU Michail Gorbatschow am 8. Dezember 1987 in Washington unterzeichneten, einigten sich die beiden Superm\u00e4chte auf die Vernichtung ihrer Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen und verpflichteten sich, zuk\u00fcnftig auf den Besitz dieser Systeme zu verzichten.<a href=\"#_ftn90\" name=\"_ftnref90\">[90]<\/a> Die Liquidierung der Mittelstreckenraketen, und damit der im Zuge der Nachr\u00fcstung in der Bundesrepublik stationierten Pershing II und Marschflugk\u00f6rper, musste sp\u00e4testens drei Jahre nach Inkrafttreten des Vertrages erfolgt sein.<a href=\"#_ftn91\" name=\"_ftnref91\">[91]<\/a> Zudem unternahmen beide Seiten im INF-Vertrag erstmals den Versuch, strenge Inspektionsverfahren und damit vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen einzuf\u00fchren.<a href=\"#_ftn92\" name=\"_ftnref92\">[92]<\/a><\/p>\n<p>Durch den INF-Vertrag fiel die Bedrohung, aufgrund derer sich die Friedensbewegung gebildet hatte, weg; das im Minimalkonsens formulierte Ziel der Friedensbewegung, die R\u00fccknahme der Nachr\u00fcstung, war Wirklichkeit geworden.<a href=\"#_ftn93\" name=\"_ftnref93\">[93]<\/a> Zwar arbeitete der Koordinationsausschuss noch bis 1989 weiter und formulierte Forderungen nach noch weitreichenderer Abr\u00fcstung, doch fanden Veranstaltungen der Friedensbewegung in den folgenden Jahren immer weniger Aufmerksamkeit und Zuspruch.<a href=\"#_ftn94\" name=\"_ftnref94\">[94]<\/a> Au\u00dferdem hatte, wie von Brand, B\u00fcsser und Rucht als ein weiteres m\u00f6gliches Szenario f\u00fcr das Ende sozialer Bewegungen formuliert, mit dem Einzug der Gr\u00fcnen in den Bundestag 1983 eine Institutionalisierung des Anliegens begonnen. Der INF-Vertrag zwischen den USA und der Sowjetunion und die damit verbundene Abr\u00fcstung der atomaren Mittelstreckenraketen markierten letztlich den Endpunkt der Friedensbewegung.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h1><a name=\"_Toc209847536\"><\/a><strong>3 Die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz<\/strong><\/h1>\n<h2><a name=\"_Toc209847537\"><\/a>3.1 Die milit\u00e4rische und politische Situation in Rheinland-Pfalz<\/h2>\n<p>\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger der NATO\u201c<a href=\"#_ftn95\" name=\"_ftnref95\">[95]<\/a>: So bezeichnete der damalige rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sident Bernhard Vogel (CDU) in den 1980er Jahren das von ihm regierte Bundesland Rheinland-Pfalz. Diese Aussage Vogels ist trotz der \u00fcberspitzten Formulierung keineswegs falsch und l\u00e4sst sich anhand von Zahlen belegen: In Rheinland-Pfalz befanden sich Ende der 1980er Jahre die meisten von den USA milit\u00e4risch genutzten Flugh\u00e4fen in der Bundesrepublik, namentlich in Bitburg, Hahn, Ramstein, Sembach, Spangdahlem und Zweibr\u00fccken.<a href=\"#_ftn96\" name=\"_ftnref96\">[96]<\/a> Die \u201eRamstein Air Base\u201c stellte den gr\u00f6\u00dften US-Flugplatz in Europa und das Hauptquartier der \u201eUS-Air Force Europe\u201c und der \u201eAlliierten Taktischen Luftstreitkr\u00e4fte Europa-Mitte\u201c dar.<a href=\"#_ftn97\" name=\"_ftnref97\">[97]<\/a> Zudem war die Hunsr\u00fccker Gemeinde Hasselbach als Stationierungsort f\u00fcr alle 96 Marschflugk\u00f6rper, die der NATO-Doppelbeschluss f\u00fcr die Bundesrepublik vorsah, auserkoren worden.<a href=\"#_ftn98\" name=\"_ftnref98\">[98]<\/a> Das pf\u00e4lzische US-Depot Fischbach galt in der \u00d6ffentlichkeit und in der Friedensbewegung au\u00dferdem bis zum Abzug der amerikanischen C-Waffen im Fr\u00fchjahr 1990 als Stationierungsort der amerikanischen Giftgasvorr\u00e4te in Europa.<a href=\"#_ftn99\" name=\"_ftnref99\">[99]<\/a><\/p>\n<p>Genug Gr\u00fcnde eigentlich f\u00fcr den Koordinationsausschuss der Friedensbewegung, in Rheinland-Pfalz aktiv zu werden und die dortige Situation durch medienwirksame Aktionen wie Demonstrationen oder Blockaden bundesweit publik zu machen. Dennoch richtete sich \u2013 gerade im Vergleich zum bekanntesten Stationierungsort der Bundesrepublik im schw\u00e4bischen Mutlangen \u2013 unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Aufmerksamkeit der bundesdeutschen Friedensbewegung auf Rheinland-Pfalz. Die m\u00f6glichen Gr\u00fcnde: Rheinland-Pfalz war allein aufgrund seiner geringen Einwohnerzahl von vier Millionen Menschen weniger interessant f\u00fcr die in der Friedensbewegung engagierten politischen Parteien als das mehr als doppelt so viele Einwohner z\u00e4hlende Baden-W\u00fcrttemberg mit den Pershing II-Stationierungsorten Mutlangen, Neu-Ulm und Waldheide. In Rheinland-Pfalz konnten keine Massen mobilisiert und kein gro\u00dfer Zuwachs an W\u00e4hlerstimmen erwartet werden. Zudem boten die l\u00e4ndliche Struktur des Bundeslandes und die vornehmlich konservative Mentalit\u00e4t der rheinland-pf\u00e4lzischen Bev\u00f6lkerung den links-alternativen Friedensgruppen wenig R\u00fcckhalt. So war die CDU bis 1991 im Mainzer Landtag die dominierende Partei; von 1971 bis 1987, und somit auch w\u00e4hrend der Hochphase der Friedensbewegung, regierte sie sogar mit absoluter Mehrheit.<a href=\"#_ftn100\" name=\"_ftnref100\">[100]<\/a> Zwar stellte auch in Baden-W\u00fcrttemberg seit 1953 und bis zum heutigen Tag die CDU den Ministerpr\u00e4sidenten, doch konnten sich dort \u2013 anders als in Rheinland-Pfalz (vgl. Kapitel 3.3.5) \u2013 die Gr\u00fcnen ab 1980 im Landtag etablieren und seitdem durchweg bei Landtagswahlen Ergebnisse \u00fcber dem Bundesschnitt erzielen.<a href=\"#_ftn101\" name=\"_ftnref101\">[101]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847538\"><\/a>3.2 Entstehung und Struktur der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Hatte man sich in Rheinland-Pfalz lange nicht wirklich an der gro\u00dfen Milit\u00e4rpr\u00e4senz der Amerikaner gest\u00f6rt oder dies zumindest nicht \u00f6ffentlich kundgetan, da sie dem Bundesland Tausende Arbeitspl\u00e4tze bescherte, so wollte man in den 1980er Jahren \u201eim atomaren Wettr\u00fcsten immer weniger zum Leidtragenden der Entwicklung des Kalten Krieges\u201c<a href=\"#_ftn102\" name=\"_ftnref102\">[102]<\/a> und nicht zum Ziel atomarer Angriffe des Ostblocks werden. Daher formierte sich nach dem NATO-Doppelbeschluss eine Bewegung der Nachr\u00fcstungsgegner, welche die Stationierung der amerikanischen Marschflugk\u00f6rper zu verhindern suchte. Eine einheitliche Friedensbewegung bildete sich jedoch in Rheinland-Pfalz nicht heraus. Die Bewegung war ebenso heterogen wie auf Bundesebene; die exponierten Gruppen waren gr\u00f6\u00dftenteils identisch. Ein \u00fcbergeordnetes Gremium auf Landesebene, wie etwa der Koordinationsausschuss auf Bundesebene, existierte nicht. Ebenso gab es kein landesweites Zentrum der Bewegung; auch die Landeshauptstadt Mainz diente, abgesehen von gelegentlichen Versammlungen rheinland-pf\u00e4lzischer Friedensinitiativen, nicht als zentrale Anlaufstelle.<a href=\"#_ftn103\" name=\"_ftnref103\">[103]<\/a> Die Situation der Friedensbewegung l\u00e4sst sich auf die generelle Lage in Rheinland-Pfalz, das als Bundesland nach dem Zweiten Weltkrieg konstruiert worden war und wo eher eine regionale als eine landesweite Identifikation vorherrschte, zur\u00fcckf\u00fchren.<a href=\"#_ftn104\" name=\"_ftnref104\">[104]<\/a> Daher bildete sich auch keine gemeinsame Identit\u00e4t der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz heraus \u2013 man kann nicht von der \u201erheinland-pf\u00e4lzischen Friedensbewegung\u201c sprechen.<\/p>\n<p>Vielmehr war die Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz eine Bewegung mit lokaler oder h\u00f6chstens regionaler Identifikation. In zahlreichen St\u00e4dten und Gemeinden gr\u00fcndeten sich lokale Friedensgruppen, welche die sogenannte \u201eGraswurzelbewegung\u201c trugen.<a href=\"#_ftn105\" name=\"_ftnref105\">[105]<\/a> Die Intensit\u00e4t des Engagements war unterschiedlich, die Mittel waren meist die gleichen. Vielerorts wurden Demonstrationen und Osterm\u00e4rsche zum Protest gegen die Nachr\u00fcstung veranstaltet und lokale Friedenszeitungen herausgegeben. Die Friedenszeitungen waren eine Reaktion der Friedensbewegung darauf, dass in vielen Regionen faktisch ein Pressemonopol und damit eine Vorherrschaft \u00fcber die \u00f6ffentliche Meinung bestand. Im Regierungsbezirk Trier beispielsweise war der \u201eTrierische Volksfreund\u201c konkurrenzlos, im Hunsr\u00fcck die \u201eHunsr\u00fccker Zeitung\u201c, ein Ableger der \u201eRhein-Zeitung\u201c aus dem Koblenzer Mittelrheinverlag, und im Mainzer Raum die \u201eAllgemeine Zeitung\u201c. Mit den Friedenszeitungen wollten die Herausgeber eine Gegen\u00f6ffentlichkeit zu den etablierten Tageszeitungen schaffen, deren Berichterstattung sie als einseitig und zu sehr auf der Seite der M\u00e4chtigen empfanden,<a href=\"#_ftn106\" name=\"_ftnref106\">[106]<\/a> und ein \u201eGegengewicht zum verbreiteten militaristischen Denken\u201c<a href=\"#_ftn107\" name=\"_ftnref107\">[107]<\/a> setzen. Die Bev\u00f6lkerung sollte \u00fcber Aktionen der Friedensbewegung, den Stand der Nachr\u00fcstung in der Bundesrepublik und grunds\u00e4tzliche pazifistische Ideen informiert werden.<\/p>\n<p>Zu unterscheiden sind zwei Arten von Friedenszeitungen: Zum einen gab es Zeitungen wie das \u201eRegionalblatt f\u00fcr Mainz, Wiesbaden und Umgebung\u201c und die \u201eKleine Andere Trierer Zeitung\u201c (\u201ekatz\u201c), die von Gruppen aus dem politisch linken Spektrum wie der Friedenspolitischen Arbeitsgruppe Mainz und dem Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) der Uni Trier herausgegeben wurden und regelm\u00e4\u00dfig erschienen. Sie existierten bereits vor dem Doppelbeschluss; die Berichterstattung \u00fcber die Nachr\u00fcstung bildete einen von vielen Themenkomplexen.<a href=\"#_ftn108\" name=\"_ftnref108\">[108]<\/a> Zum anderen gab es Zeitungen, die von \u00f6rtlichen Friedensgruppen wie der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) Trier, die neben dem linken auch im b\u00fcrgerlich-christlichen Milieu verankert waren, als Informationsheft \u00fcber den Stand der Nachr\u00fcstung und \u00fcber Aktionen der Friedensbewegung herausgegeben wurden.<a href=\"#_ftn109\" name=\"_ftnref109\">[109]<\/a> Diese Friedenszeitungen erschienen eher unregelm\u00e4\u00dfig und waren oft nicht von langer Dauer. Die bekannteste Friedenszeitung dieser Art und gleichzeitig eine Ausnahme der Regel stellte das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c dar, das von 1983 bis 1995 regelm\u00e4\u00dfig erschien und die Hochphase der Friedensbewegung zeitlich wie auch thematisch \u00fcberlebte. Da das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c f\u00fcr die regionale und \u00fcberregionale Friedensbewegung von gro\u00dfer Bedeutung war, wird dieser Friedenszeitung ein separates Kapitel gewidmet.<\/p>\n<p>Besonders vital waren Friedensinitiativen in der N\u00e4he der amerikanischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Demonstrationen wurden dort direkt am Milit\u00e4rgel\u00e4nde abgehalten und zogen auch Teilnehmer aus der weiteren Umgebung an. Hervorzuheben ist dabei der Hunsr\u00fcck, wo 1986 die einzige Gro\u00dfdemonstration der bundesdeutschen Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz stattfand (vgl. Kapitel 4.4.3). Bezeichnend ist hier jedoch, dass die Demonstration in Hasselbach eine der letzten gro\u00dfen Aktionen der bundesdeutschen Friedensbewegung darstellte und erfolgte, als die Nachr\u00fcstung schon in vollem Gange war. Auch \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c, wie das Blockieren der Zufahrtswege, wurden an den amerikanischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten in Rheinland-Pfalz durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847539\"><\/a>3.3 Die wichtigsten Gruppen und Organisationen der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Die wichtigsten Gruppen und Organisationen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz sind weitgehend identisch mit den auf Bundesebene aktiven Gruppen und Organisationen. Daher orientiert sich die folgende Einteilung an den von Thomas Leif identifizierten Spektren der Friedensbewegung. Die einzige Ausnahme bildet das Spektrum der sonstigen Gruppen, das in Rheinland-Pfalz keine nennenswerte Rolle spielte. Die f\u00fcr Rheinland-Pfalz wichtige \u201eGraswurzelbewegung\u201c, bei Leif im Spektrum der unabh\u00e4ngigen Gruppen zu finden, wird am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) in Trier vorgestellt. Die Reihenfolge der Kapitel orientiert sich an der von Leif gew\u00e4hlten Abfolge (vgl. Kapitel 2.4) und nimmt keine Wertung vor.<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847540\"><\/a>3.3.1 Die Christen<\/h3>\n<p>Wie auf Bundesebene waren in Rheinland-Pfalz viele Christen in der Friedensbewegung engagiert. Die bundesweit t\u00e4tigen christlichen Friedensorganisationen wie Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste (ASF) und Pax Christi waren auch in Rheinland-Pfalz aktiv, doch war es oft das Engagement einzelner Christen oder Kirchengemeinden, das in der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz von Bedeutung war. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Wirken des evangelischen Pfarrer-Ehepaars Dahl in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung. August Dahl wurde durch sein Engagement gleichsam zur Galionsfigur des Hunsr\u00fccker Protests gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper; seine Ehefrau Jutta wurde f\u00fcr ihre Verdienste 1988 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.<a href=\"#_ftn110\" name=\"_ftnref110\">[110]<\/a> Auf das Ehepaar Dahl wird in Kapitel 4.3.1 \u00fcber die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck n\u00e4her eingegangen.<\/p>\n<p>Das Engagement der evangelischen Friedensorganisation Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste (ASF), bundesweit eine der einflussreichsten Gruppen in der Friedensbewegung,<a href=\"#_ftn111\" name=\"_ftnref111\">[111]<\/a> innerhalb der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz zu bemessen, ist aus zwei Gr\u00fcnden schwierig. Zum einen war und ist Aktion S\u00fchnezeichen sehr zentral organisiert. Eine ASF-Regionalgruppe f\u00fcr die Rhein-Main-Region gibt es erst seit 2002. Die Regionalgruppe sieht ihre Aufgaben vornehmlich in der Kontaktaufnahme mit potentiellen Kandidaten f\u00fcr Freiwilligendienste und der lokalen Vernetzung mit anderen Organisationen, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Nachwirkungen besch\u00e4ftigen.<a href=\"#_ftn112\" name=\"_ftnref112\">[112]<\/a> Das Engagement in der Friedensbewegung wurde von der Zentrale in Berlin aus gelenkt und organisiert. An Aktionen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz beteiligte sich Aktion S\u00fchnezeichen im Rahmen des Koordinationsausschusses. Daher trat ASF nur bei der Organisation der Gro\u00dfdemonstration von 1986 in Hasselbach, der einzigen Veranstaltung der bundesdeutschen Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz, in Erscheinung.<a href=\"#_ftn113\" name=\"_ftnref113\">[113]<\/a> Im Vorfeld der Demonstration schrieb Aktion S\u00fchnezeichen Kirchengemeinden im Hunsr\u00fcck wegen der Unterbringung von Friedensgruppen aus Norddeutschland an, um die Teilnahme an der Demonstration mit einer Begegnung mit Hunsr\u00fccker Christen zu verbinden. Diese \u201eAktion Br\u00fcckenschlag\u201c, wie sie auch an Kirchentagen praktiziert wird, fand mit 1.600 R\u00fcckmeldungen ein \u201eunerwartet starkes Echo\u201c,<a href=\"#_ftn114\" name=\"_ftnref114\">[114]<\/a> was die hohe Beteiligung von Christen in der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck zu diesem Zeitpunkt belegt.<\/p>\n<p>Zum anderen sind die Unterlagen von Aktion S\u00fchnzeichen aus den 1980er Jahren im Evangelischen Zentralarchiv (EZA) in Berlin noch nicht komplett erfasst. Daher ist es nicht m\u00f6glich, eine abschlie\u00dfende Aussage \u00fcber das Friedensengagement von Aktion S\u00fchnezeichen in Rheinland-Pfalz zu treffen. So ist die Korrespondenz der ASF mit der Landeskirche Hessen-Nassau, zu der die Propstei Rheinhessen mit Sitz in Mainz z\u00e4hlt, im Evangelischen Zentralarchiv bisher nur bis Dezember 1980 erfasst. Die Korrespondenz mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu der unter anderem die Kirchenkreise Koblenz, Simmern-Trarbach und Trier z\u00e4hlen, beschr\u00e4nkte sich im Wesentlichen auf Anfragen der ASF bez\u00fcglich finanzieller Hilfe f\u00fcr ihre Projekte. Die Evangelische Kirche im Rheinland unterst\u00fctzte Aktion S\u00fchnezeichen immer wieder durch Gelder aus den Kollekten der Landeskirchen und zeigte sich dabei laut ASF-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Volkmar Deile \u201ebesonders gro\u00dfz\u00fcgig\u201c.<a href=\"#_ftn115\" name=\"_ftnref115\">[115]<\/a><\/p>\n<p>Das Wirken von Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste in der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz erscheint daher zum jetzigen Zeitpunkt im Verh\u00e4ltnis zum Engagement im Koordinationsausschuss, dessen Sprecher die ASF in Person von Andreas Zumach stellte, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering. Eine abschlie\u00dfende Bewertung kann aber erst vorgenommen werden, wenn alle Unterlagen von Aktion S\u00fchnezeichen im Evangelischen Zentralarchiv zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p>Die katholische Pax-Christi-Bewegung war in den 1980er Jahren in Rheinland-Pfalz \u00fcberproportional stark vertreten. Im Bistum Mainz gab es im Januar 1984 neun Pax-Christi-Basisgruppen;<a href=\"#_ftn116\" name=\"_ftnref116\">[116]<\/a> insgesamt existierten zu diesem Zeitpunkt rund 80 Pax Christi-Gruppen in der Bundesrepublik.<a href=\"#_ftn117\" name=\"_ftnref117\">[117]<\/a> Die Zahl der Pax-Christi-Mitglieder im Bistum Mainz stieg allein im Jahr 1983 um fast ein Viertel auf 200 an.<a href=\"#_ftn118\" name=\"_ftnref118\">[118]<\/a> Die Mainzer Bistumsstelle bestand bereits seit den 1960er Jahren, acht von neun Basisgruppen bildeten sich jedoch erst zwischen 1980 und 1983, die meisten als Reaktion auf den NATO-Doppelbeschluss.<a href=\"#_ftn119\" name=\"_ftnref119\">[119]<\/a> Geleitet wurde die Bistumsstelle ehrenamtlich von Christian Wilhelm als Pax-Christi-Vorsitzendem, Pfarrer Kurt Sohns als geistlichem Beirat und Josef Kolbeck als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Das Aufkommen von Pax-Christi-Basisgruppen ist zur\u00fcckzuf\u00fchren auf das Engagement der Bistumsleitung, die zu Beginn der 1980er Jahre in Kirchengemeinden \u00fcber Pax Christi und den Protest gegen die Nachr\u00fcstung informierte. Ab 1982 \u00fcbernahmen Friedensarbeiter, die in sogenannten \u201eFriedenswerkst\u00e4tten\u201c f\u00fcr die Arbeit vor Ort in den Gemeinden geschult wurden, diese Aufgabe.<a href=\"#_ftn120\" name=\"_ftnref120\">[120]<\/a><\/p>\n<p>Grundlage des bundesdeutschen Pax-Christi-Protests gegen die Nachr\u00fcstung war die \u201ePlattform Abr\u00fcstung und Sicherheit\u201c, die im November 1980 einstimmig verabschiedet wurde. Die Pax-Christi-Bistumsstelle Mainz arbeitete in Person von Christian Wilhelm aktiv in der achtk\u00f6pfigen Kommission \u201eAbr\u00fcstung und Sicherheit\u201c mit, welche die Plattform formulierte. In der Plattform bezog Pax Christi Stellung gegen die Mittelstreckenr\u00fcstung der NATO, nahm aber keine \u201eeinseitigen Bedrohungsanalysen\u201c vor, um den Dialog mit anderen Gruppen und Positionen offen zu halten. Dass einzelne Bistumsstellen im Nachhinein zudem den \u201eKrefelder Appell\u201c unterzeichneten, f\u00fchrte zu Kritik von Seiten der Kommission. Diese r\u00fcgte, dass Erkl\u00e4rungen wie der \u201eKrefelder Appell\u201c vorhandene \u00c4ngste vor einer Mittelstreckenr\u00fcstung der Sowjetunion nicht ernst n\u00e4hmen. Statt einer Polarisierung der Friedensbewegung solle Pax Christi die Friedensbewegung verbreitern.<a href=\"#_ftn121\" name=\"_ftnref121\">[121]<\/a> Die Mainzer Pax-Christi-Gruppen folgten dem Ansatz der Kommission. Bei der Vorbereitung der \u201eZweiten Mainzer Friedenswochen\u201c von 1981 formulierten die beteiligten christlichen Gruppen, unter ihnen Pax Christi, ihre Bedingungen f\u00fcr die Teilnahme an den Friedenswochen in zwei Punkten: Gewaltfreiheit des Protests und Kritik am Einsatz milit\u00e4rischer Mittel \u201eunabh\u00e4ngig davon, welchen politischen, weltanschaulichen oder geographischen Lagern die Kriegsf\u00fchrenden angeh\u00f6ren.\u201c<a href=\"#_ftn122\" name=\"_ftnref122\">[122]<\/a><\/p>\n<p>Das Engagement der Mainzer Pax-Christi-Gruppen in der Friedensbewegung war nicht frei von inhaltlichen Konflikten, inner- wie au\u00dferhalb der Kirche. Auseinandersetzungen gab es zum einen mit Gruppen des kommunistischen Spektrums, beispielsweise bei der Vorbereitung der \u201ePlattform\u201c, eines Friedensaufrufs an die Mainzer Bev\u00f6lkerung, den alle an den \u201eMainzer Friedenswochen 1981\u201c beteiligten Gruppen unterzeichnen mussten. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Josef Kolbeck monierte die Leitungsfunktion eines DFU-Funktion\u00e4rs bei der Gestaltung der \u201ePlattform\u201c, da er im Engagement von DFU und DKP \u201eWolfspolitik im Lammpelz\u201c sah.<a href=\"#_ftn123\" name=\"_ftnref123\">[123]<\/a> Kolbeck f\u00fcrchtete um die Ausgewogenheit von Pax Christi; die Grundaussage der \u201ePlattform\u201c war ihm zu einseitig gegen die Politik des Westens gerichtet.<a href=\"#_ftn124\" name=\"_ftnref124\">[124]<\/a> Auch gegen\u00fcber konservativen Positionen bezog Pax Christi Stellung. In einem Brief an Weihbischof Rolly wandte sich die Pax-Christi-Bistumsstelle im Oktober 1983 gegen dessen Aussage, dass \u201eKirchliche Gruppen (&#8230;) sich auf die Gewaltlosigkeit im gesetzlichen Sinn verpflichtet wissen und sich jeder Repression enthalten\u201c<a href=\"#_ftn125\" name=\"_ftnref125\">[125]<\/a> m\u00fcssten. Pax Christi widersprach Rollys Wertung des zivilen Widerstands und verteidigte \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c als legitimes Mittel, welches Demokratie nicht in Frage stelle, sondern eine bewusste gewaltfreie Regelverletzung aus Gewissensgr\u00fcnden bedeute.<a href=\"#_ftn126\" name=\"_ftnref126\">[126]<\/a> Ebenfalls im Oktober 1983 forderte die Pax-Christi-Bistumsstelle den Intendanten des S\u00fcdwestfunks Willibald Hilf in einem offenen Brief auf, Franz Alt wieder als Moderator der Sendung \u201eMonitor\u201c einzustellen. Der S\u00fcdwestfunk hatte Alt, der sich in der Friedensbewegung engagierte, zwar als Chefredakteur behalten, ihm aber die Moderation der Sendung aus Gr\u00fcnden der \u201eAusgewogenheit\u201c entzogen. Dagegen wandte sich Pax Christi unter Verweis auf die Vermittlerdienste Alts zwischen Bef\u00fcrwortern und Gegnern der Nachr\u00fcstung und warnte vor einer zunehmenden Polarisierung in der Nachr\u00fcstungsdiskussion.<a href=\"#_ftn127\" name=\"_ftnref127\">[127]<\/a><\/p>\n<p>Von Beginn an nahmen die Pax-Christi-Gruppen des Bistums Mainz an lokalen Aktionen der Friedensbewegung teil. Als eine von bundesweit zwei Basisgruppen arbeitete eine Mainzer Basisgruppe im Jahr 1980 an der Gestaltung der ersten Friedenswochen mit.<a href=\"#_ftn128\" name=\"_ftnref128\">[128]<\/a> Die regelm\u00e4\u00dfige Beteiligung an den Friedenswochen wurde erg\u00e4nzt durch sogenannte Bewusstseinsaktionen wie \u201eFasten f\u00fcr das Leben\u201c, welche die Basisgruppen aus Mainz und Worms im August bzw. Oktober 1983 veranstalteten.<a href=\"#_ftn129\" name=\"_ftnref129\">[129]<\/a> Unter dem Motto \u201eDie Bergpredigt kennt kein \u201aGleichgewichtsdenken\u2019. Sie l\u00e4dt ein zum ersten Schritt!\u201c wandten sich die Mitglieder von Pax Christi durch symbolisches Fasten gegen die Stationierung neuer Atomraketen in Deutschland und besch\u00e4ftigten sich in Arbeitskreisen mit alternativen Verteidigungskonzepten und Friedenserziehung.<a href=\"#_ftn130\" name=\"_ftnref130\">[130]<\/a> Gemeinsam mit evangelischen Christen f\u00fchrten die Mainzer Pax-Christi-Basisgruppen am 11. Dezember 1983 einen \u00f6kumenischen \u201eVers\u00f6hnungsgang\u201c durch, bei dem 250 Menschen zur Vers\u00f6hnung zwischen Ost und West aufriefen.<a href=\"#_ftn131\" name=\"_ftnref131\">[131]<\/a><\/p>\n<p>Die generelle Ern\u00fcchterung innerhalb der Friedensbewegung nach dem Beginn der Raketenstationierung machte sich auch in den Pax-Christi-Gruppen des Bistums Mainz bemerkbar. In einem Rundbrief zum Jahreswechsel konstatierte der Vorsitzende Christian Wilhelm im Dezember 1984 ein merklich abnehmendes Interesse an der Friedensarbeit in den Kirchengemeinden. Dennoch sah Wilhelm die Friedensbewegung nicht auf dem R\u00fcckzug, sondern wertete 1984 als \u201eein Jahr der Reifung\u201c und ermunterte die Pax-Christi-Mitglieder des Bistums Mainz zum Durchhalten: \u201eEs hat sich gezeigt, dass die Arbeit f\u00fcr den Frieden nur etwas f\u00fcr Langatmige ist, die nicht kurzfristig auf Erfolge angewiesen sind. Dies gilt auch f\u00fcr Pax Christi.\u201c<a href=\"#_ftn132\" name=\"_ftnref132\">[132]<\/a><\/p>\n<p>Trotz oder gerade wegen des R\u00fcckschlags durch den Stationierungsbeginn stiegen die Mitgliederzahlen stetig an; Ende 1987 waren im Bistum Mainz fast 300 Menschen in 13 Basisgruppen organisiert.<a href=\"#_ftn133\" name=\"_ftnref133\">[133]<\/a> Inhaltlich lenkte die Mainzer Bistumsstelle den Fokus der Friedensarbeit ab 1984 verst\u00e4rkt auf die Vers\u00f6hnungsarbeit, insbesondere mit den Staaten des Ostblocks.<a href=\"#_ftn134\" name=\"_ftnref134\">[134]<\/a> Die Bistumsstelle nahm Kontakt mit verschiedenen Friedensgruppen der DDR auf, empfing polnische Pilgergruppen und entsandte ihrerseits Pilger in die Sowjetunion.<a href=\"#_ftn135\" name=\"_ftnref135\">[135]<\/a> Au\u00dferdem war man bestrebt, die bestehende Friedensarbeit im Bistum st\u00e4rker zu vernetzen. Daher richtete die Di\u00f6zese Mainz zusammen mit Pax Christi im Oktober 1984 ein Friedensb\u00fcro mit einem Vollzeitangestellten ein, um die ehrenamtlichen Pax-Christi-Mitarbeiter zu entlasten.<a href=\"#_ftn136\" name=\"_ftnref136\">[136]<\/a><\/p>\n<p>Die Pax-Christi-Bistumsstelle Mainz engagierte sich \u00fcber die Bistumsgrenzen hinaus im Stationierungsgebiet der Marschflugk\u00f6rper, dem Hunsr\u00fcck. Im November 1986 l\u00f6ste Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe und ausgebildeter Friedensarbeiter, Christian Wilhelm als Vorsitzenden von Pax Christi im Bistum Mainz ab. Im selben Jahr zog er mit seiner Frau in den Hunsr\u00fcck, um die dortige Friedensbewegung vor Ort zu unterst\u00fctzen. Ronnefeldt und andere Mitglieder von Pax Christi halfen bei der Vorbereitung des \u00f6kumenischen Friedensgebets, das jeden Sonntag vor der amerikanischen Raketenstation \u201ePydna\u201c gehalten wurde. Dabei arbeiteten sie eng mit dem Pfarrer-Ehepaar Dahl zusammen. Einzelne Pax-Christi-Mitglieder, unter ihnen Clemens Ronnefeldt, beteiligten sich auch an \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c im Hunsr\u00fcck.<a href=\"#_ftn137\" name=\"_ftnref137\">[137]<\/a><\/p>\n<p>Nach Aussage Clemens Ronnefeldts ebbte das Engagement von Pax Christi in der Friedensbewegung mit dem INF-Abkommen ab.<a href=\"#_ftn138\" name=\"_ftnref138\">[138]<\/a> Diese Entwicklung l\u00e4sst sich anhand der Mitgliederzahlen von Pax Christi im Bistum Mainz belegen. Nach dem Abschluss des INF-Vertrags stagnierten die Mitgliederzahlen zum ersten Mal seit 1980. Zu Beginn des Jahres 1989 z\u00e4hlte man in der Di\u00f6zese wie Ende 1987 rund 300 Pax-Christi-Mitglieder.<a href=\"#_ftn139\" name=\"_ftnref139\">[139]<\/a> Die weiterhin Aktiven wandten sich anderen Aufgaben zu. Neue Themen wurden die Konversionsfrage &#8211; was sollte mit den Liegenschaften werden, die nicht mehr milit\u00e4risch gebraucht wurden &#8211; oder der 2. Golfkrieg im Jahr 1990. So gr\u00fcndete Clemens Ronnefeldt beispielsweise als Pax-Christi-Vorsitzender zusammen mit drei anderen Personen die Initiative \u201eFrieden am Golf\u201c und flog im November 1990 im Rahmen einer Friedensdelegation nach Bagdad.<a href=\"#_ftn140\" name=\"_ftnref140\">[140]<\/a> Das Engagement ging in anderen Bereichen weiter; der Schub, den die Nachr\u00fcstungsdebatte Pax Christi verliehen hatte, konnte aber nicht ganz beibehalten werden: Heute existieren im Bistum Mainz acht Pax-Christi-Basisgruppen.<a href=\"#_ftn141\" name=\"_ftnref141\">[141]<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847541\"><\/a>3.3.2 Die \u201eGraswurzelbewegung\u201c am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) in Trier<\/h3>\n<p>Ein Beispiel, an dem sich die \u201eGraswurzelbewegung\u201c in Rheinland-Pfalz beschreiben l\u00e4sst, ist die Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (AGF) in Trier. Im Jahr 1982 war die AGF nach Angaben der Berliner \u201eTageszeitung\u201c eine von \u201e\u00fcber 30 Friedensgruppen im Raum Trier-Eifel<a href=\"#_ftn142\" name=\"_ftnref142\">[142]<\/a>\u201c. Gegr\u00fcndet wurde die AGF am 12. M\u00e4rz 1979, noch neun Monate vor dem NATO-Doppelbeschluss. Die Gr\u00fcndung ging zur\u00fcck auf die \u201eErsten Trierer Friedenswochen\u201c, die nach dem Vorbild der Friedenswochen in den Niederlanden vom 24. Oktober bis zum 30. Dezember 1978 unter dem Motto \u201eDen Frieden erm\u00f6glichen\u201c stattgefunden hatten und auf gro\u00dfe Resonanz gesto\u00dfen waren. Etwa 6.500 Besucher hatten sich die insgesamt 24 Veranstaltungen von 15 Veranstaltern, wie amnesty international, dem Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) der Universit\u00e4t Trier, der Volkshochschule Trier und zahlreichen christlichen Einrichtungen, angesehen. Aufgrund des bei den Friedenswochen erkannten Interesses der Trierer Bev\u00f6lkerung an Veranstaltungen zum Thema Frieden gr\u00fcndete eine kleine Gruppe um Klaus Jensen, der schon die Trierer Friedenswochen ins Leben gerufen hatte, am 12. M\u00e4rz 1979 die Arbeitsgemeinschaft Frieden. Jensen, damals Sozialplaner im Trierer Rathaus und seit 1. April 2007 Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Trier, wurde zum ersten Vorstandssprecher der AGF gew\u00e4hlt. Die AGF gliederte sich in vier Arbeitskreise: Dritte Welt, Friedensdienste, Friedensp\u00e4dagogik und Friedenspolitik mit Aufr\u00fcstung als Schwerpunktthema (neben dem Nahost-Konflikt). F\u00fcr den Bereich \u201eEngagement gegen (atomare) Aufr\u00fcstung und regionale Milit\u00e4ranalyse\u201c war der Politikwissenschaftler Thomas Zuche zust\u00e4ndig.<a href=\"#_ftn143\" name=\"_ftnref143\">[143]<\/a><\/p>\n<p>Die AGF gr\u00fcndete sich als \u201eein Zusammenschlu\u00df von Einzelmitgliedern und Organisationen, die aktiv zu einem Frieden beitragen wollen, der mehr ist als die Abwesenheit von Krieg\u201c<a href=\"#_ftn144\" name=\"_ftnref144\">[144]<\/a>. Zudem bekannte sie sich zum Prinzip der parteipolitischen Unabh\u00e4ngigkeit, der \u00dcberkonfessionalit\u00e4t und der Gemeinn\u00fctzigkeit. Parteien waren daher auch nie Mitglied in der AGF. Pers\u00f6nliche Parteimitgliedschaften waren gleichwohl kein Ausschlusskriterium. So traten vor allem SPD-Mitglieder und Gr\u00fcne, aber auch einige wenige CDU-Mitglieder der AGF bei.<a href=\"#_ftn145\" name=\"_ftnref145\">[145]<\/a> Mitglieder kommunistischer Parteien, wie der DKP oder der DFU, erwarben nach Aussage Zuches nie eine Mitgliedschaft: \u201eSie verloren aufgrund der \u00fcberparteilichen Ausrichtung fr\u00fch das Interesse an der AGF.\u201c<a href=\"#_ftn146\" name=\"_ftnref146\">[146]<\/a> Politische Parteien und Gruppen aus dem linken Trierer Spektrum organisierten sich stattdessen in der Trierer Friedenskoordination, die Anfang der 1980er Jahre gegr\u00fcndet worden war, aber mit dem Beginn der Stationierung von Pershing II und Marschflugk\u00f6rper in Deutschland zerfiel.<a href=\"#_ftn147\" name=\"_ftnref147\">[147]<\/a> Im Laufe der Zeit professionalisierte sich die Arbeit der AGF. Im Jahr 1982 er\u00f6ffnete der Verein ein Friedenszentrum in der Trierer Innenstadt, wo man sich fortan traf, und stellte einen hauptamtlichen Friedensarbeiter ein. Hinzu kamen 1987 eine Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme im Bereich Friedenserziehung und 1988 eine Referentenstelle f\u00fcr Menschenrechtsarbeit.<a href=\"#_ftn148\" name=\"_ftnref148\">[148]<\/a> Ihr Engagement finanzierte die AGF aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen und Spenden. Sie nahm nach Angaben von Thomas Zuche zu keiner Zeit Spenden von Parteien an, um eine politische Einflussnahme auszuschlie\u00dfen.<a href=\"#_ftn149\" name=\"_ftnref149\">[149]<\/a><\/p>\n<p>Christliche Gruppen waren von Beginn an in der AGF vertreten. Unter anderem traten die Katholische Akademie, die Katholische Jugendzentrale und die Katholische Hochschulgemeinde bei. Katholische Gruppen blieben auch in der Folge im Verh\u00e4ltnis zu protestantischen Gruppen st\u00e4rker repr\u00e4sentiert. Dies kann auf die generelle numerische \u00dcberlegenheit der Katholiken in Trier zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Die AGF hatte aufgrund der gro\u00dfen Beteiligung christlicher Gruppen fr\u00fch den Ruf, eine kirchennahe Gruppe zu sein. Hinzu kam, dass man sich zu Beginn h\u00e4ufig im \u201eHaus Fetzenreich\u201c, in dem die Katholische Jugendzentrale und die Katholische Hochschulgemeinde beheimatet waren, traf. Dem Ruf der Kirchenn\u00e4he widerspricht Thomas Zuche jedoch mit Verweis auf die \u00fcberkonfessionelle Ausrichtung der AGF.<a href=\"#_ftn150\" name=\"_ftnref150\">[150]<\/a> Gleichwohl wollte sich die AGF nicht nur im linken Spektrum angesiedelt wissen. \u201eDie AGF wollte sich immer zur Mehrheitsgesellschaft, zu b\u00fcrgerlichen Kreisen hin \u00f6ffnen.\u201c<a href=\"#_ftn151\" name=\"_ftnref151\">[151]<\/a> Dies brachten schon die Gru\u00dfworte des Trierer Bischofs, eines evangelischen Pfarrers und des Trierer Oberb\u00fcrgermeisters in der Veranstaltungsschrift zu den \u201eErsten Trierer Friedenswochen\u201c zum Ausdruck.<a href=\"#_ftn152\" name=\"_ftnref152\">[152]<\/a><\/p>\n<p>Wie die meisten Graswurzelbewegungen war die AGF vor allem lokal oder h\u00f6chstens regional t\u00e4tig. Sie wollte \u201eglobale Themen regional verorten\u201c.<a href=\"#_ftn153\" name=\"_ftnref153\">[153]<\/a> Daraus ergaben sich Vor- und Nachteile: Zum einen erfreute sich die AGF gro\u00dfer lokaler Popularit\u00e4t und arbeitete eng mit anderen regionalen Friedensgruppen aus Bitburg oder dem Hunsr\u00fcck zusammen. Zum anderen war die Arbeit der AGF aber regional beschr\u00e4nkt; \u00fcberregionale Kontakte gab es, abgesehen von einer Fahrt nach Mutlangen, so gut wie keine. An Aktionskonferenzen der Friedensbewegung beteiligte man sich nicht.<a href=\"#_ftn154\" name=\"_ftnref154\">[154]<\/a><\/p>\n<p>Ihren Protest richtete die AGF gegen die Aufr\u00fcstungspolitik beider Bl\u00f6cke; in einer Stellungnahme zum Nachr\u00fcstungsbeschluss hei\u00dft es: \u201eDie Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. verurteilt gleicherma\u00dfen die beiderseitige Aufr\u00fcstung in Ost und West, die schon jetzt zu einer lebensbedrohlichen Erh\u00f6hung der Kriegswahrscheinlichkeit gef\u00fchrt hat.\u201c<a href=\"#_ftn155\" name=\"_ftnref155\">[155]<\/a> Sie konzentrierte sich allerdings st\u00e4rker auf die R\u00fcstungspolitik des Westens, da sie sich mehr Erfolg von einer Einflussnahme auf die eigene Regierung versprach.<a href=\"#_ftn156\" name=\"_ftnref156\">[156]<\/a> Die AGF verstand sich nicht als reine Protestgruppe, sondern versuchte Alternativen zur aktuellen R\u00fcstungspolitik aufzuzeigen. So organisierte man gemeinsam mit Pax Christi Trier im Januar und Februar 1982 eine Veranstaltungsreihe zum Thema \u201eWege aus der Gefahr\u201c, in der Experten wie Generalmajor Vollmer alternative milit\u00e4rische Konzepte wie das der Defensivverteidigung pr\u00e4sentierten.<a href=\"#_ftn157\" name=\"_ftnref157\">[157]<\/a> Von November 1984 bis Januar 1985 wurden in einer Vortragsreihe \u201eAlternative Sicherheitskonzepte\u201c vorgestellt, unter anderem die Idee atomwaffenfreier Zonen.<a href=\"#_ftn158\" name=\"_ftnref158\">[158]<\/a><\/p>\n<p>Die Formen des Protests, welche die AGF w\u00e4hlte, sind beispielhaft f\u00fcr die Friedensbewegung der 1980er Jahre in der Bundesrepublik. Zun\u00e4chst gab es drei Schwerpunkte: Informationen \u00fcber die Stationierungsorte der Atomraketen zu beschaffen, diese an die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung weiterzugeben und mit Friedensgruppen aus anderen Orten zusammen Aktionen zur Verhinderung der Stationierung zu veranstalten. Um die Bundesregierung zur Preisgabe der Stationierungsorte zu bewegen, hielt die AGF gemeinsam mit der Friedensinitiative Bitburg im November 1982 eine einw\u00f6chige Mahnwache vor dem Bundesverteidigungsministerium in Bonn ab, die ein bundesweites Medienecho fand.<a href=\"#_ftn159\" name=\"_ftnref159\">[159]<\/a> Zum Zweck der B\u00fcrgerinformation wurde im Oktober 1982 vom \u201eAK Alternative Sicherheitskonzepte\u201c eine eigene Zeitschrift mit dem Titel \u201eFriedensforum\u201c herausgegeben, die Artikel wie beispielsweise \u201eNull-L\u00f6sung ohne Chance\u201c enthielt und sich mit der Notwendigkeit einer block\u00fcbergreifenden Friedensbewegung (\u201ePolen und die Sowjetunion\u201c) besch\u00e4ftigte. Das \u201eFriedensforum\u201c erschien insgesamt noch zweimal (im Februar 1983 und im Oktober 1983) zum Preis von 30 Pfennig.<a href=\"#_ftn160\" name=\"_ftnref160\">[160]<\/a> Mit anderen Friedensgruppen aus der Eifel ver\u00f6ffentlichte man im April 1983 eine Zeitschrift mit dem Titel \u201eWaffeneifel\u201c, die Milit\u00e4r- und Atomanlagen in der Region auflistete und sich mit \u201eKernenergie und Verteidigung\u201c, \u201eTiefflug\u201c und \u201eGefahren der Atomwaffenlagerung\u201c auseinander setzte.<a href=\"#_ftn161\" name=\"_ftnref161\">[161]<\/a><\/p>\n<p>Die erste \u00f6ffentliche Veranstaltung der AGF fand noch vor dem NATO-Doppelbeschluss statt; an dem Empfang eines Atombombenopfers aus Hiroshima am 6. August 1979 aus Anlass des \u201eHiroshima-Tages\u201c nahmen 150 Menschen teil.<a href=\"#_ftn162\" name=\"_ftnref162\">[162]<\/a> Der NATO-Doppelbeschluss bescherte der AGF dann gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit und mehr Zulauf aus der Trierer Bev\u00f6lkerung. So mietete die AGF zehn 50-Personen-Busse, um zur ersten Gro\u00dfdemonstration der Friedensbewegung am 10. Oktober 1981 in Bonn zu fahren. In der Folgezeit organisierte die AGF regelm\u00e4\u00dfig Demonstrationen und Osterm\u00e4rsche zusammen mit anderen lokalen Friedensorganisationen, vor allem mit der Friedensinitiative Bitburg. Beim Ostermarsch f\u00fcr Abr\u00fcstung 1982 in Bitburg mit Klaus Jensen als Hauptredner beteiligten sich bereits 1.000 Menschen. <a href=\"#_ftn163\" name=\"_ftnref163\">[163]<\/a> Einen zus\u00e4tzlichen Schub verlieh der Trierer Friedensbewegung die \u2013 wie sich sp\u00e4ter herausstellte \u2013 falsche Meldung im \u201eStern\u201c vom 10. September 1982, alle 96 Marschflugk\u00f6rper w\u00fcrden im 31 km entfernten Bitburg stationiert.<a href=\"#_ftn164\" name=\"_ftnref164\">[164]<\/a> An der folgenden Friedensdemonstration, die im November 1982 in Bitburg stattfand, nahmen 1.500 B\u00fcrger teil, und zum Ostermarsch 1983 in Bitburg versammelten sich rund 2.000 Menschen unter dem Motto \u201eKeine Atomraketen in Bitburg und anderswo!\u201c.<a href=\"#_ftn165\" name=\"_ftnref165\">[165]<\/a> Auch der \u201eArbeitskreis Atomr\u00fcstung\u201c, der im M\u00e4rz 1981 von Thomas Zuche initiiert worden war, stie\u00df mit mehr als 40 Mitarbeitern auf gro\u00dfe Resonanz, sodass 1982 ein zus\u00e4tzlicher \u201eArbeitskreis Alternative Sicherheitskonzepte\u201c ins Leben gerufen wurde, der bis 1984 Bestand hatte.<a href=\"#_ftn166\" name=\"_ftnref166\">[166]<\/a><\/p>\n<p>Im Vorfeld des Stationierungsbeschlusses durch den Bundestag ging die AGF, wie die Friedensbewegung in Deutschland generell, zu drastischeren Protestma\u00dfnahmen gegen die Nachr\u00fcstung \u00fcber. Zun\u00e4chst bereitete man sich in einem Friedenscamp vom 5. August bis 10. September 1983 in Mauel bei Bitburg auf den \u201ehei\u00dfen Herbst\u201c vor. Dort kamen Menschen aus dem Saarland, der Eifel und dem Ruhrgebiet zusammen, die \u201eder Latschdemos \u00fcberdr\u00fcssig waren\u201c,<a href=\"#_ftn167\" name=\"_ftnref167\">[167]<\/a> um sich in gewaltfreien Aktionen trainieren zu lassen. Zudem schlossen sich 13 Aktive der AGF am 6. August der internationalen Aktion \u201eFasten f\u00fcr das Leben\u201c an;<a href=\"#_ftn168\" name=\"_ftnref168\">[168]<\/a> sie wollten 572 Stunden \u2013 eine Stunde f\u00fcr jede Pershing II und jeden Marschflugk\u00f6rper, die laut NATO-Doppelbeschluss stationiert werden sollten \u2013 ohne Nahrung verbringen.<a href=\"#_ftn169\" name=\"_ftnref169\">[169]<\/a> Am 2. und 3. September fand eine gewaltfreie Blockadeaktion an der US-Air Base Bitburg statt, an der sich insgesamt 800 Menschen, am zweiten Tag auch prominente Friedensaktivisten wie Petra Kelly und Gert Bastian, beteiligten. Die AGF war dabei mit vielen Teilnehmern vertreten, rief aber im Vorfeld nicht zur Teilnahme auf, da die Beteiligung an einer Blockade \u201eauch angesichts m\u00f6glicher strafrechtlicher Folgen individuell verantwortet werden muss\u201c.<a href=\"#_ftn170\" name=\"_ftnref170\">[170]<\/a> Tats\u00e4chlich wurden im Sommer 1984 Strafbefehle an \u00fcber 260 Blockierer verschickt.<a href=\"#_ftn171\" name=\"_ftnref171\">[171]<\/a><\/p>\n<p>Der Beschluss des Bundestages zur Stationierung der Pershing II und der Marschflugk\u00f6rper am 22. November 1983 bedeutete f\u00fcr die AGF dann einen \u201eSchock, aber keinen Einbruch\u201c.<a href=\"#_ftn172\" name=\"_ftnref172\">[172]<\/a> Das Engagement ging weiter, unter anderem in Form einer Beteiligung am Trierer Rosenmontagszug 1986 und eines \u201eAktionstags gegen Militarisierung\u201c an der Porta Nigra im Oktober 1986, an dem mit einer Dia-Show \u00fcber die R\u00fcstungssituation in Rheinland-Pfalz aufgekl\u00e4rt wurde. Au\u00dferdem rief die AGF zur Teilnahme an der Gro\u00dfdemonstration in Hasselbach am 11. Oktober 1986 auf und organisierte Busse f\u00fcr die Anreise.<a href=\"#_ftn173\" name=\"_ftnref173\">[173]<\/a><\/p>\n<p>Mit dem Beginn der Entspannungspolitik zwischen den beiden Bl\u00f6cken nahm das Engagement in der AGF ab oder verlagerte sich hin zu anderen Themen. Der \u201eAK Abr\u00fcstung\u201c wurde 1988 in \u201eAK Ost-West-Dialog\u201c umbenannt und eine Zusammenarbeit mit dem Denstedter Friedenskreis und dem Weimarer Mittwochs-Kreis aufgenommen. Im selben Jahr wurde ein Arbeitskreis zum Thema \u201eR\u00fcstungskonversion\u201c gegr\u00fcndet, der Ideen zur zivilen Umwandlung milit\u00e4rischer Strukturen erarbeiten sollte.<a href=\"#_ftn174\" name=\"_ftnref174\">[174]<\/a> Die Mitgliederzahl sank von 450 in der Hochphase der AGF in den 1980er Jahren bis heute auf 250.<a href=\"#_ftn175\" name=\"_ftnref175\">[175]<\/a> Der Grund daf\u00fcr, dass die AGF heute noch immer besteht und nicht mit dem Beginn der Abr\u00fcstung verschwand, liegt in ihrer Konzeption: Die AGF war keine Ein-Punkt-Bewegung, das Engagement gegen die Stationierung von Atomwaffen immer nur ein Teil ihrer Arbeit. Dennoch konnte kein Thema so viele B\u00fcrger zur Mitarbeit in der A<a name=\"_Toc209847542\"><\/a>GF bewegen wie die Nachr\u00fcstung.<\/p>\n<h3>3.3.3 Das KOFAZ-Spektrum<\/h3>\n<p>Das KOFAZ-Spektrum war in Rheinland-Pfalz durch die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und DKP-Vorfeldorganisationen wie die Deutsche Friedensunion (DFU) vertreten. F\u00fcr die vorliegende Arbeit an Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der DKP innerhalb der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz zu gelangen, gestaltete sich schwierig.<a href=\"#_ftn176\" name=\"_ftnref176\">[176]<\/a> Da es nicht m\u00f6glich war, Zugang zu Archivmaterial der DKP Rheinland-Pfalz zu bekommen, musste auf andere Quellen zur\u00fcckgegriffen werden.<\/p>\n<p>DKP-Funktion\u00e4re arbeiteten in Rheinland-Pfalz, ebenso wie auf Bundesebene, stark in anderen Organisationen mit. Die DKP musste sich zwangsl\u00e4ufig auf die Arbeit in sogenannten Vorfeldorganisationen verlegen, da sie bei Wahlen nur wenig Zuspruch fand; sie versuchte daher, durch finanzielle Zuwendungen und die Mitarbeit ihrer Mitglieder in anderen Organisationen an Einfluss zu gewinnen und so ihre politischen Ziele zu verfolgen.<a href=\"#_ftn177\" name=\"_ftnref177\">[177]<\/a> Rheinland-pf\u00e4lzische DKP-Funktion\u00e4re waren im Ostermarschkreis Rheinland-Pfalz, dem Wahlb\u00fcndnis \u201eFriedensliste\u201c und der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) t\u00e4tig. Das Hauptaugenmerk der DKP lag dabei auf der Organisation von Aktionen der Friedensbewegung, beispielsweise von Osterm\u00e4rschen oder Demonstrationen, und auf der Ver\u00f6ffentlichung von Publikationen zur NATO-Nachr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Die Kritik der DKP Rheinland-Pfalz bezog sich ausschlie\u00dflich auf die Amerikaner, denen die DKP die Hauptschuld am weltweiten Aufr\u00fcstungsmarathon gab.<a href=\"#_ftn178\" name=\"_ftnref178\">[178]<\/a> Damit unterschied sich die DKP von anderen Gruppen des KOFAZ-Spektrums in Rheinland-Pfalz. Die Forderungen der DKP Rheinland-Pfalz konzentrierten sich auf die Offenlegung aller Stationierungsorte, die Verhinderung der Nachr\u00fcstung und den Abzug aller Atomwaffen aus Rheinland-Pfalz.<a href=\"#_ftn179\" name=\"_ftnref179\">[179]<\/a><\/p>\n<p>Daher waren Funktion\u00e4re aus Organisationen, die der DKP nahe standen, im Ostermarschkreis aktiv. Zu ihnen z\u00e4hlten unter anderem Marlies Schl\u00e4ger, die Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der DFU Rheinland-Pfalz, die DFG-VK-Landesvorsitzende Ulrike Julius und Fee Strieffler vom KOFAZ.<a href=\"#_ftn180\" name=\"_ftnref180\">[180]<\/a> Der Ostermarschkreis organisierte zusammen mit anderen rheinland-pf\u00e4lzischen Friedensgruppen die j\u00e4hrlichen Osterm\u00e4rsche, an denen in den 1980er Jahren Tausende Menschen gegen die Nachr\u00fcstung demonstrierten. Aufgrund der starken Beteiligung von Funktion\u00e4ren aus dem KOFAZ-Spektrum im Ostermarschkreis kursierte innerhalb der Friedensbewegung das Ger\u00fccht, das Ostermarsch-B\u00fcro, welches in den 1980er Jahren in Mainz existierte, sei DKP-unterwandert.<a href=\"#_ftn181\" name=\"_ftnref181\">[181]<\/a> Jedoch waren auch Mitglieder der Gr\u00fcnen, der Jungsozialisten und der DGB-Jugend sowie die evangelischen Pfarrer Horst Symanowski und Christa Springe im Ostermarschkreis vertreten.<a href=\"#_ftn182\" name=\"_ftnref182\">[182]<\/a><\/p>\n<p>Ein Beleg f\u00fcr Publikationen der DKP durch eine andere Organisation findet sich am Beispiel der \u201eFriedensliste\u201c. Die \u201eFriedensliste\u201c, ein 1984 von Parteien und Personen aus dem linkspolitischen Spektrum gegr\u00fcndetes Wahlb\u00fcndnis mit Sitz in Bonn,<a href=\"#_ftn183\" name=\"_ftnref183\">[183]<\/a> unterhielt einen Landessprecherkreis in Rheinland-Pfalz, dem DKP-Funktion\u00e4re angeh\u00f6rten. Die \u201eFriedensliste\u201c ver\u00f6ffentlichte im August 1986 eine Informationsschrift mit dem Titel \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO. Bedrohungskarte f\u00fcr jeden Kreis\u201c, in dem die Milit\u00e4rstandorte in jedem Landkreis in Rheinland-Pfalz aufgelistet waren.<a href=\"#_ftn184\" name=\"_ftnref184\">[184]<\/a> Eine nahezu identische Publikation mit dem selben Titel war drei Jahre zuvor, im April 1983, vom Bezirksvorstand Rheinland-Pfalz der DKP herausgegeben worden.<a href=\"#_ftn185\" name=\"_ftnref185\">[185]<\/a> Diese erste Ver\u00f6ffentlichung war um neue Informationen \u00fcber Giftgas oder US-Wohnungsprogramme in Rheinland-Pfalz erweitert worden; die Forderungen der DKP zur einseitigen Abr\u00fcstung in Westdeutschland und Abr\u00fcstungsvorschl\u00e4ge der Sowjetunion an die USA waren gestrichen worden. F\u00fcr beide Publikationen zeichnete Wolfgang Bartels, der im DKP-Bezirksvorstand von Rheinland-Pfalz sa\u00df und dem Landessprecherkreis der \u201eFriedensliste\u201c angeh\u00f6rte, verantwortlich.<a href=\"#_ftn186\" name=\"_ftnref186\">[186]<\/a><\/p>\n<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) wird von Thomas Leif auf Bundesebene \u201enicht unbedingt immer, aber halbwegs doch\u201c<a href=\"#_ftn187\" name=\"_ftnref187\">[187]<\/a> dem KOFAZ-Spektrum zugerechnet. Diese Einsch\u00e4tzung muss f\u00fcr Rheinland-Pfalz weiter differenziert werden. Dies liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung und Ausrichtung der Landesverb\u00e4nde und Ortsgruppen. Die DFG-VK ist eine sehr pluralistische Organisation und bezeichnet sich selbst als \u201eBindeglied zwischen den unterschiedlichen Str\u00f6mungen in der deutschen Friedensbewegung\u201c.<a href=\"#_ftn188\" name=\"_ftnref188\">[188]<\/a> Aufgrund der Tatsache, dass in der DFG-VK unterschiedliche politische Str\u00f6mungen vertreten waren, wurden viele Konflikte der Friedensbewegung auch innerhalb der DFG-VK ausgetragen.<a href=\"#_ftn189\" name=\"_ftnref189\">[189]<\/a> Ihre Landesverb\u00e4nde und Ortsgruppen arbeiteten weitgehend autonom. Neben dem Landesverband, ans\u00e4ssig in Bad Kreuznach, existierten innerhalb von Rheinland-Pfalz Ortsgruppen in Mainz, Bad Kreuznach, Trier und f\u00fcr die Region Ahr-Rhein-Eifel.<a href=\"#_ftn190\" name=\"_ftnref190\">[190]<\/a><\/p>\n<p>Beim Bundesverband der DFG-VK bestand nicht nur eine ideologische N\u00e4he zur DKP, es gab auch eine aktive Einflussnahme: Wie im Fr\u00fchjahr 1990 bekannt wurde, erhielt die DFG-VK jahrelang von der DKP finanzielle Zuwendungen.<a href=\"#_ftn191\" name=\"_ftnref191\">[191]<\/a> Mit diesem Geld waren Publikationen, die im DKP-Interesse lagen, finanziert und von der DFG-VK ver\u00f6ffentlicht worden.<a href=\"#_ftn192\" name=\"_ftnref192\">[192]<\/a> Dies geschah laut Aussage der DFG-VK \u201eohne Wissen des \u00fcberwiegenden Teils der Verbandsgremien\u201c und \u201eohne dass die Organisation (&#8230;) finanziell oder ideologisch abh\u00e4ngig gewesen w\u00e4re\u201c.<a href=\"#_ftn193\" name=\"_ftnref193\">[193]<\/a> Der Landesverband Rheinland-Pfalz erhielt, nach Angaben der Ortsgruppe Mainz, im Gegensatz zu anderen Landesverb\u00e4nden keine finanziellen Zuwendungen von der DKP.<a href=\"#_ftn194\" name=\"_ftnref194\">[194]<\/a><\/p>\n<p>Die Mainzer Gruppe lag, laut Aussage eines Aktiven der DFG-VK Mainz, nicht auf der Linie der DKP; es gab keine DKP-Mitglieder innerhalb der DFG-VK Mainz.<a href=\"#_ftn195\" name=\"_ftnref195\">[195]<\/a> Die plausible Erkl\u00e4rung: Etwa die H\u00e4lfte der Mainzer Aktiven stammte aus der DDR und hatte kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit kommunistischen Gruppen.<a href=\"#_ftn196\" name=\"_ftnref196\">[196]<\/a> In anderen DFG-VK-Ortsgruppen hingegen, beispielsweise innerhalb der Bad Kreuznacher Gruppe, waren DKP-Funktion\u00e4re vertreten;<a href=\"#_ftn197\" name=\"_ftnref197\">[197]<\/a><\/p>\n<p>Belege f\u00fcr die Distanz der Mainzer Ortsgruppe zur DKP und zu deren Politik, keine Kritik an den Staaten des Ostblocks zu \u00fcben, finden sich im \u201eFriedlicht\u201c, dem Informationsblatt der DFG-VK Mainz. Darin berichteten die Mainzer Aktivisten \u00fcber Friedensgruppen in der DDR, zu denen sie pers\u00f6nliche Kontakte unterhielten.<a href=\"#_ftn198\" name=\"_ftnref198\">[198]<\/a> Zudem bot das \u201eFriedlicht\u201c dem Friedensaktivisten und DDR-Dissidenten Achim D\u00f6mel, der sich nach seiner Ausreise in Mainz niederlie\u00df, in einem Interview Raum f\u00fcr Kritik am Umgang der DDR-F\u00fchrung mit der dortigen Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn199\" name=\"_ftnref199\">[199]<\/a> In weiteren Artikeln verurteilte die DFG-VK Mainz die Verh\u00e4ngung des Ausnahmezustands in Polen 1981 und forderte beiderseitige Abr\u00fcstung in Ost und West.<a href=\"#_ftn200\" name=\"_ftnref200\">[200]<\/a><\/p>\n<p>Bei ihrem Engagement gegen die Nachr\u00fcstung und f\u00fcr ein atomwaffenfreies Europa nutzte die DFG-VK Mainz verschiedene Aktionsformen: Sie nahm an den Mainzer Friedenswochen teil, auf denen sie unter anderem zusammen mit den Jungsozialisten eine Podiumsdiskussion zum NATO-Doppelbeschluss veranstaltete.<a href=\"#_ftn201\" name=\"_ftnref201\">[201]<\/a> Bei Demonstrationen der Friedensbewegung in Bonn und in Hasselbach liefen Aktive der DFG-VK mit;<a href=\"#_ftn202\" name=\"_ftnref202\">[202]<\/a> einzelne Mitglieder beteiligten sich zudem an \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c, wie der Blockade eines atombombensicheren Bunkers der NATO in Kindsbach bei Ramstein am 2. Juni 1981.<a href=\"#_ftn203\" name=\"_ftnref203\">[203]<\/a><\/p>\n<p>Der zweite Arbeitsschwerpunkt der DFG-VK, neben der Zur\u00fccknahme der Nachr\u00fcstung, bestand in der \u201eKampagne zur massenhaften Kriegsdienstverweigerung\u201c<a href=\"#_ftn204\" name=\"_ftnref204\">[204]<\/a>. Der Kriegsdienstverweigerung in der Bundesrepublik und in anderen L\u00e4ndern wie der DDR und Griechenland widmete sich das \u201eFriedlicht\u201c in mehreren Ausgaben.<a href=\"#_ftn205\" name=\"_ftnref205\">[205]<\/a> Auch bei Veranstaltungen der Friedensbewegung thematisierte die DFG-VK Mainz die Totalverweigerung, beispielsweise durch eine \u201eScheinverhandlung\u201c gegen einen Kriegsdienstverweigerer.<a href=\"#_ftn206\" name=\"_ftnref206\">[206]<\/a> Das Ziel der DFG-VK war es, das Thema Kriegsdienstverweigerung \u201ezum Anliegen der gesamten Friedensbewegung\u201c<a href=\"#_ftn207\" name=\"_ftnref207\">[207]<\/a> zu machen. Dies gelang ihr nach eigenem Bekunden in Rheinland-Pfalz ebenso wenig wie auf Bundesebene.<a href=\"#_ftn208\" name=\"_ftnref208\">[208]<\/a> F\u00fcr das Recht auf Totalverweigerung fand sich kein breites B\u00fcndnis wie gegen die Nachr\u00fcstung; das Thema, mit dem sich die DFG-VK von anderen Friedensgruppen h\u00e4tte abheben k\u00f6nnen, ging im Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss unter. Daher \u201ezeigte die DFG-VK in der breiten Anti-Raketenbewegung (&#8230;) wenig eigenst\u00e4ndiges Profil\u201c<a href=\"#_ftn209\" name=\"_ftnref209\">[209]<\/a>.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h3><a name=\"_Toc209847543\"><\/a>3.3.4 Die Sozialdemokraten<\/h3>\n<p>Das Spektrum der Sozialdemokraten wurde in Rheinland-Pfalz durch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) repr\u00e4sentiert. Hinzu kamen die jeweiligen Jugendorganisationen der Jungsozialisten (Jusos) und der DGB-Jugend.<\/p>\n<p>Die rheinland-pf\u00e4lzische SPD hatte ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis zur Friedensbewegung. Das Dilemma, in dem die SPD steckte, war in Rheinland-Pfalz als dem Bundesland mit der gr\u00f6\u00dften NATO-Milit\u00e4rpr\u00e4senz und dem Stationierungsort aller 96 Marschflugk\u00f6rper in der Bundesrepublik besonders ausgepr\u00e4gt: Einerseits hatte eine SPD-Regierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt den NATO-Doppelbeschluss auf den Weg gebracht, andererseits standen nicht unerhebliche Teile der SPD und ihrer W\u00e4hlerschaft der Nachr\u00fcstung ablehnend gegen\u00fcber. Daher befanden sich viele Genossen in einem Zwiespalt, den Joachim Mertes, heute Landtagspr\u00e4sident von Rheinland-Pfalz, folgenderma\u00dfen charakterisiert: \u201eZum einen unterst\u00fctzte man den von Helmut Schmidt initiierten NATO-Doppelbeschlusses, den man f\u00fcr strategisch richtig hielt, zum anderen hatte man Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Gef\u00fchlslage und die \u00c4ngste der Menschen.\u201c<a href=\"#_ftn210\" name=\"_ftnref210\">[210]<\/a><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Gr\u00fcnen, deren W\u00e4hlerpotential eindeutig in den Kreisen der Nachr\u00fcstungsgegner lag und die sich als Partei der Friedensbewegung anschlossen, gab es zur Position der SPD zum NATO-Doppelbeschluss und zur Friedensbewegung innerparteilich keinen Konsens. Die rheinland-pf\u00e4lzische SPD solidarisierte sich mit Teilen der Friedensbewegung und unterst\u00fctzte deren Anliegen, beispielsweise schloss sich die SPD-Fraktion im rheinland-pf\u00e4lzischen Landtag dem Appell des DGB-Bundesvorstands zur Friedens- und Abr\u00fcstungspolitik, der die Forderung nach einem Verzicht auf die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen in Ost und West enthielt, an.<a href=\"#_ftn211\" name=\"_ftnref211\">[211]<\/a> Eine aktive Mitarbeit des SPD-Landesverbandes in der Friedensbewegung fand nicht statt; die Beteiligung der SPD in der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz bestand im wesentlichen aus dem Engagement der Jungsozialisten und linker Sozialdemokraten. So arbeiteten SPD-Mitglieder in lokalen Friedensinitiativen wie der AGF in Trier (vgl. Kapitel 3.3.2) und in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung (vgl. Kapitel 4.3.2) mit.<\/p>\n<p>Als gegen Mitglieder der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung ein Verfahren wegen \u201esicherheitsgef\u00e4hrdenden Abbildens\u201c eines Bauplans des Stationierungsorts bei Hasselbach eingeleitet wurde, erkl\u00e4rten sich die Jungsozialisten Rheinland-Pfalz und Joachim Mertes, Abgeordneter des Rhein-Hunsr\u00fcck-Kreises, mit den Friedensaktivisten solidarisch. Die Jungsozialisten verurteilten die Ermittlungen als \u201eVersuch der Kriminalisierung der Friedensbewegung durch die Justiz\u201c und f\u00fchrten Solidarit\u00e4tsaktionen wie das \u00f6ffentliche Verteilen des Bauplans durch.<a href=\"#_ftn212\" name=\"_ftnref212\">[212]<\/a> Joachim Mertes warf der Staatsanwaltschaft \u201eUnverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Mittel\u201c vor und verteilte Kopien des Bauplans in seinem B\u00fcrgerb\u00fcro, in einer Sitzung im Simmerner Kreistag und an die SPD-Fraktion im Mainzer Landtag.<a href=\"#_ftn213\" name=\"_ftnref213\">[213]<\/a><\/p>\n<p>Die rheinland-pf\u00e4lzische SPD unterst\u00fctzte Demonstrationen und Osterm\u00e4rsche der Friedenbewegung.<a href=\"#_ftn214\" name=\"_ftnref214\">[214]<\/a> \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c wie Blockaden der NATO-Baustelle in Hasselbach lehnte die SPD-Landtagsfraktion, im Gegensatz zu den Jungsozialisten, die zur Teilnahme an den Blockaden aufriefen, ab.<a href=\"#_ftn215\" name=\"_ftnref215\">[215]<\/a> Der SPD-Landesvorsitzende und Oppositionsf\u00fchrer im Mainzer Landtag, Rudolf Scharping, erkl\u00e4rte, die Friedensbewegung \u201em\u00fcsse ihre Mittel so w\u00e4hlen, dass andere von ihren Zielen \u00fcberzeugt und nicht abgeschreckt w\u00fcrden\u201c.<a href=\"#_ftn216\" name=\"_ftnref216\">[216]<\/a><\/p>\n<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) f\u00e4llt bei Thomas Leifs Darstellung der Gruppen des Koordinationsausschusses unter die Rubrik \u201eSozialdemokraten\u201c. F\u00fcr Rheinland-Pfalz trifft diese Einordnung ebenfalls zu, da der sozialdemokratische Fl\u00fcgel dominant und der christlich-soziale Fl\u00fcgel im rheinland-pf\u00e4lzischen DGB nur schwach vorhanden war.<a href=\"#_ftn217\" name=\"_ftnref217\">[217]<\/a> In der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz nahm der DGB, nicht zuletzt durch seinen Vorsitzenden Julius Lehlbach, eine au\u00dferordentlich gewichtige Rolle ein.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re sicherlich falsch, die Friedensarbeit des rheinland-pf\u00e4lzischen DGB alleine an der Person Julius Lehlbachs festzumachen; dennoch war er eindeutig die tragende Pers\u00f6nlichkeit des DGB-Engagements gegen die Nachr\u00fcstung. Er war von 1965 bis 1986 und damit w\u00e4hrend der Hochphase der Friedensbewegung Landesbezirksvorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz und gab dem Gewerkschaftsprotest gegen die Nachr\u00fcstung ein Gesicht. Lehlbach setzte sich zudem an die Spitze derer, die gegen die Lagerung von Giftgas durch die Amerikaner in der Pfalz aktiv wurden; unter seiner F\u00fchrung reichte der DGB dagegen Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Auch war Lehlbach zur Zeit der Friedensbewegung bereits eine profilierte Pers\u00f6nlichkeit in Rheinland-Pfalz, sein Wort hatte Gewicht. Die generelle Bedeutung des DGB-Landesvorsitzenden l\u00e4sst sich an einem Seitenhieb des ehemaligen Ministerpr\u00e4sidenten von Rheinland-Pfalz, Bernhard Vogel, in Richtung SPD ablesen, der folgenderma\u00dfen \u00fcberliefert wird: \u201eDie eigentliche Opposition im Lande hei\u00dfe sowieso nicht SPD, sondern Julius Lehlbach.\u201c<a href=\"#_ftn218\" name=\"_ftnref218\">[218]<\/a><\/p>\n<p>Um Julius Lehlbachs Leidenschaft, mit der er gegen die Nachr\u00fcstung eintrat, zu verstehen, bedarf es eines Blicks auf seine Biographie. Lehlbach, Jahrgang 1922, diente im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront und \u00fcberlebte den Krieg schwer verwundet unter Verlust seines rechten Beines.<a href=\"#_ftn219\" name=\"_ftnref219\">[219]<\/a> Mit seinem Engagement in der Friedensbewegung wollte er mithelfen, weitere Kriege solchen oder schlimmeren Ausma\u00dfes zu verhindern.<a href=\"#_ftn220\" name=\"_ftnref220\">[220]<\/a> Bereits vor dem NATO-Doppelbeschluss fragte Lehlbach auf der Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September 1979 in Mainz: \u201eWo sind die Parteien und wo ist der Staat, der die Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber aufkl\u00e4rt, dass diese Bundesrepublik atomares Vorfeld in den strategischen Pl\u00e4nen unserer Freunde und unserer potentiellen Gegner ist und welch t\u00f6dliche Konsequenzen dies f\u00fcr uns alle haben muss?\u201c<a href=\"#_ftn221\" name=\"_ftnref221\">[221]<\/a><\/p>\n<p>Nach dem NATO-Doppelbeschluss geh\u00f6rte Lehlbach von Beginn an zu der neu erwachenden Friedensbewegung und war \u00fcber die Landesgrenzen hinaus in Diskussionsrunden und als Redner auf Kundgebungen aktiv. Der Rechtfertigung des Doppelbeschlusses, durch Aufr\u00fcstung g\u00e4be es einen Zuwachs an Arbeitspl\u00e4tzen, widersprach der Gewerkschaftsmann entschieden. Er warnte davor, den \u201eR\u00fcstungsabbau zur Arbeitsmarkt- oder Arbeitsplatzfrage\u201c<a href=\"#_ftn222\" name=\"_ftnref222\">[222]<\/a> zu machen. Stattdessen forderte er, die Gelder, die in die R\u00fcstung investiert w\u00fcrden, f\u00fcr zivile Zwecke zu nutzen und Stellenabbau bei der Abr\u00fcstung durch die Umwandlung von Milit\u00e4rindustrie in zivile Industrie zu verhindern.<a href=\"#_ftn223\" name=\"_ftnref223\">[223]<\/a> Kritik erntete Lehlbach von Seiten des Ministerpr\u00e4sidenten. Bernhard Vogel bezeichnete Lehlbachs Haltung in der Frage von R\u00fcstung und Arbeit als \u201eein wenig schizophren, weil Lehlbach ja der Erste war, der wieder protestiert hat gegen den Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen bei den amerikanischen Streitkr\u00e4ften.\u201c<a href=\"#_ftn224\" name=\"_ftnref224\">[224]<\/a><\/p>\n<p>Unter Lehlbach machte der DGB-Landesbezirk Rheinland-Pfalz den Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss zu einem seiner Hauptthemen. Der allj\u00e4hrliche Antikriegstag am 1. September in Mainz stand in den 1980er Jahren fest im Zeichen der Nachr\u00fcstung. Der Protest des DGB nahm zu, je n\u00e4her die Abstimmung \u00fcber den Doppelbeschluss im Bundestag r\u00fcckte, was sich an der Auswahl der Redner, die neben dem Vorsitzenden Julius Lehlbach auftraten, ablesen l\u00e4sst. 1980 sprach der Mainzer Kulturdezernent und Historiker Anton Maria Keim.<a href=\"#_ftn225\" name=\"_ftnref225\">[225]<\/a> Im Jahr darauf kam mit dem Pr\u00e4sidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Pfarrer Helmut Hild, erneut ein Redner aus dem b\u00fcrgerlichen Milieu zum Antikriegstag, der unter dem Motto \u201eDie Welt braucht Frieden \u2013 den n\u00e4chsten Krieg gewinnt der Tod\u201c stand.<a href=\"#_ftn226\" name=\"_ftnref226\">[226]<\/a> Mit dem Saarbr\u00fccker Oberb\u00fcrgermeister Oskar Lafontaine trat 1982 ein Nachr\u00fcstungskritiker aus dem linken Spektrum der SPD und mit dem Friedensforscher Alfred Mechtersheimer 1983 einer der bundesweit profiliertesten Gegner der Nachr\u00fcstung in Mainz als Redner auf.<a href=\"#_ftn227\" name=\"_ftnref227\">[227]<\/a> Rund 5.000 Menschen nahmen nach Angaben des DGB an der zentralen Veranstaltung des Landesbezirks in Mainz teil; mehr als 9.000 waren es in Rheinland-Pfalz beim Antikriegstag 1983 insgesamt.<a href=\"#_ftn228\" name=\"_ftnref228\">[228]<\/a><\/p>\n<p>Wie viele andere Friedensaktivisten richtete Lehlbach seine Kritik zuerst auf die Politik und an die Politiker des Westens, die er durch provokante Reden zu beeinflussen suchte. Dies f\u00fchrte zu heftigen Protesten von Seiten der CDU. Angesichts der bevorstehenden Abstimmung im Deutschen Bundestag wurde der Ton in Lehlbachs Antikriegstags-Rede 1983 sp\u00fcrbar sch\u00e4rfer. In Richtung der USA formulierte Lehlbach: \u201eDie Amerikaner halten uns offenbar f\u00fcr so eine Art Gladiatorentruppe, die jederzeit bereit ist, f\u00fcr sie zu sterben.\u201c<a href=\"#_ftn229\" name=\"_ftnref229\">[229]<\/a> Der Mainzer CDU-Kreisvorsitzende Johannes Gerster antwortete Lehlbach beim Kreisparteitag daraufhin: \u201eNicht die USA gef\u00e4hrden (&#8230;) unser Leben und unsere Freiheit, sondern der Kommunismus.\u201c<a href=\"#_ftn230\" name=\"_ftnref230\">[230]<\/a> Da Lehlbach Bundeskanzler Helmut Kohl mit den Worten \u201eDem Herrn Dr. Kohl, dem das Wort Patriotismus so leicht \u00fcber die Zunge geht, sei gesagt, dass nicht der ein Patriot ist, der sein Vaterland direkt zur Vernichtung anbietet\u201c<a href=\"#_ftn231\" name=\"_ftnref231\">[231]<\/a> attackierte, weigerte sich der CDU-Kreisverband Ludwigshafen, k\u00fcnftig an Veranstaltungen mit dem DGB-Landesvorsitzenden teilzunehmen.<a href=\"#_ftn232\" name=\"_ftnref232\">[232]<\/a> Die Kritik des CDU-Landtagsabgeordneten Heinz-Georg Diehl, er habe durch seine Rede den Antikriegstag ins Gegenteil verkehrt, wies Lehlbach wiederum unter Verweis auf seine pazifistische Pr\u00e4gung als Versehrter des Zweiten Weltkriegs als \u201einfam\u201c zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn233\" name=\"_ftnref233\">[233]<\/a><\/p>\n<p>In seinen Reden \u00fcbte Lehlbach generell Kritik an der atomaren Hochr\u00fcstung. Gleichwohl kritisierte er die atomare R\u00fcstungspolitik des Ostblocks weniger als die des Westens: Mit der Stationierung der SS-20 habe die Sowjetunion lediglich den Vorwand f\u00fcr die NATO-Nachr\u00fcstung geliefert, so Lehlbach 1983.<a href=\"#_ftn234\" name=\"_ftnref234\">[234]<\/a> Daher musste er sich den Vorwurf von Seiten der CDU gefallen lassen, zu den \u201en\u00fctzlichen Idioten der Sowjetunion\u201c<a href=\"#_ftn235\" name=\"_ftnref235\">[235]<\/a> zu geh\u00f6ren. Diese Anschuldigungen wies Lehlbach entschieden zur\u00fcck: \u201eDies ist der alte Nazi-Jargon, mit dem alle, die gegen den Krieg aufgemuckt haben, als Defaitisten, n\u00fctzliche Idioten oder f\u00fcnfte Kolonne Moskaus denunziert wurden.\u201c<a href=\"#_ftn236\" name=\"_ftnref236\">[236]<\/a><\/p>\n<p>Die Beteiligung des DGB an der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz beschr\u00e4nkte sich nicht auf die Antikriegstage. DGB und DGB-Jugend riefen regelm\u00e4\u00dfig zur Teilnahme an Osterm\u00e4rschen auf und entsandten Redner zu den Kundgebungen. Bei Osterm\u00e4rschen im Hunsr\u00fcck war der DGB-Landesbezirk mit hochrangigen Funktion\u00e4ren beteiligt. In den Jahren 1984 bis 1986 traten die DGB-Landesbezirksjugendsekret\u00e4rin Lilo Rademacher, der Vorsitzende Julius Lehlbach und sein Stellvertreter und Nachfolger Heinz Andersch als Redner auf.<a href=\"#_ftn237\" name=\"_ftnref237\">[237]<\/a><\/p>\n<p>Das positive Votum des Bundestags zur Nachr\u00fcstung bedeutete nicht das Ende des DGB-Engagements. Auch in den folgenden Jahren nahm der DGB-Landesbezirk an Osterm\u00e4rschen teil und forderte auf den j\u00e4hrlichen Antikriegstagen den Abzug der Mittelstreckenraketen.<a href=\"#_ftn238\" name=\"_ftnref238\">[238]<\/a> \u00dcber die Teilnehmerzahlen findet sich kein Nachweis in den Akten des DGB. In einem Brief an Heinz Andersch, der 1986 den Vorsitz des DGB-Landesbezirks von Julius Lehlbach \u00fcbernahm, berichtete die DGB-Jugend lediglich von gestiegenen Teilnehmerzahlen beim rheinland-pf\u00e4lzischen Ostermarsch des Jahres 1986 in Hasselbach.<a href=\"#_ftn239\" name=\"_ftnref239\">[239]<\/a> Auch an der Gro\u00dfdemonstration in Hasselbach im Oktober 1986 war der DGB beteiligt. Heinz Andersch rief als Vorsitzender im Vorfeld alle Gewerkschaftsmitglieder zur Teilnahme auf; als Redner auf der Abschlusskundgebung trat IG-Metall-Vorstandsmitglied Horst Klaus auf.<a href=\"#_ftn240\" name=\"_ftnref240\">[240]<\/a> Bei vielen Aktionen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz fungierte der DGB-Landesbezirk als Geldgeber: An den Kosten f\u00fcr die rheinland-pf\u00e4lzischen Osterm\u00e4rsche 1986 und 1987 und der Friedenskundgebung in Hasselbach 1987 beispielsweise beteiligte man sich jeweils mit \u00fcber 1.000 DM.<a href=\"#_ftn241\" name=\"_ftnref241\">[241]<\/a><\/p>\n<p>Nach dem INF-Vertrag ging das Friedensengagement beim DGB zur\u00fcck. W\u00e4hrend die Dokumentation von Aktionen und Veranstaltungen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c von 1979 bis 1987 mehr als vier Ringbuchordner einnimmt, findet sich zu den Jahren 1988 bis 1991 nicht einmal ein halber Ordner mit Material.<a href=\"#_ftn242\" name=\"_ftnref242\">[242]<\/a> Zwar veranstaltete der DGB weiterhin Antikriegstage am 1. September und rief zur Teilnahme an Osterm\u00e4rschen auf, doch konnten Themen wie Tiefflug und der Krieg am Golf nicht die gleiche Anziehungskraft entwickeln wie die Nachr\u00fcstung. So schlug der Nachfolger Heinz Anderschs als Vorsitzender, Dieter Kretschmer, urlaubsbedingt die Einladung aus, am rheinland-pf\u00e4lzischen Ostermarsch 1988 in Kaiserslautern als Redner aufzutreten \u2013 ein Verhalten, das w\u00e4hrend der Hochphase der Friedensbewegung undenkbar gewesen w\u00e4re.<a href=\"#_ftn243\" name=\"_ftnref243\">[243]<\/a><\/p>\n<p>Bundesweite Bedeutung erlangte der DGB-Landesbezirk Rheinland-Pfalz im Kampf gegen Giftgas. Da das Thema der vorliegenden Arbeit die Friedensbewegung gegen die (atomare) Nachr\u00fcstung ist, w\u00fcrde eine ausf\u00fchrliche Darstellung des DGB-Engagements gegen die Lagerung chemischer Waffen in der Bundesrepublik den Rahmen sprengen. Dennoch soll es nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Im Kampf gegen C-Waffen, die im Vergleich zur atomaren Nachr\u00fcstung in der \u00d6ffentlichkeit kaum Beachtung fanden, sah Julius Lehlbach die Chance, sich \u00fcber die Landesgrenzen hinaus zu profilieren.<a href=\"#_ftn244\" name=\"_ftnref244\">[244]<\/a> In Briefwechseln mit dem Bundeskanzleramt und mit Ministerpr\u00e4sident Bernhard Vogel machte sich Lehlbach f\u00fcr den Abtransport des Giftgases aus der Pfalz stark. Der Protest gipfelte in einer auf Artikel 2 des Grundgesetzes gest\u00fctzten Beschwerde betroffener Anwohner beim Bundesverfassungsgericht, die vom DGB-Landesbezirk initiiert und finanziert wurde.<a href=\"#_ftn245\" name=\"_ftnref245\">[245]<\/a> Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts wies die Beschwerde am 29. Oktober 1987 als unbegr\u00fcndet ab.<a href=\"#_ftn246\" name=\"_ftnref246\">[246]<\/a> Dennoch war es dem DGB Rheinland-Pfalz gelungen, das Thema Giftgaslagerung in der Pfalz \u00fcber die Landesgrenzen hinaus publik zu machen.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847544\"><\/a>3.3.5 Die Gr\u00fcnen<\/h3>\n<p>Die rheinland-pf\u00e4lzische Landespartei \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c wurde am 30. September 1979 und damit noch vor der Bundespartei gegr\u00fcndet.<a href=\"#_ftn247\" name=\"_ftnref247\">[247]<\/a> Die Gr\u00fcnen versuchten von Beginn an, sich als \u201eparlamentarischer Arm\u201c der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz zu etablieren. Im Landesprogramm von 1982 hei\u00dft es: \u201eDie Gr\u00fcnen verstehen sich als Teil dieser Bewegung und werden deren Forderungen in den Parlamenten vertreten.\u201c<a href=\"#_ftn248\" name=\"_ftnref248\">[248]<\/a> Ihre Wahl verkn\u00fcpften die Gr\u00fcnen mit dem Versprechen, gegen die Nachr\u00fcstung zu stimmen: \u201eDie Entscheidung f\u00fcr die Gr\u00fcnen am 6. M\u00e4rz bedeutet die einzige wirksame Stimme gegen die Stationierung der NATO-\u201aNachr\u00fcstungsraketen\u2019.\u201c<a href=\"#_ftn249\" name=\"_ftnref249\">[249]<\/a> Dennoch verpassten die Gr\u00fcnen bei der Landtagswahl 1983 mit 4,5 Prozent knapp den Einzug ins Landesparlament in Mainz. Bei der Bundestagswahl im gleichen Jahr gelang ihnen mit 5,6 Prozent der Einzug in den Bundestag. Die rheinland-pf\u00e4lzischen Gr\u00fcnen stellten ihren ersten Bundestagsabgeordneten; nicht von ungef\u00e4hr war es mit Roland Vogt einer der Protagonisten der bundesdeutschen Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn250\" name=\"_ftnref250\">[250]<\/a> Erst verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sp\u00e4t \u2013 1987 mit 5,9 Prozent der Stimmen \u2013 schafften es die Gr\u00fcnen, in den Mainzer Landtag einzuziehen. Bezogen auf den Landtag kann man das Engagement der Gr\u00fcnen in Rheinland-Pfalz in der Hochphase der Friedensbewegung daher nicht als das eines \u201eparlamentarischen Arms\u201c bezeichnen.<a href=\"#_ftn251\" name=\"_ftnref251\">[251]<\/a><\/p>\n<p>Bis zu ihrem Einzug in den Landtag konzentrierte sich das friedenspolitische Engagement der Gr\u00fcnen auf den, wie es der rheinland-pf\u00e4lzische Landesvorsitzende Willi Tatge bei einer Demonstration in Kaiserslautern ausdr\u00fcckte, \u201eau\u00dferparlamentarischen Kampf gegen den R\u00fcstungswahnsinn\u201c.<a href=\"#_ftn252\" name=\"_ftnref252\">[252]<\/a> Dabei w\u00e4hlte die junge Partei die g\u00e4ngigen Methoden der Friedensbewegung der 1980er Jahre: Die Gr\u00fcnen beteiligten sich an symbolischen Aktionen gegen die Nachr\u00fcstung wie Demonstrationen und Osterm\u00e4rschen.<a href=\"#_ftn253\" name=\"_ftnref253\">[253]<\/a> Roland Vogt nutzte seine Bekanntheit als Bundestagsabgeordneter und schloss sich im September 1983 der internationalen Aktion \u201eFasten f\u00fcr das Leben\u201c an, um auf diesem Weg \u201eerste atomare Abr\u00fcstungsma\u00dfnahmen\u201c zu erzwingen.<a href=\"#_ftn254\" name=\"_ftnref254\">[254]<\/a> F\u00fcr eine politische Partei gingen die Gr\u00fcnen in ihrem Protest sehr weit, indem sie \u201ezu zivilem Ungehorsam gegen die \u201aNach\u2019-R\u00fcstung\u201c<a href=\"#_ftn255\" name=\"_ftnref255\">[255]<\/a> aufriefen. Sie betrachteten \u201egewaltfreien Widerstand, beispielsweise Blockaden, als geeignetes Mittel des zivilen Ungehorsams\u201c<a href=\"#_ftn256\" name=\"_ftnref256\">[256]<\/a> und versprachen den Blockierern \u201eFlankenschutz\u201c vor den Gerichten und im Parlament.<a href=\"#_ftn257\" name=\"_ftnref257\">[257]<\/a> Au\u00dferdem veranstalteten sie Informationsseminare zum Thema \u201eGewaltfreier Widerstand: Verfassungsschutz oder N\u00f6tigung?\u201c, in denen Referenten \u00fcber die Rechtsstaatlichkeit und m\u00f6gliche strafrechtliche Konsequenzen des \u201ezivilen Ungehorsams\u201c referierten.<a href=\"#_ftn258\" name=\"_ftnref258\">[258]<\/a><\/p>\n<p>Zudem versuchten die Gr\u00fcnen die \u00d6kologiebewegung und die Friedensbewegung, die beiden Bewegungen, aus deren Vertretern die Gr\u00fcne Partei entstanden war, st\u00e4rker miteinander zu verbinden und sich den Aktivisten als parteipolitische Heimat anzubieten.<a href=\"#_ftn259\" name=\"_ftnref259\">[259]<\/a> So integrierten die Gr\u00fcnen die Forderungen der Friedensinitiative Bitburg und der Arbeitsgemeinschaft Frieden aus Trier, die f\u00fcr eine Offenlegung der Stationierungsorte eintraten, in ihr Landesprogramm von 1982.<a href=\"#_ftn260\" name=\"_ftnref260\">[260]<\/a> Darin forderten die Gr\u00fcnen keine Stationierung neuer ABC-Waffen und den Abzug aller bestehenden Atomwaffen aus Rheinland-Pfalz. Dem damit verbundenen Abbau an Arbeitspl\u00e4tzen, die vom Milit\u00e4r abhingen, wollten sie durch die Umwandlung in zivile Arbeitspl\u00e4tze begegnen; konkrete Pl\u00e4ne konnten sie allerdings noch nicht vorweisen.<a href=\"#_ftn261\" name=\"_ftnref261\">[261]<\/a><\/p>\n<p>Konflikte der Gr\u00fcnen mit Vertretern des KOFAZ-Spektrums gab es nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in Rheinland-Pfalz. Der rheinland-pf\u00e4lzische Landesverband der Gr\u00fcnen richtete seine Kritik schon vor dem aufsehenerregenden Austritt der bundesweit bekanntesten Gr\u00fcnen Friedensaktivisten Petra Kelly und Gert Bastian aus der \u201eKrefelder Initiative\u201c im Februar 1984<a href=\"#_ftn262\" name=\"_ftnref262\">[262]<\/a> an die Adresse beider Superm\u00e4chte, der USA und der Sowjetunion. In seiner \u201eFriedensrede\u201c betonte der Landesvorsitzende Willi Tatge 1982 die Solidarit\u00e4t der Gr\u00fcnen mit der polnischen Solidarnosc-Bewegung, die durch die Ausrufung des Kriegsrechts in Polen unterdr\u00fcckt wurde, und der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR.<a href=\"#_ftn263\" name=\"_ftnref263\">[263]<\/a> Tatges Appell an die bundesdeutsche Friedensbewegung, sich nicht \u201evon irgendwelchen Gruppierungen missbrauchen (zu) lassen\u201c,<a href=\"#_ftn264\" name=\"_ftnref264\">[264]<\/a> ist in diesem Zusammenhang als Seitenhieb in Richtung der kommunistischen Parteien innerhalb der Friedensbewegung zu verstehen, die Kritik an der Sowjet-Politik zu unterdr\u00fccken versuchten.<\/p>\n<p>Bei ihrem friedenspolitischen Engagement in Rheinland-Pfalz gerieten die Gr\u00fcnen immer wieder in den Konflikt zwischen der Abspaltung von Teilen der Friedensbewegung einerseits und der Zusammenarbeit mit kommunistischen Gruppen und der damit verbundenen Selbstzensur zu Kritik am Sowjetregime andererseits. So geschah es auch bei den Planungen zum 150. Jahrestag des \u201eHambacher Festes\u201c von 1832. Aus der Zusammenarbeit verschiedener Friedensgruppen in der \u201eInitiative Krefelder Appell Rheinland-Pfalz\u201c war die Idee entstanden, ein \u201eHambacher Fest 1982\u201c als Gegenentwurf zum Jubil\u00e4umsfest der rheinland-pf\u00e4lzischen Landesregierung zu veranstalten.<a href=\"#_ftn265\" name=\"_ftnref265\">[265]<\/a> Mit dem Fest wollten die Friedensinitiativen \u201eauf die L\u00f6sung unerledigter Probleme der Nation dr\u00e4ngen\u201c.<a href=\"#_ftn266\" name=\"_ftnref266\">[266]<\/a> Im sogenannten \u201eHambacher Aufruf\u201c vom Dezember 1981 baten die Initiatoren, unter ihnen Willi Tatge als Gr\u00fcnen-Landesvorsitzender, andere rheinland-pf\u00e4lzische Friedensgruppen um Unterst\u00fctzung.<a href=\"#_ftn267\" name=\"_ftnref267\">[267]<\/a><\/p>\n<p>Der Landesvorstand der Gr\u00fcnen wusste im Vorfeld der Planungen, dass Kompromisse \u00fcber die politischen Aussagen des Festes gemacht werden mussten, da die DKP \u00fcber andere Gruppen wie die VVN-BdA beteiligt war. Daher plante der Landesvorstand ein eigenes \u201eGr\u00fcnes Hambacher Fest\u201c, auf dem Stellungnahmen zur Verbindung von \u00d6kologie und Frieden und zur Situation in Polen abgegeben werden sollten. Allerdings wollte man sich auch am \u201eHambacher Fest\u201c der rheinland-pf\u00e4lzischen Friedensinitiativen beteiligen, um ein \u201eZeichen einer Fundamentalopposition\u201c<a href=\"#_ftn268\" name=\"_ftnref268\">[268]<\/a> in Deutschland zu setzen. Dennoch zogen die Vertreter der Gr\u00fcnen und des Bundesverbands B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz (BBU) im M\u00e4rz 1982 ihre Unterschriften vom \u201eHambacher Aufruf\u201c zur\u00fcck. Der Grund war, dass sich die Mehrheit der Friedensinitiativen innerhalb des Vorbereitungskreises, darunter DFU- und DKP-Vertreter, \u2013 wie Roland Vogt als Bundesvorstandsmitglied der Gr\u00fcnen und des BBU betonte \u2013 weigerte, einen Vertreter der polnischen Solidarnosc-Bewegung bei der 150-Jahr-Feier zu Wort kommen zu lassen.<a href=\"#_ftn269\" name=\"_ftnref269\">[269]<\/a> Vogt, der den \u201eHambacher Aufruf\u201c selbst nicht unterzeichnet hatte, sah in dieser Weigerung eine Art von \u201eGeschichtsf\u00e4lschung\u201c, da \u201ePolen beim historischen Hambacher Fest vor 150 Jahren wegen des Freiheitskampfes gegen die zaristische Besatzung (&#8230;) unter den Festrednern einen Ehrenplatz\u201c<a href=\"#_ftn270\" name=\"_ftnref270\">[270]<\/a> eingenommen habe.<\/p>\n<p>Der Einfluss der Gr\u00fcnen mit ihrem Konzept einer block\u00fcbergreifenden Friedensbewegung machte sich auch bei Demonstrationen bemerkbar. Wie ein Aktiver der DFG-VK Mainz im Interview berichtet, sorgten die Gr\u00fcnen f\u00fcr eine Pluralisierung der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz, sie verschoben das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis innerhalb der Bewegung: \u201eW\u00e4hrend Ende der 70er Jahre DFG-VK-Mitglieder wegen Kritik an der UdSSR von DKP-Leuten aus Demonstrationen gedr\u00e4ngt wurden, war dies, nachdem es die Gr\u00fcnen gab, undenkbar. Kritik an der Sowjet-Politik auf Friedensdemonstrationen war nun m\u00f6glich.\u201c<a href=\"#_ftn271\" name=\"_ftnref271\">[271]<\/a><\/p>\n<p>Nach dem Beginn der Marschflugk\u00f6rper-Stationierung blieben die Gr\u00fcnen bei ihrer Forderung nach einem Abzug aller ABC-Waffen aus Rheinland-Pfalz. Allerdings blieb das Scheitern der Friedensbewegung bei der Verhinderung der Nachr\u00fcstung nicht ohne Einfluss auf die Landespartei. Der \u201eGr\u00fcne Rheinland\/Pf\u00e4lzer\u201c, die Zeitung der Gr\u00fcnen in Rheinland-Pfalz, titelte im Oktober 1984: \u201eDie Friedensbewegung eine Sackgasse?\u201c<a href=\"#_ftn272\" name=\"_ftnref272\">[272]<\/a> Weiterhin setzten sich die Gr\u00fcnen mit den Folgen der Nachr\u00fcstung auseinander und engagierten sich gegen die hohe Milit\u00e4r- und Atomwaffenpr\u00e4senz in Rheinland-Pfalz.<a href=\"#_ftn273\" name=\"_ftnref273\">[273]<\/a><\/p>\n<p>Als die Gr\u00fcnen 1987 in den rheinland-pf\u00e4lzischen Landtag einzogen, hatte international bereits Tauwetter eingesetzt; Ende des Jahres wurde der INF-Vertrag unterzeichnet. Daher trat nun die Frage, wie man dem Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen bei der milit\u00e4rischen Abr\u00fcstung begegnen sollte, in den Vordergrund. Eine L\u00f6sung des Problems der wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeit des Landes Rheinland-Pfalz vom Milit\u00e4r sahen die Gr\u00fcnen in der sogenannten \u201eregionalen Konversion\u201c, dem zivilen Umbau der Region durch Subventionierung nichtmilit\u00e4rischer Arbeitspl\u00e4tze.<a href=\"#_ftn274\" name=\"_ftnref274\">[274]<\/a> Die Idee der \u201eregionalen Konversion\u201c, an der eine Projektgruppe um Roland Vogt seit Mitte der 1980er Jahre arbeitete,<a href=\"#_ftn275\" name=\"_ftnref275\">[275]<\/a> brachte die Gr\u00fcne Landtagsfraktion in einem ihrer ersten Antr\u00e4ge in den Landtag ein.<a href=\"#_ftn276\" name=\"_ftnref276\">[276]<\/a><\/p>\n<p>Dem eigenen Anspruch, als \u201eparlamentarischer Arm\u201c der Friedensbewegung zu fungieren, konnten die Gr\u00fcnen erst ab 1987 gerecht werden: Die Gr\u00fcne Landtagsfraktion engagierte sich f\u00fcr die Friedensbewegung, indem sie in Anfragen an das Innenministerium die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der polizeilichen bzw. verfassungsschutzm\u00e4\u00dfigen Beobachtung von Friedensinitiativen und Ostermarsch-Teilnehmern pr\u00fcfen lie\u00df.<a href=\"#_ftn277\" name=\"_ftnref277\">[277]<\/a> Au\u00dferdem setzten sich die Gr\u00fcnen im Landtag und in einem Gespr\u00e4ch mit Justizminister Peter Caesar f\u00fcr die Teilnehmer von Blockaden, die polizeilich erfasst und teilweise zu Geldbu\u00dfen\/-strafen oder Haftstrafen verurteilt worden waren, ein.<a href=\"#_ftn278\" name=\"_ftnref278\">[278]<\/a> Auf einen Antrag der Gr\u00fcnen-Fraktion hin erkl\u00e4rte der Landtag Rheinland-Pfalz am 9. Mai 1990 sein Bedauern dar\u00fcber, dass Teilnehmer von friedlichen Blockaden \u201e\u00fcber Jahre mit Kriminalisierung, Haft und hohen Geldbu\u00dfen f\u00fcr eine politisch wichtige Arbeit bestraft wurden\u201c und dankte \u201eden Mitgliedern der Friedensbewegung f\u00fcr die Arbeit, die sie freiwillig und ehrenamtlich im Interesse unseres Landes geleistet haben\u201c.<a href=\"#_ftn279\" name=\"_ftnref279\">[279]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h1><a name=\"_Toc209847545\"><\/a><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>4 Die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck<\/strong><\/h1>\n<h2><a name=\"_Toc209847546\"><\/a>4.1 Milit\u00e4rische Pr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck<\/h2>\n<p>Der Hauptschauplatz der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz befand sich im Hunsr\u00fcck: Die NATO-Milit\u00e4ranlage \u201ePydna\u201c, die als Basis f\u00fcr alle 96 atomaren Marschflugk\u00f6rper, die im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses in Deutschland stationiert werden sollten, vorgesehen war. In und um den Hunsr\u00fcck gab es in den 1980er Jahren mehr als 60 milit\u00e4rische Anlagen der NATO, der USA, Frankreichs und der Bundeswehr; rund 17.000 ausl\u00e4ndische Soldaten waren hier stationiert. Entlang der Bundesstra\u00dfe 327, der Hunsr\u00fcckh\u00f6henstra\u00dfe, fanden sich zwischen Koblenz und Hermeskeil zahlreiche gro\u00dfe und kleine milit\u00e4rische Einrichtungen. Die gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4ranlage im Hunsr\u00fcck bildete der US-Flugplatz Hahn, auf dem das 50. Taktische Jagdgeschwader der US-Luftwaffe und etwa 5.000 Soldaten stationiert waren.<a href=\"#_ftn280\" name=\"_ftnref280\">[280]<\/a> Weitere wichtige Milit\u00e4ranlagen in der Region waren das Bundeswehrdepot Kappel, in dem die Feuerleitstand- und Lafettenfahrzeuge f\u00fcr die Marschflugk\u00f6rper bis zur Fertigstellung der \u201ePydna\u201c zwischengelagert wurden, und das \u201eKriegshauptquartier der Alliierten Streitkr\u00e4fte Europa Mitte in der Anlage Erwin\u201c, eine unterirdische Bunkeranlage bei Birkenfeld.<a href=\"#_ftn281\" name=\"_ftnref281\">[281]<\/a><\/p>\n<p>Bei der Raketenstation mit dem Codenamen \u201ePydna\u201c \u2013 der Name nimmt Bezug auf die Schlacht zwischen Makedoniern und R\u00f6mern nahe der makedonischen Hafenstadt Pydna im Jahr 168 v. Chr. \u2013 handelte es sich um eine ehemalige Basis f\u00fcr Nike-Herkules-Raketen,<a href=\"#_ftn282\" name=\"_ftnref282\">[282]<\/a> genannt \u201eB-Battery\u201c, unweit der Kleinstadt Kastellaun in der N\u00e4he des Dorfes Hasselbach gelegen.<a href=\"#_ftn283\" name=\"_ftnref283\">[283]<\/a> Die alte Nike-Herkules-Raketenstellung wurde in den 1980er Jahren f\u00fcr 250 Millionen DM umgebaut und zur damals gr\u00f6\u00dften neuen Nuklearwaffenbasis der NATO erweitert.<a href=\"#_ftn284\" name=\"_ftnref284\">[284]<\/a> Die Anlage gliederte sich in drei Bereiche: Verwaltungsbereich, Unterst\u00fctzungsbereich und Schutzbautenbereich. Sechs atomsichere Bunker wurden f\u00fcr die Atomraketen errichtet, hinzu kamen eine Instandsetzungswerkstatt, ein Depot f\u00fcr die Atomsprengk\u00f6pfe und Kasernen f\u00fcr die insgesamt 1.300 Soldaten des 38. Taktischen Flugk\u00f6rpergeschwaders der US-Luftwaffe.<a href=\"#_ftn285\" name=\"_ftnref285\">[285]<\/a> Das 38. Flugk\u00f6rpergeschwader geh\u00f6rte zu den taktischen Einsatzverb\u00e4nden der NATO. Es bestand aus sechs Staffeln mit je 16 Flugk\u00f6rpern und trat am 17. April 1985 mit zun\u00e4chst 800 Mann seinen Dienst auf der \u201ePydna\u201c an.<a href=\"#_ftn286\" name=\"_ftnref286\">[286]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Solange die Bauma\u00dfnahmen andauerten, wurden die Marschflugk\u00f6rper am Milit\u00e4rflughafen Hahn zwischengelagert. Die \u201ePydna\u201c sollte urspr\u00fcnglich Ende 1986 fertiggestellt werden; der Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden.<a href=\"#_ftn287\" name=\"_ftnref287\">[287]<\/a> Ab Januar 1986 begann die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper; die geplante Zahl von 96 Raketen wurde allerdings nie erreicht. Die Abr\u00fcstungsverhandlungen zwischen Moskau und Washington, die den INF-Vertrag zum Ergebnis hatten, f\u00fchrten dazu, dass die Raketen ab 1988 wieder abgezogen wurden. Das 38. Flugk\u00f6rpergeschwader wurde am 22. August 1990 offiziell aufgel\u00f6st. Was die Anzahl der tats\u00e4chlich im Hunsr\u00fcck stationierten Marschflugk\u00f6rper anbelangt, variieren die Angaben zwischen 62 und 64 Raketen.<a href=\"#_ftn288\" name=\"_ftnref288\">[288]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847547\"><\/a>4.2 Entstehung und Struktur der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Der NATO-Doppelbeschluss wurde zun\u00e4chst von einem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung nicht weiter beachtet und der Protest einiger weniger Friedensaktivisten ignoriert oder abgelehnt. Dies hatte zwei Gr\u00fcnde: Zum einen war die Bev\u00f6lkerung des Hunsr\u00fccks die Anwesenheit von Milit\u00e4r seit Jahrhunderten gew\u00f6hnt. Bereits die R\u00f6mer hatten den Hunsr\u00fcck w\u00e4hrend der Zeit des Prinzipats (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) milit\u00e4risch erschlossen. Die Nationalsozialisten hatten die Hunsr\u00fcckh\u00f6henstra\u00dfe 1938\/39 als milit\u00e4risch-strategische Aufmarschstra\u00dfe zur deutsch-franz\u00f6sischen Grenze gebaut und bei Hermeskeil das SS-Sonderlager Hinzert errichtet.<a href=\"#_ftn289\" name=\"_ftnref289\">[289]<\/a> Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Alliierten Streitkr\u00e4fte im Hunsr\u00fcck pr\u00e4sent. Zum anderen war der Hunsr\u00fcck als eine l\u00e4ndliche und sehr strukturschwache Region wirtschaftlich stark vom Milit\u00e4r abh\u00e4ngig: Die Amerikaner waren ein bedeutender Arbeitgeber; auch der Mietwohnungsmarkt profitierte von Vermietungen an Angeh\u00f6rige der amerikanischen Streitkr\u00e4fte. In manchen Ortschaften wie Kastellaun und Simmern entstanden ganze Wohnviertel f\u00fcr die Mitarbeiter von US-Einrichtungen und ihre Angeh\u00f6rigen, an denen die regionale Bauwirtschaft zu 90 Prozent beteiligt werden sollte.<a href=\"#_ftn290\" name=\"_ftnref290\">[290]<\/a><\/p>\n<p>Neben der historisch gewachsenen Gew\u00f6hnung an das Milit\u00e4r herrschte innerhalb der mehrheitlich konservativen Bev\u00f6lkerung des Hunsr\u00fccks traditionell die Meinung vor, man k\u00f6nne nichts an den Entscheidungen der M\u00e4chtigen \u00e4ndern und m\u00fcsse diese akzeptieren.<a href=\"#_ftn291\" name=\"_ftnref291\">[291]<\/a> Die Menschen der schwach besiedelten Region waren daran gew\u00f6hnt, vor vollendete Tatschen gestellt zu werden und diese nicht zu hinterfragen. Dennoch bildete sich im Hunsr\u00fcck zu Beginn der 1980er Jahre eine \u00e4u\u00dferst breite und aktive Friedensbewegung, die gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper protestierte und der es nach und nach gelang, die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung auf ihre Seite zu bringen. Dies gelang vor allem dadurch, dass die Friedensaktivisten zun\u00e4chst Informationen \u00fcber die geplante Stationierung, die der Bev\u00f6lkerung vorenthalten wurden, einholten und die einheimischen B\u00fcrger \u00fcber das Geschehen vor ihrer Haust\u00fcre aufkl\u00e4rten. Das anf\u00e4ngliche Misstrauen vieler Menschen konnte die Friedensbewegung durch ihr gewaltfreies Auftreten, durch ihre Verankerung in vielen Bev\u00f6lkerungsschichten und nicht zuletzt durch die starke christliche Pr\u00e4gung der Bewegung weitestgehend \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Der Einfluss von au\u00dfen blieb im Vergleich zum bundesweit bekanntesten Stationierungsort Mutlangen, wo sich die Friedensbewegung trotz prominenter Unterst\u00fctzung nie in der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung etablieren konnte,<a href=\"#_ftn292\" name=\"_ftnref292\">[292]<\/a> gering \u2013 die Friedensbewegung entstand im Hunsr\u00fcck im wesentlichen aus der eigenen Bev\u00f6lkerung heraus. Auf diese Weise entwickelte sich ein gro\u00dfer Zusammenhalt unter den Aktivisten, bei denen die Gruppen- oder Organisationszugeh\u00f6rigkeit zweitrangig war oder die oftmals keiner Organisation angeh\u00f6rten. Zusammen mit der ohnehin gro\u00dfen Identifikation der Hunsr\u00fccker mit ihrer Region f\u00fchrte dies zu einer Bewegung mit stark regionaler Pr\u00e4gung, die \u2013 trotz ihrer Heterogenit\u00e4t \u2013 als die \u201eHunsr\u00fccker Friedensbewegung\u201c zu bezeichnen ist.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847548\"><\/a>4.3 Die wichtigsten Gruppen und Vertreter der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung hatte wie die Friedensbewegung auf Bundesebene eine heterogene Struktur. Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen politischen Ansichten und unterschiedlicher Bildung fanden sich in der Friedensbewegung zusammen.<a href=\"#_ftn293\" name=\"_ftnref293\">[293]<\/a> Das gemeinsame Ziel, \u00fcber das sich alle einig waren, bestand in der Verhinderung der Marschflugk\u00f6rper-Stationierung. Bei der Frage nach der Motivation zur Friedensarbeit lassen sich zwei Ans\u00e4tze feststellen: Zu Beginn waren es vor allem Personen, die bereits in Parteien, Gewerkschaften, Jugendverb\u00e4nden oder Umweltorganisationen organisiert waren, die sich in der Friedensbewegung engagierten. Viele von ihnen lehnten die atomare Hochr\u00fcstung generell ab und h\u00e4tten sich sehr wahrscheinlich auch dann der Friedensbewegung angeschlossen, wenn sie nicht im Stationierungsgebiet gewohnt h\u00e4tten. Im Laufe der Zeit gelang es ihnen, auch eigentlich unpolitische oder politisch konservative Menschen, die das Prinzip der atomaren Abschreckung gut hie\u00dfen oder sich daran zumindest nicht st\u00f6rten, f\u00fcr die Friedensbewegung zu gewinnen. Diese Menschen handelten aus pers\u00f6nlicher Betroffenheit, aus der Angst heraus, durch die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper in ihrer Umgebung selbst zum Ziel eines sowjetischen Atomangriffs zu werden. Eine gemeinsame Identit\u00e4t schuf die Sorge um die von allen als Heimat empfundene Region des Hunsr\u00fccks.<\/p>\n<p>Die Friedensgruppen, die zun\u00e4chst in der Kreisstadt Simmern und dann in immer mehr Gemeinden entstanden, organisierten sich in der \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck\u201c. Da die Zahl der Personen und Friedensgruppen schnell anwuchs und aus einem immer gr\u00f6\u00dferen Umkreis kam, benannte sich die Bewegung in \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel\u201c und sp\u00e4ter in \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel-Nahe\u201c (FI) um.<a href=\"#_ftn294\" name=\"_ftnref294\">[294]<\/a><\/p>\n<p>\u00c4hnlich den Aktionskonferenzen der Friedensbewegung auf Bundesebene veranstaltete die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung Vollversammlungen, um Entscheidungen \u00fcber die grunds\u00e4tzliche Ausrichtung ihrer Friedensarbeit und \u00fcber ihre kommenden Aktionen zu treffen. Die Vollversammlungen fanden in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mehrmals im Jahr statt; man kam abwechselnd in einer der Hunsr\u00fccker Ortschaften in einer Gastst\u00e4tte oder einem anderen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude zusammen. An den Vollversammlungen konnte jeder Interessierte teilnehmen.<\/p>\n<p>Als regionales Gegenst\u00fcck zum Koordinationsausschuss gab es Delegiertentreffen. Diese wurden monatlich in wechselnden Ortschaften abgehalten. Im Unterschied zum Koordinationsausschuss entsandten hier nicht Organisationen und Gruppen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen oder politischen Spektren, sondern die Friedensgruppen der verschiedenen Ortschaften Delegierte zu den Treffen. Bei aktuellen Anl\u00e4ssen nahmen Friedensaktivisten von au\u00dferhalb an den Delegiertentreffen teil, beispielsweise Vertreter des rheinland-pf\u00e4lzischen Ostermarschkreises zur Planung eines gro\u00dfen Ostermarschs im Hunsr\u00fcck.<a href=\"#_ftn295\" name=\"_ftnref295\">[295]<\/a> Die Treffen der lokalen Friedensgruppen waren ebenfalls f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich, sodass die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung eine sehr offene Struktur hatte. Die Ergebnisse der Vollversammlungen und der Delegiertentreffen wurden in den monatlich von der FI herausgegebenen internen Informationsbrosch\u00fcren, den sogenannten \u201eFriedensinformationen\u201c, an die Aktiven der \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel-Nahe\u201c weitergegeben. Bei konkreten Fragen, zu denen gr\u00f6\u00dferer Diskussionsbedarf bestand (wie beispielsweise dem Ort und Ablauf des rheinland-pf\u00e4lzischen Ostermarsches im Hunsr\u00fcck 1985) wurden zus\u00e4tzlich Aktionskonferenzen durchgef\u00fchrt.<a href=\"#_ftn296\" name=\"_ftnref296\">[296]<\/a><\/p>\n<p>Innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung spielte die Gruppen- oder Organisationszugeh\u00f6rigkeit eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stand der pers\u00f6nliche Einsatz gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper; ideologische und politische Unterschiede wurden \u2013 wie die befragten Zeitzeugen unabh\u00e4ngig voneinander \u00fcbereinstimmend erkl\u00e4rten \u2013 diesem Ziel untergeordnet.<a href=\"#_ftn297\" name=\"_ftnref297\">[297]<\/a> Dabei half der Umstand, dass sich die Friedensaktivisten zumeist schon vorher pers\u00f6nlich kannten. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Joachim Mertes, der mit der Friedensbewegung zusammen arbeitete, best\u00e4tigte: \u201eEs ging um die Zusammenarbeit mit Menschen, nicht mit Parteien. Wir haben die Ma\u00dfst\u00e4be des Verfassungsschutzes nicht an unsere Nachbarn angelegt.\u201c<a href=\"#_ftn298\" name=\"_ftnref298\">[298]<\/a> Viele der Protagonisten engagierten sich in mehreren Gruppen, weswegen eine eindeutige Zuordnung nicht immer m\u00f6glich ist. Dennoch wird im folgenden eine Einteilung in verschiedene Gruppierungen vorgenommen, um die Protagonisten der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung mit ihren Beweggr\u00fcnden zur Friedensarbeit und ihrem politischen und sozialen Hintergrund vorzustellen.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847549\"><\/a>4.3.1 Die Christen<\/h3>\n<p>Eine wichtige Rolle in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung spielte das Engagement von Christen. Zum Zeichen ihres Protests gegen die Marschflugk\u00f6rper stellten christliche Friedensaktivisten Kreuze an der NATO-Baustelle auf. Am Haupttor des Stationierungsgel\u00e4ndes errichteten sie ein vier Meter hohes Holzkreuz, an dem seit Sommer 1983 jeden Sonntag ein \u00f6kumenisches Friedensgebet stattfand.<a href=\"#_ftn299\" name=\"_ftnref299\">[299]<\/a> Zum Friedensgebet, das von den evangelischen Pfarrern Jutta und August Dahl aus Bell sowie dem katholischen Pfarrer Vogt aus Kastellaun gehalten wurde, versammelten sich zahlreiche Menschen aus dem Hunsr\u00fcck, aber auch ausw\u00e4rtige Gruppen wie die \u201eOrdensleute f\u00fcr den Frieden\u201c.<a href=\"#_ftn300\" name=\"_ftnref300\">[300]<\/a> Das Presbyterium der Kirchengemeinde Bell erkl\u00e4rte das Friedensgebet einstimmig zu einem offiziellen Sonntagsgottesdienst.<a href=\"#_ftn301\" name=\"_ftnref301\">[301]<\/a><\/p>\n<p>Drei weitere Kreuze wurden an einer Ecke der Baustelle zur Hunsr\u00fcckh\u00f6henstra\u00dfe hin aufgestellt.<a href=\"#_ftn302\" name=\"_ftnref302\">[302]<\/a> Besonders auff\u00e4llig waren die 96 Kreuze auf dem Beller \u201eFriedensacker\u201c. Die 96 Holzkreuze wurden an Ostern 1984 auf einem Acker der Landwirtin Lore Kneip errichtet \u2013 ein Kreuz f\u00fcr jede Rakete, die hier stationiert werden sollte. Der \u201eFriedensacker\u201c, der an die Hunsr\u00fcckh\u00f6henstra\u00dfe und den Zaun der ehemaligen \u201eB-Battery\u201c angrenzte, sollte vorbeifahrende Menschen an die Marschflugk\u00f6rper erinnern.<a href=\"#_ftn303\" name=\"_ftnref303\">[303]<\/a> Die Kreuze und der Kreis betender Menschen vor der NATO-Baustelle wurden mehrfach im Fernsehen gezeigt und pr\u00e4gten so das Bild der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung in der \u00d6ffentlichkeit.<a href=\"#_ftn304\" name=\"_ftnref304\">[304]<\/a><\/p>\n<p>Das Zentrum des christlichen Protests im Hunsr\u00fcck bildete die evangelische Kirchengemeinde Bell, der August Dahl als Pfarrer vorstand. August Dahl und seine Familie waren 1976 aus Essen, wo Dahl als Gef\u00e4ngnis-Pfarrer t\u00e4tig gewesen war, in den Hunsr\u00fcck gekommen.<a href=\"#_ftn305\" name=\"_ftnref305\">[305]<\/a> August Dahls Frau Jutta war ebenfalls ordinierte Pfarrerin. Gemeinsam engagierten sie sich in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung und nahmen darin eine Vorreiterrolle ein. Neben dem w\u00f6chentlichen Friedensgebet veranstalteten die Dahls im Gemeindehaus von Bell regelm\u00e4\u00dfige Treffen, bei denen Christen aus dem Hunsr\u00fcck \u00fcber die Nachr\u00fcstung und m\u00f6gliche Aktionen zur Verhinderung der Stationierung der Marschflugk\u00f6rper diskutierten.<a href=\"#_ftn306\" name=\"_ftnref306\">[306]<\/a> Au\u00dferdem nahm das Pfarrer-Ehepaar an den Osterm\u00e4rschen und Demonstrationen der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck teil und trat bei den anschlie\u00dfenden Kundgebungen als Redner auf.<a href=\"#_ftn307\" name=\"_ftnref307\">[307]<\/a> Nicht zuletzt durch das Engagement der Dahls wurde die 480-Seelen-Gemeinde Bell zur \u201eHochburg des Widerstands\u201c<a href=\"#_ftn308\" name=\"_ftnref308\">[308]<\/a> im Hunsr\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Dahls geh\u00f6rten zu den Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten, die sich auch dann der Friedensbewegung angeschlossen h\u00e4tten, wenn ihr Wohnsitz nicht im Stationierungsgebiet gewesen w\u00e4re.<a href=\"#_ftn309\" name=\"_ftnref309\">[309]<\/a> Bereits in Essen waren sie sozial und politisch aktiv gewesen. Sie engagierten sich in der Anti-Apartheid-Bewegung und setzten sich \u00f6ffentlich gegen die Einf\u00fchrung der Notstandsgesetze vom 30. Mai 1968 ein.<a href=\"#_ftn310\" name=\"_ftnref310\">[310]<\/a> August Dahl trat 1968 in die SPD ein, gab sein Parteibuch aber 1980 aus Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss wieder zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn311\" name=\"_ftnref311\">[311]<\/a> Die Motivation der Dahls zum Engagement in der Friedensbewegung lag im Gef\u00fchl der Verantwortung f\u00fcr die Politik der eigenen Regierung begr\u00fcndet: \u201eUns war klar: Wir sind hier nicht nur Zielgebiet (&#8230;), sondern wir sind gleichzeitig auch Bedrohung f\u00fcr andere. (&#8230;) Wenn uns unsere Kinder sp\u00e4ter gefragt h\u00e4tten, was habt ihr dagegen getan, dann w\u00e4ren wir nicht in der Lage gewesen zu sagen, wir haben nichts davon gewusst.\u201c<a href=\"#_ftn312\" name=\"_ftnref312\">[312]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die Akzeptanz der Friedensbewegung in der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung waren die Dahls von entscheidender Bedeutung. Sie standen f\u00fcr den friedlichen Protest gegen die Nachr\u00fcstung und konnten als Kirchenvertreter auch Menschen f\u00fcr die Friedensbewegung gewinnen, die ansonsten nicht zu Demonstrationen gegangen und gegen Entscheidungen der Regierung aktiv geworden w\u00e4ren. \u201eAugust Dahl\u201c, berichtet der Hunsr\u00fccker Friedensaktivist Horst Petry, \u201ehat den Menschen die Angst davor genommen, sich politisch zu engagieren\u201c.<a href=\"#_ftn313\" name=\"_ftnref313\">[313]<\/a> Den CDU-Landtagsabgeordneten Walter Mallmann aus Simmern zitierte der \u201eSpiegel\u201c 1986 wie folgt: \u201eOhne diesen Pfarrer g\u00e4be es niemals solche Unruhe bei uns. Der hat die Leute mobilisiert.\u201c<a href=\"#_ftn314\" name=\"_ftnref314\">[314]<\/a><\/p>\n<p>Auch nach au\u00dfen hin repr\u00e4sentierte das Ehepaar Dahl die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung. Jutta Dahl trat bei einer Kundgebung der Friedensbewegung im Oktober 1984 in Bonn als Rednerin auf. Dabei forderte sie die Anwesenden dazu auf, in den Hunsr\u00fcck zu kommen, um sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation zu machen.<a href=\"#_ftn315\" name=\"_ftnref315\">[315]<\/a> August Dahl sprach bei der Gro\u00dfdemonstration der Friedensbewegung in Hasselbach 1986, bei der mehr als 150.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik in den Hunsr\u00fcck kamen, als Vertreter der FI.<a href=\"#_ftn316\" name=\"_ftnref316\">[316]<\/a><\/p>\n<p>August Dahl wurde mit der Zeit gleichsam zur Galionsfigur der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung. Dazu trug auch seine au\u00dfergew\u00f6hnliche Erscheinung bei, die vom \u201eSpiegel\u201c folgenderma\u00dfen beschrieben wurde: \u201eEin bemerkenswerter Gottesmann: m\u00e4chtige Stimme, schulterlange graue Haare, imposanter Rauschebart.\u201c<a href=\"#_ftn317\" name=\"_ftnref317\">[317]<\/a> Unter dem Spitznamen \u201eRaketen-August\u201c, wie Dahl zun\u00e4chst von seinen Gegnern sp\u00f6ttisch genannt wurde, erlangte Dahl \u00fcber den Hunsr\u00fcck hinaus Bekanntheit.<a href=\"#_ftn318\" name=\"_ftnref318\">[318]<\/a> Der Hunsr\u00fccker Regisseur Edgar Reitz, der Sympathien f\u00fcr die Friedensbewegung hegte, w\u00fcrdigte Dahls Engagement, indem er ihm 2002\/03 eine Rolle in seinem Film \u201eHeimat 3\u201c \u00fcbertrug. August Dahl spielte sich selbst als Pfarrer des fiktiven Hunsr\u00fcck-Dorfs \u201eSchabbach\u201c, dem Schauplatz der popul\u00e4ren \u201eHeimat\u201c-Filme.<a href=\"#_ftn319\" name=\"_ftnref319\">[319]<\/a><\/p>\n<p>Das Engagement in der Friedensbewegung blieb f\u00fcr das Ehepaar Dahl nicht ohne Konsequenzen. 1984 wurden die Vertr\u00e4ge der Dahls an der Realschule Kastellaun und an der Integrierten Gesamtschule Kastellaun, wo beide seit 1976 nebenamtlich als Religionslehrer t\u00e4tig gewesen waren, nicht verl\u00e4ngert. Offiziell wurde dieser Schritt mit notwendigen Stellenstreichungen begr\u00fcndet. Zur selben Zeit wurde zudem August Dahls Vertrag an der Krankenpflegerschule des Rhein-Hunsr\u00fcck-Kreises in Simmern, an der er seit 1981 als Lehrer gearbeitet hatte, nicht verl\u00e4ngert.<a href=\"#_ftn320\" name=\"_ftnref320\">[320]<\/a> Der Personalrat der Krankenpflegerschule bedeutete ihm damals, so August Dahl im Interview, dass die Bezirksregierung ihn nicht l\u00e4nger besch\u00e4ftige, da er \u201eden Mund aufgemacht hatte\u201c.<a href=\"#_ftn321\" name=\"_ftnref321\">[321]<\/a> F\u00fcr die Teilnahme an einer Sitzblockade des Stationierungsgel\u00e4ndes wurde August Dahl 1987 vom Amtsgericht Simmern wegen N\u00f6tigung zu einer Geldstrafe von 30 Tagess\u00e4tzen \u00e0 70 DM verurteilt; wie die anderen Blockade-Teilnehmer wurde Dahl zehn Jahre sp\u00e4ter aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts r\u00fcckwirkend freigesprochen.<a href=\"#_ftn322\" name=\"_ftnref322\">[322]<\/a><\/p>\n<p>Allerdings wurden Jutta und August Dahl f\u00fcr ihr Engagement in der Friedensbewegung auch offiziell geehrt: Jutta Dahl wurde f\u00fcr ihre Friedensarbeit im Jahr 1988, gemeinsam mit dem Superintendenten Werner San\u00df, als erste Preistr\u00e4gerin mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.<a href=\"#_ftn323\" name=\"_ftnref323\">[323]<\/a> August Dahl erhielt am 26. Februar 2002 die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.<a href=\"#_ftn324\" name=\"_ftnref324\">[324]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847550\"><\/a>4.3.2 Die Politiker<\/h3>\n<p>In der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung waren viele Menschen vertreten, die sich bereits vorher politisch engagiert hatten. Was die Parteizugeh\u00f6rigkeit anbelangt, waren es \u2013 wie auf Bundesebene \u2013 vor allem Mitglieder von Parteien aus dem linken Spektrum wie den Gr\u00fcnen, der DKP und teilweise der SPD, die in der FI aktiv waren. Der Einfluss von politischen Parteien in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung sollte allerdings nicht \u00fcberbewertet werden, da linke Parteien in der traditionell eher konservativen Hunsr\u00fcck-Region nicht sehr stark repr\u00e4sentiert waren. Die Rhein-Hunsr\u00fcck-Gruppe der DKP hatte beispielsweise in den 1980er Jahren zehn aktive Mitglieder.<a href=\"#_ftn325\" name=\"_ftnref325\">[325]<\/a> Die einzigen Protagonisten der DKP in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung waren Horst Petry, der Vorsitzende der Rhein-Hunsr\u00fcck-Gruppe, und Wolfgang Bartels aus Trier, der Mitglied im DKP-Bezirksvorstand Rheinland-Pfalz war.<\/p>\n<p>Generell spielte die Parteizugeh\u00f6rigkeit in der FI eine untergeordnete Rolle; es waren zumeist keine hochrangigen Funktionstr\u00e4ger, die sich in der Friedensbewegung bet\u00e4tigten. Politiker aus dem Hunsr\u00fcck wie der Landtagsabgeordnete Joachim Mertes (SPD), die \u00fcberregional politische \u00c4mter bekleideten, solidarisierten sich zwar im Laufe der Zeit mit den Aktivisten, waren aber kein aktiver Teil der Friedensbewegung (vgl. Kapitel 3.3.4 und Kapitel 4.3.4). Es waren vor allem lokalpolitisch t\u00e4tige Menschen, oft ohne Parteizugeh\u00f6rigkeit, wie Gerhard Lorenz oder Jutta Dahl, die sich in ihrer Funktion als gew\u00e4hlte Mitglieder des Gemeinderats von Bell verpflichtet f\u00fchlten, gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper in ihrer Region vorzugehen.<\/p>\n<p>Gerhard Lorenz, Jahrgang 1930, sa\u00df seit 1975 als parteiloser Abgeordneter im Gemeinderat der Gro\u00dfgemeinde Bell. Aufgewachsen war er in Sch\u00f6nborn, zwanzig Kilometer von Bell entfernt. Der Diplom-Ingenieur f\u00fcr Br\u00fcckenbau engagierte sich in der Friedensbewegung, da er als Gemeinderatsmitglied auf das Wohl der Gemeinde und des Staates vereidigt worden war und sich f\u00fcr seine Mitb\u00fcrger, die ihn gew\u00e4hlt hatten, verantwortlich f\u00fchlte. Er konnte die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper, die er als Gefahr f\u00fcr den Hunsr\u00fcck und seine Bewohner ansah, nicht mit seinem Gewissen vereinbaren.<a href=\"#_ftn326\" name=\"_ftnref326\">[326]<\/a> Au\u00dferdem wollte Lorenz die Friedensarbeit \u201enicht nur jungen Leuten \u00fcberlassen\u201c.<a href=\"#_ftn327\" name=\"_ftnref327\">[327]<\/a> Zu Beginn war Lorenz mit seinen Ansichten zum NATO-Doppelbeschluss im Gemeinderat von Bell in der Minderheit. Laut Aussage von Lorenz herrschte im Gemeinderat die Meinung vor, dass \u201edie verantwortlichen Politiker in Bonn es besser wissen als wir\u201c.<a href=\"#_ftn328\" name=\"_ftnref328\">[328]<\/a> Daher stellte er aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quelle wie der Bundeswehrzeitschrift \u201eWehrtechnik\u201c und US-Literatur einen Dia-Vortrag zusammen, mit dem er seine Mitb\u00fcrger \u00fcber die Funktionsweise und die Auswirkungen der Marschflugk\u00f6rper informierte.<a href=\"#_ftn329\" name=\"_ftnref329\">[329]<\/a><\/p>\n<p>Seine Mitarbeit in der Friedensbewegung bescherte Lorenz einige Konflikte mit Teilen der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung und der Staatsanwaltschaft: Nach eigener Aussage wurde er zu Beginn seines Engagements von Mitb\u00fcrgern als \u201eKommunist\u201c tituliert, sein Arbeitsplatz wurde \u00fcberpr\u00fcft und sein privater Telefonanschluss drei Jahre lang \u00fcberwacht.<a href=\"#_ftn330\" name=\"_ftnref330\">[330]<\/a> Der Dia-Vortrag und andere Ma\u00dfnahmen der FI zur Information der B\u00fcrger wie das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c konnten die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung und unter den lokalen Politikern jedoch zugunsten der Friedensbewegung kippen. Daf\u00fcr war neben der Arbeit der Friedensbewegung vor allem die Geheimhaltungspolitik der Bundesregierung verantwortlich: Wie die B\u00fcrgermeister von Bell und Hasselbach erkl\u00e4rten, kamen die einzigen (und letztlich richtigen) Informationen \u00fcber die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper bis zum Erscheinen der B\u00fcrgerinformation \u201eMarschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck\u201c, herausgegeben vom Verteidigungsministerium im August 1986, von der Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn331\" name=\"_ftnref331\">[331]<\/a> Die Gemeinder\u00e4te von Hasselbach und der Gro\u00dfgemeinde Bell lehnten die NATO-Bauma\u00dfnahme auf ihrer Gemarkung schlie\u00dflich im Rahmen einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung im M\u00e4rz 1984 einstimmig ab.<a href=\"#_ftn332\" name=\"_ftnref332\">[332]<\/a> Dies \u00e4nderte zwar nichts am Baubeginn, verdeutlicht aber den Sinneswandel unter den lokalen Politikern.<\/p>\n<p>Aufgrund seines Engagements gegen die Nachr\u00fcstung kann Gerhard Lorenz als einer der f\u00fchrenden K\u00f6pfe der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung bezeichnet werden. So wurde er zusammen mit anderen Kommunalpolitikern im Jahr 1986 zweimal von Verteidigungsminister Manfred W\u00f6rner, der die Hunsr\u00fccker von der Notwendigkeit der Marschflugk\u00f6rper-Stationierung \u00fcberzeugen wollte, auf die Hardth\u00f6he eingeladen.<a href=\"#_ftn333\" name=\"_ftnref333\">[333]<\/a> Bei der Gro\u00dfdemonstration in Hasselbach am 11. Oktober 1986 trat Lorenz in seiner Funktion als 1. Beigeordneter des Gemeinderats und stellvertretender B\u00fcrgermeister von Bell als Redner auf und legte die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ablehnung des Bauvorhabens durch die Gemeindevertretungen dar.<a href=\"#_ftn334\" name=\"_ftnref334\">[334]<\/a> Lorenz beteiligte sich an Demonstrationen und Blockade-Aktionen der Friedensbewegung vor der \u201ePydna\u201c, wurde daf\u00fcr aber nicht angeklagt. Sein Engagement in der Friedensbewegung, das er aufgrund seiner politischen Verantwortung vor Ort begonnen hatte, endete mit dem Beginn der Abr\u00fcstung.<a href=\"#_ftn335\" name=\"_ftnref335\">[335]<\/a><\/p>\n<p>Weitere exponierte Vertreter der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung aus dem politischen Spektrum kamen von den Gr\u00fcnen und der DKP. Der Einfluss der beiden Parteien innerhalb der FI war allerdings begrenzt. So konnte sich der Gr\u00fcnen-Kreisverband Rhein-Hunsr\u00fcck im Vorfeld der Gro\u00dfdemonstration von Hasselbach nicht mit seinem Antrag auf Genehmigung von \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c durch die FI durchsetzen.<a href=\"#_ftn336\" name=\"_ftnref336\">[336]<\/a> Die Mehrheit in der FI lehnte \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c w\u00e4hrend der Demonstration ab, um eine \u201emassenhafte Beteiligung der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung\u201c<a href=\"#_ftn337\" name=\"_ftnref337\">[337]<\/a> nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Die DKP war in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung vor allem publizistisch und organisatorisch t\u00e4tig. Wolfgang Bartels, Journalist aus Trier, war nicht nur im Hunsr\u00fcck aktiv, sondern sa\u00df im DKP-Bezirksvorstand von Rheinland-Pfalz und geh\u00f6rte dem Landessprecherkreis der \u201eFriedensliste\u201c an. Sowohl f\u00fcr die DKP, als auch f\u00fcr die \u201eFriedensliste\u201c ver\u00f6ffentlichte er die Informationsschrift \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO. Bedrohungskarte f\u00fcr jeden Kreis\u201c (vgl. Kapitel 3.3.3). Zusammen mit anderen Mitgliedern der \u201eFriedensliste\u201c, Mitgliedern der Gr\u00fcnen und Mitarbeitern des Forschungsinstituts f\u00fcr Friedenspolitik in Starnberg gab er im Oktober 1986 das Buch \u201eMilit\u00e4r-Heimat Hunsr\u00fcck\u201c heraus.<a href=\"#_ftn338\" name=\"_ftnref338\">[338]<\/a> Innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung arbeitete Bartels wie Horst Petry im \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c mit.<\/p>\n<p>Im Vorfeld der Gro\u00dfdemonstration von Hasselbach war der Bad Kreuznacher DKP-Funktion\u00e4r J\u00fcrgen Locher im Hunsr\u00fccker \u201eFriedensb\u00fcro\u201c aktiv. Locher war als Mitglied des Koordinationsausschusses zur Vorbereitung der Demonstration in den Hunsr\u00fcck gekommen. Laut eines Berichts des Bundesinnenministeriums oblag Locher die Verantwortung \u201ef\u00fcr die organisatorische Struktur der Veranstaltung\u201c.<a href=\"#_ftn339\" name=\"_ftnref339\">[339]<\/a> Die Vorbereitungen vor Ort w\u00fcrden von der DKP kontrolliert, so der Bericht.<a href=\"#_ftn340\" name=\"_ftnref340\">[340]<\/a> Abgesehen von der Vorbereitung der Gro\u00dfdemonstration war der Einfluss der DKP in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung eher gering. Die DKP-Funktion\u00e4re waren \u2013 wie auch die Gr\u00fcnen \u2013 zahlenm\u00e4\u00dfig zu sehr in der Minderheit, als dass sie bei Abstimmungen h\u00e4tten dominieren k\u00f6nnen. Finanzielle Zuwendungen der DKP an die FI gab es nach Angaben von DKP-Funktion\u00e4r Horst Petry nicht;<a href=\"#_ftn341\" name=\"_ftnref341\">[341]<\/a> die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung stand durch Spenden und Verkaufseinnahmen finanziell gut da.<\/p>\n<p>Nachweise f\u00fcr eine Verbindung der DKP-Funktion\u00e4re Horst Petry und Wolfgang Bartels zum Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit (MfS) der DDR fanden sich nicht. Nach Mitteilung der Bundesbeauftragten f\u00fcr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik existieren bei ihrer Beh\u00f6rde keine Unterlagen zu Petry und Bartels. Zu Bartels wurde lediglich eine leere Akte ohne Schriftgut ermittelt.<a href=\"#_ftn342\" name=\"_ftnref342\">[342]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847551\"><\/a>4.3.3 Der Verein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel e.V.<\/h3>\n<p>Um die immer unfangreicher werdende Friedensarbeit besser bew\u00e4ltigen und koordinieren zu k\u00f6nnen, mietete die FI im Februar 1984 B\u00fcror\u00e4ume in Kirchberg an. Als Tr\u00e4ger des sogenannten Friedensb\u00fcros wurde der \u201eVerein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel e.V.\u201c gegr\u00fcndet. Spenden zur Finanzierung des Friedensb\u00fcros gingen an den Verein.<a href=\"#_ftn343\" name=\"_ftnref343\">[343]<\/a> Zun\u00e4chst f\u00fchrten mehrere Mitglieder das B\u00fcro ehrenamtlich. Bald konnte der als gemeinn\u00fctzig anerkannte Verein durch das rege Spendenaufkommen und durch Einnahmen aus Aktionen wie den Osterm\u00e4rschen eine Halbtagskraft einstellen.<a href=\"#_ftn344\" name=\"_ftnref344\">[344]<\/a> Heidrun Kisters (damals noch Heidrun Zimmer) erledigte fortan einen Gro\u00dfteil der Pressearbeit und \u00fcbernahm die Vernetzung der FI mit anderen Friedensgruppen wie der AGF Trier und dem Ostermarschkreis Rheinland-Pfalz sowie mit dem Koordinationsausschuss der Friedensbewegung. Die Adresse des Friedensb\u00fcros wurde zur offiziellen Kontaktadresse der FI beim Bonner Koordinierungsb\u00fcro der Friedensbewegung. 1986 wurde das B\u00fcro in Kirchberg zu klein, weshalb Reinhard Sczech, damals bei IBM besch\u00e4ftigt und daher kreditw\u00fcrdig, ein kleines Haus in Kastellaun kaufte, in dem das Friedensb\u00fcro seitdem untergebracht war. Vom Friedensb\u00fcro aus wurden die \u201eFriedensinformationen\u201c herausgegeben und an die Aktiven der FI verschickt. Das B\u00fcro hatte regen Zulauf von anderen Gruppen der Friedensbewegung und der Presse, sodass zwei weitere Halbtagskr\u00e4fte eingestellt werden mussten, um die anfallende Arbeit zu bew\u00e4ltigen. Das Friedensb\u00fcro wurde zudem zum Treffpunkt der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, in dem sich Menschen zum Diskutieren oder zum Planen von Aktionen trafen.<a href=\"#_ftn345\" name=\"_ftnref345\">[345]<\/a><\/p>\n<p>Der \u201eVerein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung\u201c stellte keine Konkurrenz zur FI, sondern eine Institutionalisierung des Hunsr\u00fccker Friedensengagements dar. Durch die Vereinsgr\u00fcndung genoss die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung aufgrund der Vereinigungsfreiheit verfassungsrechtlichen Schutz.<a href=\"#_ftn346\" name=\"_ftnref346\">[346]<\/a> Der \u201eVerein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung\u201c trat als offizieller Ansprechpartner f\u00fcr Beh\u00f6rden und die Polizei in Erscheinung. Die Akteure innerhalb des Vereins und der FI waren weitgehend die selben, wobei nicht jeder, der in der FI mitarbeitete, auch eine Mitgliedschaft im Verein erwarb. Die Mitglieder des \u201eVereins f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung\u201c stellten gleichsam den harten Kern der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung dar.<\/p>\n<p>Heidrun Kisters, Jahrgang 1959, war ab 1983 in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung aktiv. In Kappel, acht Kilometer von Hasselbach aufgewachsen, kehrte sie nach dem Studium der Internationalen Agrarwirtschaft 1982 in den Hunsr\u00fcck zur\u00fcck. \u00dcber den Friedensstammtisch in Kirchberg stie\u00df sie zur FI und arbeitete von 1984 bis 1989 im \u201eFriedensb\u00fcro\u201c. Als Angestellte des \u201eFriedensb\u00fcros\u201c war sie haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Vernetzung mit anderen Friedensgruppen und dem Koordinationsausschuss der Friedensbewegung zust\u00e4ndig. Seit Mitte der 1990er Jahre ist Kisters die Vorsitzende des \u201eVereins f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung\u201c, der bis heute besteht.<a href=\"#_ftn347\" name=\"_ftnref347\">[347]<\/a><\/p>\n<p>Reinhard Sczech, geboren 1953, war in Kastellaun aufgewachsen. Nach dem Studium der Elektrotechnik war er zun\u00e4chst als Ingenieur im Irak und in Russland besch\u00e4ftigt. Ende 1982 zog er wieder in den Hunsr\u00fcck. Schon vor seinem Engagement in der Friedensbewegung war Sczech als Mitglied bei amnesty international und in der SPD sozial und politisch aktiv. Nach seiner R\u00fcckkehr in den Hunsr\u00fcck schloss er sich dem Friedensstammtisch in Holzbach an und war einer der Initiatoren des Kastellauner Friedensstammtisches.<a href=\"#_ftn348\" name=\"_ftnref348\">[348]<\/a> Innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung bet\u00e4tigte sich Reinhard Sczech vor allem im Bereich der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit anderen Friedensaktivisten erstellte er einen Dia-Vortrag \u00fcber die Nachr\u00fcstung im Hunsr\u00fcck, den sie in zahlreichen St\u00e4dten und D\u00f6rfern der Bundesrepublik pr\u00e4sentierten, um die Situation im Hunsr\u00fcck publik zu machen.<a href=\"#_ftn349\" name=\"_ftnref349\">[349]<\/a> Auch fungierte Sczech als Ansprechpartner f\u00fcr \u00fcberregionale Medien, die durch die Arbeit der Friedensbewegung immer mehr auf den Hunsr\u00fcck aufmerksam wurden.<a href=\"#_ftn350\" name=\"_ftnref350\">[350]<\/a> Seine Kontakte innerhalb der SPD nutzte Sczech, um an Informationen \u00fcber den Stand der Nachr\u00fcstung zu gelangen und um die Anliegen der Friedensbewegung \u00fcber den SPD-Landtagsabgeordneten Joachim Mertes in das rheinland-pf\u00e4lzische Parlament zu tragen. Eine Einordnung Reinhard Sczechs in das politische Spektrum w\u00e4re allerdings nicht korrekt, da er sich politisch haupts\u00e4chlich innerhalb der Friedensbewegung engagierte und seine SPD-Mitgliedschaft nach eigener Aussage vor allem zur Informationsbeschaffung nutzte.<a href=\"#_ftn351\" name=\"_ftnref351\">[351]<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847552\"><\/a>4.3.4 Das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c<\/h3>\n<p>Die Idee zu einer eigenen Zeitung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung stammte von Helmut Jordan, der mit der Publikation eine \u201eGegen\u00f6ffentlichkeit zum faktisch bestehenden Pressemonopol des Koblenzer Mittelrheinverlages\u201c<a href=\"#_ftn352\" name=\"_ftnref352\">[352]<\/a> herstellen wollte. Im Januar 1983 stellte Jordan sein Konzept, noch unter dem Arbeitstitel \u201eFriedens-Forum\u201c, bei einem Treffen der FI in Simmern vor. Die Zeitung sollte zum einen \u00fcber den NATO-Doppelbeschluss und die geplante Stationierung der atomaren Marschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck informieren. Zum anderen sollte die Publikation ein Forum f\u00fcr antimilitaristische und pazifistische Ideen und Gedanken bieten und \u201eein kleines Gegengewicht zum verbreiteten militaristischen Denken der damaligen Zeit des Kalten Krieges schaffen\u201c<a href=\"#_ftn353\" name=\"_ftnref353\">[353]<\/a>. Die Mitglieder der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung sahen sich zu diesem Zeitpunkt von der Simmerner Lokalredaktion des Mittelrheinverlages, welche den Lokalteil \u201eHunsr\u00fccker Zeitung\u201c herausgab, und der Koblenzer Redaktion der \u201eRhein-Zeitung\u201c, welche f\u00fcr die \u00fcberregionale Berichterstattung verantwortlich war, als linksradikal und verfassungsfeindlich dargestellt und kriminalisiert. Tats\u00e4chlich wurde die Friedensbewegung in Artikeln wie \u201eRaketengegner planen Aufstand\u201c in die geistige N\u00e4he des Kommunismus ger\u00fcckt.<a href=\"#_ftn354\" name=\"_ftnref354\">[354]<\/a> Doch wechselte die Perspektive je nach Redakteur; die Berichterstattung war nicht durchgehend gegen die Friedensbewegung gerichtet.<a href=\"#_ftn355\" name=\"_ftnref355\">[355]<\/a><\/p>\n<p>Die erste Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\/Zeitschrift f\u00fcr Demokratie und Frieden\u201c kam im April 1983 mit einer Auflage von 1.000 St\u00fcck auf den Markt. Das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c erschien in der Folgezeit viertelj\u00e4hrlich mit einer Auflage von 1.500 bis 2.000 Exemplaren und kostete zwischen 2,50 DM und 3,00 DM. Im Oktober 1995 wurde die 64. und letzte Ausgabe herausgebracht.<a href=\"#_ftn356\" name=\"_ftnref356\">[356]<\/a> Vertrieben wurde das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c \u00fcber Abonnements und Verkaufsstellen bei Einzelhandelsgesch\u00e4ften, Friseuren und B\u00fcchereien. Auch au\u00dferhalb des Hunsr\u00fccks konnte man die Zeitschrift kaufen, beispielsweise in der Mainzer Anna-Seghers-B\u00fccherei.<a href=\"#_ftn357\" name=\"_ftnref357\">[357]<\/a> Die Zahl der Abonnenten lag nach Angaben von Redaktionsmitglied Horst Petry zu Beginn bei 300 und stieg 1986 aufgrund der gesteigerten \u00f6ffentlichen Wahrnehmung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung durch die Gro\u00dfdemonstration in Hasselbach auf 700 an.<a href=\"#_ftn358\" name=\"_ftnref358\">[358]<\/a><\/p>\n<p>Die Besetzung der Redaktion \u00e4nderte sich im Laufe der Jahre mehrfach. Der harte Kern bestand aus dem Sozialarbeiter Helmut Jordan, der auch als Verantwortlicher im Sinne des Presserechts fungierte, dem (nicht mit ihm verwandten) Ehepaar Uschi und Michael Jordan, dem Entwicklungshelfer Manfred Schmitz, dem freiberuflichen Journalisten Wolfgang Bartels und dem Drucker Horst Petry. Abgesehen von Horst Petry stammten die Redakteure der Zeitschrift nicht aus dem Hunsr\u00fcck, sondern waren Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre berufsbedingt in die Region gezogen. Als Ausl\u00f6ser ihres Engagements in der Friedensbewegung bezeichneten sie die gro\u00dfe milit\u00e4rische Pr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck, die sie als bedrohlich empfanden, sowie den NATO-Doppelbeschluss. Bis auf Wolfgang Bartels waren die Redakteure des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c keine hauptberuflichen Journalisten, hatten aber bereits in anderen Bewegungen wie der Studenten- oder der Gewerkschaftsbewegung mitgearbeitet.<a href=\"#_ftn359\" name=\"_ftnref359\">[359]<\/a> Zum festen Redaktionsstamm hinzu kam eine Vielzahl freier Mitarbeiter wie Reinhard Sczech, Heidrun Kisters, dem freiberuflichen Journalisten Uwe Anh\u00e4user und vielen anderen aus der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, die Beitr\u00e4ge im \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c ver\u00f6ffentlichten.<a href=\"#_ftn360\" name=\"_ftnref360\">[360]<\/a><\/p>\n<p>Das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c trug sich haupts\u00e4chlich durch den Verkaufserl\u00f6s und durch Anzeigen. Hinzu kamen Spenden von prominenten Unterst\u00fctzern, wie der Schriftstellerin Gudrun Pausewang oder dem Hunsr\u00fccker Regisseur Edgar Reitz.<a href=\"#_ftn361\" name=\"_ftnref361\">[361]<\/a> Zun\u00e4chst wurde die Zeitschrift im Selbstverlag produziert und an verschiedenen Stellen gedruckt; ab der zehnten Ausgabe \u00fcbernahm das Redaktionsmitglied Horst Petry den Druck zum Selbstkostenpreis.<a href=\"#_ftn362\" name=\"_ftnref362\">[362]<\/a> Da der Telefonanschluss des DKP-Funktion\u00e4rs Petry ab dann die offizielle Kontaktadresse des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c darstellte, wurde die Redaktion im Vorfeld der Gro\u00dfdemonstration in Hasselbach 1986 durch das Bundesinnenministerium beobachtet. Die Beamten konnten allerdings keine Einflussnahme von Seiten der DKP auf das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c feststellen.<a href=\"#_ftn363\" name=\"_ftnref363\">[363]<\/a><\/p>\n<p>Die Berichterstattung des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c konzentrierte sich, besonders zu Beginn, auf das Thema Nachr\u00fcstung. \u00c4u\u00dferst detailliert schrieben die Friedensaktivisten \u00fcber die Vorg\u00e4nge rund um den Hunsr\u00fcck als Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper und \u00fcber die Aktionen und Anliegen der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn364\" name=\"_ftnref364\">[364]<\/a> Berichte \u00fcber Milit\u00e4r in der Bundesrepublik und Atomwaffen im allgemeinen sowie \u00fcber Aktionen der bundesweiten Friedensbewegung fanden ebenfalls Eingang in das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c.<a href=\"#_ftn365\" name=\"_ftnref365\">[365]<\/a> Ab 1984 wurden auch Themen, die nicht direkt mit der Bewegung gegen die Nachr\u00fcstung zu tun hatten, wie die Dritte Welt und Rechtsradikalismus, behandelt.<a href=\"#_ftn366\" name=\"_ftnref366\">[366]<\/a> W\u00e4hrend \u00fcber die Nachr\u00fcstung im Hunsr\u00fcck sehr gewissenhaft und faktentreu berichtet wurde, brachten die Redakteure in Artikeln wie \u201eWas ist eigentlich Anarchie?\u201c<a href=\"#_ftn367\" name=\"_ftnref367\">[367]<\/a> ihre politischen \u00dcberzeugungen und pers\u00f6nlichen Ansichten zum Ausdruck, was m\u00f6glicherweise einen noch gr\u00f6\u00dferen Adressatenkreis f\u00fcr das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c verhinderte.<\/p>\n<p>Ihre Ziele formulierten die Redakteure in der ersten Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c wie folgt: \u201eWir wollen mit dieser Zeitschrift Informationen nachreichen und zusammenfassen, die wir hier in der Tagespresse vermissen.\u201c<a href=\"#_ftn368\" name=\"_ftnref368\">[368]<\/a> Dazu nutzten sie Artikel aus \u00fcberregionalen Medien wie \u201eStern\u201c und \u201eSpiegel\u201c sowie frei zug\u00e4ngliche milit\u00e4rische Fachzeitschriften wie die Informationsschrift der 2. Luftwaffendivision Birkenfeld\/Nahe, um den Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper zu pr\u00e4zisieren.<a href=\"#_ftn369\" name=\"_ftnref369\">[369]<\/a> Dennoch leitete der Generalbundesanwalt im Juli 1983 ein Ermittlungsverfahren wegen des \u201eVerdachts des Offenbarens von Staatsgeheimnissen\u201c gegen den presserechtlich verantwortlichen Redakteur Helmut Jordan ein.<a href=\"#_ftn370\" name=\"_ftnref370\">[370]<\/a> Das Verfahren wurde im Laufe des Jahres 1983 auf die gesamte Redaktion ausgeweitet, aber schlie\u00dflich am 26. M\u00e4rz 1984 eingestellt.<a href=\"#_ftn371\" name=\"_ftnref371\">[371]<\/a> Die Aufmerksamkeit, die das Verfahren dem \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c bescherte, f\u00fchrte zu einer Erh\u00f6hung der Auflage von 1.000 auf 1.500 Exemplare.<a href=\"#_ftn372\" name=\"_ftnref372\">[372]<\/a><\/p>\n<p>Erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geriet das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c im Jahr 1985. Ausl\u00f6ser war die achte Ausgabe der \u201eZeitschrift f\u00fcr Demokratie und Frieden\u201c von April 1985, in der ein Bauplan der \u201ePydna\u201c aus dem Staatsbauamt Koblenz abgedruckt war. Der Bauplan war \u2013 wie Mitarbeiter des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c \u00fcbereinstimmend berichteten \u2013 der Redaktion von Unbekannten in den Briefkasten geworfen worden.<a href=\"#_ftn373\" name=\"_ftnref373\">[373]<\/a> Aus dem Bauplan ging endg\u00fcltig hervor, dass die ehemalige \u201eB-Battery\u201c bei Hasselbach zum Stationierungsort f\u00fcr die atomar best\u00fcckten Marschflugk\u00f6rper ausgebaut werden sollte.<a href=\"#_ftn374\" name=\"_ftnref374\">[374]<\/a> Au\u00dferdem enthielt die achte Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c eine selbst erstellte Karte der \u201eStationierungsorte Cruise Missiles und Patriot\u201c, auf der weitere Milit\u00e4ranlagen im Hunsr\u00fcck wie die neu gebaute Stellung f\u00fcr Flugabwehrraketen des Typs \u201ePatriot\u201c bei Grenderich, zwanzig Kilometer von Hasselbach entfernt, aufgezeigt wurden.<a href=\"#_ftn375\" name=\"_ftnref375\">[375]<\/a><\/p>\n<p>Die Koblenzer Staatsanwaltschaft nahm daraufhin im April 1985 die Ermittlungen auf und durchsuchte mit mehr als zwei Dutzend Polizisten die Wohnungen und teilweise auch die Arbeitspl\u00e4tze der Redakteure sowie die R\u00e4ume des Friedensb\u00fcros in Kirchberg. Au\u00dferdem wurde die Druckerei der DKP Rheinland-Pfalz, wo die achte Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c gedruckt worden war, durchsucht, um an die Druckvorlage f\u00fcr den Lageplan zu kommen. Gegen Helmut Jordan wurde als presserechtlich verantwortlichen Redakteur ein Ermittlungsverfahren wegen \u201esicherheitsgef\u00e4hrdenden Abbildens\u201c und \u201e\u00f6ffentlicher Aufforderung zu Straftaten\u201c eingeleitet.<a href=\"#_ftn376\" name=\"_ftnref376\">[376]<\/a> Der zweite Vorwurf bezog sich auf einen Aufruf der DFG-VK zu einer Kampagne gegen die unterschiedliche Dauer von Wehr- und Zivildienst, in dem Zivildienstleistende dazu aufgefordert wurden, nach dem durchschnittlichen Grundwehrdienst von f\u00fcnfzehn Monaten und drei Tagen \u201edie Koffer zu packen\u201c.<a href=\"#_ftn377\" name=\"_ftnref377\">[377]<\/a> Dieser Aufruf war ebenfalls in der achten Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c erschienen.<a href=\"#_ftn378\" name=\"_ftnref378\">[378]<\/a><\/p>\n<p>Der Fall erregte bundesweit Aufsehen, da der Bauplan bereits im Oktober 1984 in der Berliner \u201eTageszeitung\u201c ver\u00f6ffentlicht worden war, ohne dass Ermittlungen erfolgten. Auch war der Aufruf zum \u201eKoffer packen\u201c schon mehr als ein Jahr zuvor in dem DFG-VK-Informationsdienst \u201eS\u00fcdwest-Kontakte\u201c erschienen und hatte keinerlei strafrechtliche Konsequenzen f\u00fcr die Herausgeber zur Folge gehabt.<a href=\"#_ftn379\" name=\"_ftnref379\">[379]<\/a> \u00dcberregionale Zeitungen wie die \u201eFrankfurter Rundschau\u201c und die \u201eTageszeitung\u201c berichteten ausf\u00fchrlich \u00fcber die Durchsuchungen und die Ermittlungen der Koblenzer Staatsanwaltschaft.<a href=\"#_ftn380\" name=\"_ftnref380\">[380]<\/a> Der \u201eSpiegel\u201c brachte Ende April einen Artikel zu den Vorf\u00e4llen und druckte im Zuge dessen den Bauplan ab.<a href=\"#_ftn381\" name=\"_ftnref381\">[381]<\/a> Daraufhin wurde auch gegen den \u201eSpiegel\u201c ermittelt, das Verfahren jedoch im August 1985 eingestellt.<a href=\"#_ftn382\" name=\"_ftnref382\">[382]<\/a><\/p>\n<p>In der Folge kam es, auch von au\u00dferhalb der Friedensbewegung, zu einer Solidarisierung mit dem \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c. Die FI wehrte sich durch symbolische und mit den Betroffenen abgesprochene Anzeigen gegen \u00c4rzte und Rechtsanw\u00e4lte, die den \u201eSpiegel\u201c mit dem Abdruck des Bauplans in ihren Wartezimmern ausliegen hatten.<a href=\"#_ftn383\" name=\"_ftnref383\">[383]<\/a> Reinhard Sczech k\u00fcndigte dem zust\u00e4ndigen Oberstaatsanwalt Wippermann an, dass er \u00f6ffentlich Kopien des Bauplans aus dem \u201eSpiegel\u201c vor dem Amtsgericht in Simmern verteilen werde. Vor den laufenden Kameras der ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c konfiszierten Polizeibeamte am 1. Juli 1985 die Kopien, nicht aber Sczechs Ausgabe des \u201eSpiegel\u201c.<a href=\"#_ftn384\" name=\"_ftnref384\">[384]<\/a> Gegen Sczech wurde ein Ermittlungsverfahren wegen \u201esicherheitsgef\u00e4hrdenden Abbildens\u201c eingeleitet, welches jedoch am 9. August eingestellt wurde.<a href=\"#_ftn385\" name=\"_ftnref385\">[385]<\/a> Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Joachim Mertes verteilte Kopien des Bauplans in seinem B\u00fcrgerb\u00fcro, in einer Sitzung im Simmerner Kreistag und an die SPD-Fraktion im Mainzer Landtag.<a href=\"#_ftn386\" name=\"_ftnref386\">[386]<\/a> Die Gr\u00fcnen druckten den Bauplan im \u201eGr\u00fcnen Rheinland-Pf\u00e4lzer\u201c ab;<a href=\"#_ftn387\" name=\"_ftnref387\">[387]<\/a> Aktion S\u00fchnezeichen ver\u00f6ffentlichte die Zeichnung in seiner Zeitschrift \u201ePax An\u201c.<a href=\"#_ftn388\" name=\"_ftnref388\">[388]<\/a> Erneut f\u00fchrte die Berichterstattung \u00fcber die Ermittlungen gegen das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c, besonders in \u00fcberregionalen Medien, zu einem steigenden Absatz der Zeitschrift .<a href=\"#_ftn389\" name=\"_ftnref389\">[389]<\/a> Zahlreiche Briefe aus der gesamten Bundesrepublik erreichten die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, in denen Menschen ihre Solidarit\u00e4t mit dem \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c bekundeten.<a href=\"#_ftn390\" name=\"_ftnref390\">[390]<\/a><\/p>\n<p>Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Abtransport der Marschflugk\u00f6rper aus dem Hunsr\u00fcck ging die Auflage des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c zu Beginn der 1990er Jahre auf 1.000 Exemplare zur\u00fcck. Doch gelang es dem \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c, sich noch bis Mitte der 1990er Jahre zu erhalten und sich thematisch weiter zu entwickeln. Dies war m\u00f6glich, da die Redaktion bereits vorher neben dem Schwerpunkt Nachr\u00fcstung andere Themenbereiche behandelt hatte. Die Aufmerksamkeit der Redaktion galt nach dem INF-Vertrag den Bereichen Konversion und Tiefflug-L\u00e4rm; die Themen waren weiterhin zumeist regionaler Natur.<a href=\"#_ftn391\" name=\"_ftnref391\">[391]<\/a> Im Oktober 1995, neun Jahre nachdem die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung mit der Gro\u00dfdemonstration von Hasselbach ihren H\u00f6hepunkt erlebt hatte, erschien die letzte Ausgabe des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847553\"><\/a>4.3.5 Von Gruppen unabh\u00e4ngiges Engagement aus der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung<\/h3>\n<p>Zwei Beispiele f\u00fcr Engagement in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, das unabh\u00e4ngig von Gruppen oder Organisationen stattfand, sind Lore Kneip und Hilde Br\u00fcck. Beide waren zur Zeit der Friedensbewegung schon fast f\u00fcnfzig Jahre alt und stammten aus dem Hunsr\u00fcck. Sie hatten ihr bisheriges Leben in dieser Region verbracht, ohne sich an der Milit\u00e4rpr\u00e4senz zu st\u00f6ren: \u201eDamals habe ich wirklich geglaubt, das muss so sein, wir werden bedroht vom Osten und das ist f\u00fcr unsere Sicherheit.\u201c<a href=\"#_ftn392\" name=\"_ftnref392\">[392]<\/a> Beide Frauen waren bisher eher unpolitisch gewesen; die bevorstehende Stationierung der Marschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck war f\u00fcr sie der Ansto\u00df zur Mitarbeit in der Friedensbewegung.<a href=\"#_ftn393\" name=\"_ftnref393\">[393]<\/a> Zwar war ihr Engagement in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung deutlich h\u00f6her als das der Hunsr\u00fccker im allgemeinen, dennoch stehen Lore Kneip und Hilde Br\u00fcck stellvertretend f\u00fcr den Teil der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung, der durch die regionalen Folgen des NATO-Doppelbeschlusses zum ersten Mal politisch aktiv wurde und sich aus pers\u00f6nlicher Betroffenheit der Friedensbewegung anschloss. Auch zeigt sich an ihrem Beispiel die Bedeutung der Frauen innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung.<\/p>\n<p>Lore Kneip bewirtschaftete mit ihrer Familie einen Aussiedlerhof in Bell. Die Presseberichte \u00fcber die Stationierung der Pershing-II-Raketen in Mutlangen hatten sie bereits \u201ebedr\u00fcckt\u201c; ein Artikel im \u201eSpiegel\u201c \u00fcber die Nachr\u00fcstung im Hunsr\u00fcck gab f\u00fcr sie den Ausschlag, sich der Friedensbewegung anzuschlie\u00dfen.<a href=\"#_ftn394\" name=\"_ftnref394\">[394]<\/a> Zun\u00e4chst sammelte sie zusammen mit anderen Frauen aus Bell Unterschriften gegen die Nachr\u00fcstung. In einem offenen Brief an den B\u00fcrgermeister und die Gemeinder\u00e4te forderten die Frauen im Februar 1984 dazu auf, sich in der anstehenden Gemeinderatssitzung mit der geplanten NATO-Bauma\u00dfnahme zu befassen. Daraufhin fand am 22. M\u00e4rz 1984 eine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung statt, bei der die betroffenen Gemeinden den Bau ablehnten.<a href=\"#_ftn395\" name=\"_ftnref395\">[395]<\/a><\/p>\n<p>Auf der Ostermarschkundgebung 1984 in Kastellaun hielt Lore Kneip zusammen mit Hilde Br\u00fcck eine Rede vor den anwesenden 2.000 Teilnehmern.<a href=\"#_ftn396\" name=\"_ftnref396\">[396]<\/a> Darin brachte sie ihre Angst vor den Folgen der Marschflugk\u00f6rper-Stationierung zum Ausdruck und forderte ihre Mitb\u00fcrger zum Protest auf: \u201eIch f\u00fchle mich hier in meiner Heimat nicht mehr wohl. (&#8230;) Wo Raketen stationiert werden, besteht die Gefahr, dass Raketen zur\u00fcckkommen. (&#8230;) Viele sagen, man kann nichts dagegen tun. Aber wenn jeder aus seiner Anonymit\u00e4t heraustreten und sagen w\u00fcrde, ich finde das schlecht, was hier geschieht und ich bin dagegen, dann w\u00fcrde es anders aussehen.\u201c<a href=\"#_ftn397\" name=\"_ftnref397\">[397]<\/a><\/p>\n<p>Ab 1984 stellte Lore Kneip der FI einen ihrer \u00c4cker als \u201eFriedensacker\u201c auf unbestimmte Zeit zur Verf\u00fcgung.<a href=\"#_ftn398\" name=\"_ftnref398\">[398]<\/a> Zun\u00e4chst wurde das Engagement der Landwirtin von der Mehrheit der Dorfbev\u00f6lkerung noch mit Misstrauen gesehen und sie gefragt, was sie \u201edenn da oben gepflanzt\u201c habe. Doch als die Holzkreuze mehrere Male von Unbekannten umgerissen worden waren, solidarisierten sich viele Skeptiker mit der Friedensbewegung und halfen beim Aufrichten der Kreuze.<a href=\"#_ftn399\" name=\"_ftnref399\">[399]<\/a><\/p>\n<p>Hilde Br\u00fcck aus dem Dorf G\u00f6denroth in der Verbandsgemeinde Kastellaun brachte ihren Protest gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper dadurch zum Ausdruck, dass sie als Schreinerin keine Auftr\u00e4ge annahm, die mit dem Bau der \u201ePydna\u201c zu tun hatten. Trotz der wirtschaftlichen Einbu\u00dfen, die sie dadurch in Kauf nahm, lehnte sie mehrfach Auftr\u00e4ge an der NATO-Baustelle ab und forderte auf der Ostermarschkundgebung 1984 andere Handwerker und Unternehmer zu gleichem Handeln auf: \u201e\u00dcberlegt Euch, was Ihr da bauen m\u00fcsst. Eure Arbeiten werden es erst m\u00f6glich machen, diese Zerst\u00f6rungskraft in Bewegung zu bringen. Wenn Ihr keine Auftr\u00e4ge annehmt, habt Ihr bei Euch schon was ver\u00e4ndert.\u201c<a href=\"#_ftn400\" name=\"_ftnref400\">[400]<\/a><\/p>\n<p>Hilde Br\u00fcck hatte im Gegensatz zur Mehrheit der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung von Beginn an keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit den Friedensaktivisten, die von au\u00dferhalb in den Hunsr\u00fcck kamen. Sie beteiligte sich am ersten \u201eFrauenwiderstandscamp\u201c, das im Sommer 1983 in der Ortsgemeinde Reckershausen bei Kirchberg stattfand. Dies wurde von ihren Mitb\u00fcrgern eher skeptisch gesehen; das Widerstandscamp, an dem mehrheitlich Frauen aus dem st\u00e4dtischen Bereich, viele von ihnen aus der alternativen Szene oder homosexuell, teilnahmen, war der l\u00e4ndlichen Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung suspekt. Als das zweite Camp im Sommer 1984 von der Polizei ger\u00e4umt wurde, stellte Hilde Br\u00fcck den Frauen ihre Wiese zur Verf\u00fcgung.<a href=\"#_ftn401\" name=\"_ftnref401\">[401]<\/a> F\u00fcr ihre Beteiligung an einer Blockade-Aktion an der \u201ePydna\u201c wurde Hilde Br\u00fcck 1987 wegen N\u00f6tigung vom Amtsgericht Simmern zu einer Geldstrafe von 30 Tagess\u00e4tzen \u00e0 15 DM verurteilt, aber genau wie die anderen Blockade-Teilnehmer zehn Jahre sp\u00e4ter nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts r\u00fcckwirkend freigesprochen.<a href=\"#_ftn402\" name=\"_ftnref402\">[402]<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847554\"><\/a>4.3.6 Ausw\u00e4rtige Friedensaktivisten im Hunsr\u00fcck<\/h3>\n<p>Im Hunsr\u00fcck entstand die Friedensbewegung zwar aus der einheimischen Bev\u00f6lkerung heraus, dennoch gab es Friedensaktivisten, die eigens zum Protest gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper bzw. zur Mitarbeit in der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung in die Region kamen. Die ersten ausw\u00e4rtigen Aktivisten waren die Teilnehmerinnen der \u201eFrauenwiderstandscamps\u201c, die ab Sommer 1983 jeweils in der N\u00e4he von Kirchberg stattfanden. Im \u201eFrauenwiderstandscamp\u201c versammelten sich Feministinnen aus dem gesamten Bundesgebiet, um vor Ort gegen die Nachr\u00fcstung zu demonstrieren. Die Teilnehmerinnen des Camps \u00fcbten eine fundamentalere Gesellschaftskritik als die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung und waren auch in ihren Mitteln radikaler als die Hunsr\u00fccker Aktivisten zu dieser Zeit.<a href=\"#_ftn403\" name=\"_ftnref403\">[403]<\/a> So besetzten zwanzig Frauen des zweiten \u201eFrauenwiderstandscamps\u201c im August 1984 f\u00fcr mehrere Stunden einen Baukran auf der \u201ePydna\u201c. Die Polizei r\u00e4umte den Kran daraufhin gewaltsam; das Camp wurde mit Frontladern niedergerissen.<a href=\"#_ftn404\" name=\"_ftnref404\">[404]<\/a> Aufgrund solcher Aktionen kam es durchaus zu Kontroversen mit der einheimischen Bev\u00f6lkerung, die mit den Feministinnen, die vorwiegend aus dem st\u00e4dtischen Bereich stammten, und ihren Protestformen wenig anzufangen wusste. Dies lag zum einen an der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung, die gewisse Ressentiments gegen die Frauen des Widerstandscamps und deren Lebensstil hatte. Zum anderen lag es an den Frauen selbst, die sich in der Mehrzahl nicht bem\u00fchten, den Einheimischen ihr Anliegen und ihre Aktionsformen zu vermitteln.<a href=\"#_ftn405\" name=\"_ftnref405\">[405]<\/a><\/p>\n<p>Besser integriert in die Hunsr\u00fccker Gesellschaft waren die christlichen Friedensaktivisten, die von au\u00dferhalb in den Hunsr\u00fcck kamen. In den Jahren 1985 bis 1988 fanden sich an Pfingsten die \u201eOrdensleute f\u00fcr den Frieden\u201c in einem Camp am Stationierungsort zu mehrt\u00e4gigen Gebeten zusammen.<a href=\"#_ftn406\" name=\"_ftnref406\">[406]<\/a> Clemens Ronnefeldt, Vorsitzender von Pax Christi im Bistum Mainz, zog 1986 mit seiner Frau in den Hunsr\u00fcck, um die Friedensbewegung zu unterst\u00fctzen. Eine Pax-Christi-Basisgruppe f\u00fcr den Hunsr\u00fcck wurde gegr\u00fcndet, die sich am \u00f6kumenischen Friedensgebet vor der \u201ePydna\u201c beteiligte. Mitglieder von Pax Christi, unter anderem auch Clemens Ronnefeldt, nahmen im November 1986 sowie im Mai und Oktober 1987 an den Blockade-Aktionen vor der Raketenstation teil.<a href=\"#_ftn407\" name=\"_ftnref407\">[407]<\/a> Die amerikanische christliche Friedensorganisation \u201eChurch and Peace\u201c entsandte einen Friedensarbeiter, der Gespr\u00e4chskontakte zum amerikanischen Milit\u00e4r kn\u00fcpfte und der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung Begegnungen mit ranghohen Milit\u00e4rs erm\u00f6glichte.<a href=\"#_ftn408\" name=\"_ftnref408\">[408]<\/a> Die Pr\u00e4senz ausw\u00e4rtiger Friedensaktivisten im Hunsr\u00fcck kann auf die verst\u00e4rkte \u00d6ffentlichkeitsarbeit der FI ab 1983 durch das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c und das Friedensb\u00fcro zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Ein hilfreicher Umstand mag auch die Ausstrahlung des ersten Teils von Edgar Reitz\u2019 Fernseh-Trilogie \u201eHeimat\u201c im Jahr 1984 in der ARD gewesen sein. Viele Zuschauer wurden durch die popul\u00e4re Serie \u00fcber das Leben einer Hunsr\u00fccker Bauernfamilie in dem fiktiven Dorf \u201eSchabbach\u201c auf den Hunsr\u00fcck aufmerksam. Das Dorf Woppenroth, in dem \u201eHeimat\u201c gedreht wurde, wurde zum Anziehungspunkt f\u00fcr Touristen, was die FI mit dem Aufstellen von Informationsst\u00e4nden \u00fcber die Nachr\u00fcstung f\u00fcr sich zu nutzen versuchte.<a href=\"#_ftn409\" name=\"_ftnref409\">[409]<\/a> Auch bot die bundesweite Aufmerksamkeit den Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten eine gute Gelegenheit, um mit ihrem Dia-Vortrag \u00fcber die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck durch die Bundesrepublik zu reisen.<a href=\"#_ftn410\" name=\"_ftnref410\">[410]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc209847555\"><\/a>4.4 Die Entwicklung der Friedensbewegung<\/h2>\n<p>Die Entwicklung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung l\u00e4sst sich wie die der bundesweiten Friedensbewegung in vier Entwicklungsstufen bzw. Phasen einteilen. Die Phasen sind auch f\u00fcr die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung, wie es Janning f\u00fcr die bundesweite Friedensbewegung formuliert, \u201enicht trennscharf zu bestimmen; sie \u00fcberlappen einander\u201c.<a href=\"#_ftn411\" name=\"_ftnref411\">[411]<\/a> Im Gegensatz zur bundesweiten Friedensbewegung, die durch das Phasenmodell von Janning nur bis zum \u201ehei\u00dfen Herbst\u201c 1983 vor der Abstimmung \u00fcber den NATO-Doppelbeschluss im Bundestag erfasst wird,<a href=\"#_ftn412\" name=\"_ftnref412\">[412]<\/a> ist es m\u00f6glich, die Entwicklung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung bis zu ihrem Abklingen nach dem INF-Vertrag im Dezember 1987 anhand des Phasenmodells zu beschreiben.<\/p>\n<p>Dies hat mehrere Gr\u00fcnde: Erstens verlief die Entwicklung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung im Vergleich zur bundesweiten Friedensbewegung langsamer und daher zeitlich versetzt ab. Gro\u00dfen Zulauf erhielt sie erst Ende 1982 durch einen Artikel im Wochenmagazin \u201eStern\u201c, in dem der Hunsr\u00fcck erstmals \u00f6ffentlich als Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper genannt wurde.<a href=\"#_ftn413\" name=\"_ftnref413\">[413]<\/a> Ihren H\u00f6hepunkt erreichte die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung dann im Oktober 1986 mit der Gro\u00dfdemonstration von Hasselbach \u2013 zu einem Zeitpunkt, als die Friedensbewegung in der Bundesrepublik von Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten sowie von nicht wenigen Aktivisten selbst schon mehrfach f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt worden war.<a href=\"#_ftn414\" name=\"_ftnref414\">[414]<\/a> Zweitens schien das positive Votum des Bundestags zur Nachr\u00fcstung am 22. November 1983 die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung nicht in ihrem Engagement zu schw\u00e4chen. Im Gegenteil: Erst 1984 wurden der \u201eVerein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung\u201c und das \u201eFriedensb\u00fcro\u201c gegr\u00fcndet; die Osterm\u00e4rsche im Hunsr\u00fcck verzeichneten bis einschlie\u00dflich 1986 steigende Teilnehmerzahlen.<a href=\"#_ftn415\" name=\"_ftnref415\">[415]<\/a> Drittens verband die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung mehr als ein \u201eMinimalkonsens\u201c. Die Bewegung funktionierte \u00fcber pers\u00f6nliche Kontakte und die gemeinsame Identit\u00e4t als \u201eHunsr\u00fccker\u201c, auf die sich die Aktivisten immer wieder beriefen.<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847556\"><\/a>4.4.1 Diskussionsphase<\/h3>\n<p>Die Diskussionsphase begann im Jahr 1979 mit der Gr\u00fcndung einer DFG-VK-Gruppe in der Kreisstadt Simmern. Die Kriegsdienstverweigerer f\u00fchrten eine \u00f6ffentliche Aktion zum Umtausch von Kriegsspielzeug durch und protestierten gegen eine Bundeswehrausstellung in Simmern.<a href=\"#_ftn416\" name=\"_ftnref416\">[416]<\/a> An Ostern 1981 veranstaltete die DFG-VK eine \u201eOsterfriedensfahrt\u201c mit dem Fahrrad zum US-Flugplatz Hahn, an der etwa 100 Menschen teilnahmen.<a href=\"#_ftn417\" name=\"_ftnref417\">[417]<\/a><\/p>\n<p>Friedensarbeit auf dem Hunsr\u00fcck als Teil der Friedensbewegung begann im November 1981, als die DFG-VK zur Teilnahme an der bundesweiten Friedenswoche aufrief. Aus verschiedenen politischen Jugendverb\u00e4nden, Parteien, Umweltschutzorganisationen, gewerkschaftlichen Arbeitskreisen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen bildete sich die \u201eInitiative Friedenswoche Rhein-Hunsr\u00fcck\u201c, welche die erste Hunsr\u00fccker Friedenswoche mit fast 50 Veranstaltungen in Gastst\u00e4tten und Gemeindeh\u00e4usern der D\u00f6rfer durchf\u00fchrte. Die Koordinationstreffen, die im Vorfeld der Friedenswoche in Simmern stattfanden, wurden auch danach beibehalten; es nahmen regelm\u00e4\u00dfig mehr als vierzig Personen teil.<a href=\"#_ftn418\" name=\"_ftnref418\">[418]<\/a> 1982 veranstaltete die \u201eInitiative Friedenswoche Rhein-Hunsr\u00fcck\u201c den ersten \u201eOsterfriedensmarsch\u201c. Rund 400 Teilnehmer marschierten unter dem Motto \u201eWir \u00fcberlassen die Friedensarbeit nicht K\u00f6nigen, Ministern, Gener\u00e4len, Schauspielern u.a.\u201c zum Flughafen Hahn, wo ein Friedensgottesdienst stattfand. Die Forderungen lauteten: \u201eKeine Stationierung von Atomwaffen auf dem Flughafen Hahn und Umleitung der Stationierungskosten in nichtmilit\u00e4rische Bereiche.\u201c<a href=\"#_ftn419\" name=\"_ftnref419\">[419]<\/a><\/p>\n<p>Obwohl die Teilnehmerzahl 1982 im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen war, hatte die Friedensbewegung zu diesem Zeitpunkt noch keinen gro\u00dfen R\u00fcckhalt in der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung. Dies belegt eine Begebenheit am Rande des Ostermarschs: Ein Vertreter der Gemeinde Hahn sollte bei der Abschlusskundgebung als Redner auftreten. Er lehnte dies jedoch mit der Begr\u00fcndung ab, dass sein Sohn im \u00f6ffentlichen Dienst besch\u00e4ftigt sei und er \u201eihm keine Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bereiten\u201c wolle.<a href=\"#_ftn420\" name=\"_ftnref420\">[420]<\/a><\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dferen Zulauf erhielt die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung durch einen Artikel im Wochenmagazin \u201eStern\u201c vom 2. Dezember 1982. Unter der \u00dcberschrift \u201eNachr\u00fcstung Bauplatz Hunsr\u00fcck\u201c wurde erstmals die Ortsgemeinde W\u00fcschheim als Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper in der Bundesrepublik genannt.<a href=\"#_ftn421\" name=\"_ftnref421\">[421]<\/a> Etwa 120 Menschen fanden sich daraufhin zu einer spontanen Demonstration gegen die Stationierung in W\u00fcschheim zusammen.<a href=\"#_ftn422\" name=\"_ftnref422\">[422]<\/a> Die \u201eInitiative Friedenswoche Rhein-Hunsr\u00fcck\u201c wurde in \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck\u201c (FI) umbenannt; die Zusammensetzung innerhalb der Initiative verschob sich, so dass B\u00fcrger, die nicht in Gruppen oder Organisationen t\u00e4tig waren, nun die Mehrheit bildeten.<a href=\"#_ftn423\" name=\"_ftnref423\">[423]<\/a> Die regelm\u00e4\u00dfigen Treffen der FI im \u201eSch\u00ednderhannesturm\u201c in Simmern waren bald so stark frequentiert, dass sich die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung zu Beginn des Jahres 1983 dezentralisierte. \u00d6rtliche Friedensgruppen wurden ins Leben gerufen, die sich w\u00f6chentlich zu einem \u201eFriedensstammtisch\u201c in den Gastst\u00e4tten der D\u00f6rfer trafen. Erste \u201eFriedensstammtische\u201c entstanden in Holzbach und Kastellaun; es folgten Stammtische in Simmern, Kirchberg, Rheinb\u00f6llen und anderen Ortsgemeinden.<a href=\"#_ftn424\" name=\"_ftnref424\">[424]<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847557\"><\/a>4.4.2 Appellationsphase<\/h3>\n<p>Ein genaues Datum f\u00fcr den \u00dcbergang zwischen Diskussions- und Appellationsphase l\u00e4sst sich nicht bestimmen, da die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung keinen gemeinsamen Aufruf, wie ihn etwa der \u201eKrefelder Appell\u201c auf Bundesebene darstellte, verfasste. Zudem blieb die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung in ihrer Struktur nicht stehen, sondern entwickelte und vergr\u00f6\u00dferte sich bis sp\u00e4testens zur Gro\u00dfdemonstration im Oktober 1986 fortlaufend; die zweimalige Umbenennung in \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel\u201c bzw. in \u201eFriedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel-Nahe\u201c ist Beleg daf\u00fcr.<a href=\"#_ftn425\" name=\"_ftnref425\">[425]<\/a><\/p>\n<p>Zum ersten aktiven Protest der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung kam es im Januar 1983. Unter der Code-Bezeichnung \u201eCompass Point\u201c f\u00fchrte die amerikanische Armee ein umfangreiches Man\u00f6ver im Hunsr\u00fcck durch. Spontan behinderten 50 Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten f\u00fcr mehrere Stunden das Abladen von US-Panzern am Bahnhof von Simmern. Dabei gab es einen tragischen Zwischenfall: W\u00e4hrend des Man\u00f6vers wurden zwei Frauen von Panzern \u00fcberrollt und get\u00f6tet. Bei der Feier zum Abschluss des Man\u00f6vers kam es zudem zur ersten Auseinandersetzung zwischen Vertretern der Friedensbewegung und andersdenkenden Hunsr\u00fcckern. Nach Darstellung des Friedensaktivisten Helmut Jordan wurden Angeh\u00f6rigen der FI, die sich zum Protest unter die US-Milit\u00e4rkapelle gemischt hatten, ihre Transparente von Zuschauern aus der Hand gerissen und in den vorbeiflie\u00dfenden Bach geworfen.<a href=\"#_ftn426\" name=\"_ftnref426\">[426]<\/a><\/p>\n<p>Im Laufe des Jahres verbreiterte sich das Engagement der Friedensbewegung; die Aktionsformen wurden vielf\u00e4ltiger. Mit der Hunsr\u00fccker Verbandsgemeinde Herrstein erkl\u00e4rte sich zu Beginn des Jahres 1983 die erste Gemeinde in Rheinland-Pfalz zur \u201eatomwaffenfreien Zone\u201c.<a href=\"#_ftn427\" name=\"_ftnref427\">[427]<\/a> Daraufhin gr\u00fcndete sich eine Initiative \u201eHunsr\u00fcck \u2013 Atomwaffenfreie Zone\u201c. Diese sammelte innerhalb weniger Wochen mehr als 1.500 Unterschriften.<a href=\"#_ftn428\" name=\"_ftnref428\">[428]<\/a> Beim Ostermarsch 1983 trat mit Alfred Mechtersheimer erstmals ein ausw\u00e4rtiger Friedensaktivist im Hunsr\u00fcck als Redner auf. Der Friedensforscher und Oberstleutnant a.D. forderte die 500 Teilnehmer w\u00e4hrend der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz von Bell zum gewaltfreien Widerstand gegen die geplante Stationierung der Mittelstreckenraketen auf.<a href=\"#_ftn429\" name=\"_ftnref429\">[429]<\/a><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt in der Appellationsphase der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung bestand im Erscheinen des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c im April 1983. Die Friedensaktivisten traten mit einer eigenen Publikation an die \u00d6ffentlichkeit, um Informationen \u00fcber die Nachr\u00fcstung in ihrer Region zusammenzufassen und den Hunsr\u00fccker B\u00fcrgern zug\u00e4nglich zu machen.<a href=\"#_ftn430\" name=\"_ftnref430\">[430]<\/a> Im Fr\u00fchjahr 1983 wurde aus amerikanischen Quellen W\u00fcschheim als Stationierungsort bekannt: In einem Ausschussprotokoll des amerikanischen Repr\u00e4sentantenhauses von M\u00e4rz und April, in dem Anh\u00f6rungen \u00fcber den Bau milit\u00e4rischer Einrichtungen im Haushaltsjahr 1984 festgehalten waren, war aus Versehen der Name \u201eW\u00fcschheim\u201c als Standort nicht gel\u00f6scht worden.<a href=\"#_ftn431\" name=\"_ftnref431\">[431]<\/a> Dadurch wurde die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck amtlich. Das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c, das aufgrund des \u201eStern\u201c-Artikels nachrecherchiert hatte, ver\u00f6ffentlichte dies in seiner Ausgabe von September\/Oktober 1983.<a href=\"#_ftn432\" name=\"_ftnref432\">[432]<\/a><\/p>\n<p>Weitere Aktionen zum Protest gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper bildeten das erste \u201eFrauenwiderstandscamp\u201c, das von Juli bis August in Reckershausen stattfand, sowie das Friedensgebet, das ab August 1983 jeden Sonntag vor dem Haupttor des Stationierungsgel\u00e4ndes gehalten wurde.<a href=\"#_ftn433\" name=\"_ftnref433\">[433]<\/a> Durch das verst\u00e4rkte \u00f6ffentliche Auftreten der Friedensbewegung wurden staatliche Organe auf die Aktivisten aufmerksam. Polizisten in Zivil erschienen zu den \u201eFriedensstammtischen\u201c,<a href=\"#_ftn434\" name=\"_ftnref434\">[434]<\/a> und der Generalbundesanwalt leitete im Juli 1983 das erste Ermittlungsverfahren wegen des \u201eVerdachts des Offenbarens von Staatsgeheimnissen\u201c gegen die Redaktion des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c ein.<a href=\"#_ftn435\" name=\"_ftnref435\">[435]<\/a><\/p>\n<p>Das Hauptanliegen der Friedensbewegung w\u00e4hrend der Appellationsphase bestand darin, die Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung \u00fcber die geplante Stationierung der Marschflugk\u00f6rper in Hasselbach zu informieren. Ein wichtiger Schritt war dabei, neben der Gr\u00fcndung des \u201eHunsr\u00fcck-Forums\u201c, die Einrichtung des \u201eFriedensb\u00fcros\u201c in Kirchberg im Februar 1984.<a href=\"#_ftn436\" name=\"_ftnref436\">[436]<\/a> Die Informationspolitik der Friedensbewegung zeigte Wirkung: In einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung der betroffenen Gemeinden am 22. M\u00e4rz 1984 lehnten die Gemeinder\u00e4te das NATO-Bauvorhaben in ihrer Gemarkung einstimmig ab. Der Anh\u00f6rung war eine B\u00fcrgerbefragung vorausgegangen, in der sich 65 Prozent der Wahlberechtigten der Gro\u00dfgemeinde Bell gegen die Bauma\u00dfnahme ausgesprochen hatten. Das Votum der Gemeinden wurde durch die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden an das Verteidigungsministerium weitergeleitet. Das Ministerium lehnte die Einw\u00e4nde der Gemeinden am 13. April 1984 offiziell ab und best\u00e4tigte das Bauvorhaben, welches am 30. Januar begonnen hatte.<a href=\"#_ftn437\" name=\"_ftnref437\">[437]<\/a><\/p>\n<p>Wie der B\u00fcrgermeister von Hasselbach, Hartmut Pomrehn, in einem Fernseh-Interview best\u00e4tigte, erfolgte die Abstimmung gegen die Bauma\u00dfnahme aufgrund von Informationen der Friedensbewegung. Diese habe als einzige konkrete und verl\u00e4ssliche Fakten zu dem Bauvorhaben liefern k\u00f6nnen, w\u00e4hrend von der zust\u00e4ndigen Verwaltung keine Informationen zu bekommen gewesen seien. Damit habe die Friedensbewegung auch die anf\u00e4ngliche Skepsis in der Bev\u00f6lkerung und bei Pomrehn selbst beseitigen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn438\" name=\"_ftnref438\">[438]<\/a> Die Ablehnung des Bauvorhabens durch die betroffenen Gemeinden bildete den Endpunkt der Appellationsphase.<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc209847558\"><\/a>4.4.3 Demonstrationsphase<\/h3>\n<p>Nachdem sie das Bauvorhaben auf dem kommunalverfassungsrechtlichen Weg nicht hatten verhindern k\u00f6nnen, setzten die Friedensaktivisten verst\u00e4rkt auf \u00f6ffentlichkeitswirksame Aktionen und versuchten, ihr Anliegen \u00fcberregional publik zu machen. Der Hunsr\u00fccker Ostermarsch wurde im Jahr 1984 zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit dem \u201eOstermarschkreis Rheinland-Pfalz\u201c veranstaltet und damit Teil der rheinland-pf\u00e4lzischen Friedensaktivit\u00e4ten. Rund 2.000 Menschen marschierten am 22. April von Bell aus am Stationierungsgel\u00e4nde vorbei nach Kastellaun. Auf der Abschlusskundgebung traten neben einem Vertreter der amerikanischen \u201eFreeze\u201c-Bewegung<a href=\"#_ftn439\" name=\"_ftnref439\">[439]<\/a> und der rheinland-pf\u00e4lzischen DGB-Funktion\u00e4rin Lilo Rademacher auch Lore Kneip und Hilde Br\u00fcck als Vertreterinnen der FI auf.<a href=\"#_ftn440\" name=\"_ftnref440\">[440]<\/a> Zum Zeichen ihres Protests gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper legten christliche Friedensaktivisten an Ostern den \u201eFriedensacker\u201c mit 96 Holzkreuzen an.<a href=\"#_ftn441\" name=\"_ftnref441\">[441]<\/a><\/p>\n<p>Die FI kn\u00fcpfte nun vermehrt Verbindungen zu Friedensgruppen au\u00dferhalb des Hunsr\u00fccks. Kontakte zu den britischen und italienischen Stationierungsorten f\u00fcr atomar best\u00fcckte Marschflugk\u00f6rper wurden hergestellt; der ehemalige B\u00fcrgermeister von Comiso\/Sizilien besuchte den Hunsr\u00fcck. Vertreter der FI, unter anderem Gerhard Lorenz und Reinhard Sczech, bereisten mit Dia-Vortr\u00e4gen, in denen r\u00fcstungspolitische und \u00f6kologische Fragen im Zusammenhang mit der Stationierung erl\u00e4utert wurden, die Bundesrepublik.<a href=\"#_ftn442\" name=\"_ftnref442\">[442]<\/a> Auf der bundesweiten Gro\u00dfdemonstration im Oktober 1984 in Bonn trat mit Jutta Dahl erstmals ein Mitglied der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung als Rednerin auf.<a href=\"#_ftn443\" name=\"_ftnref443\">[443]<\/a><\/p>\n<p>Zudem wurden die Formen des Protests weiter ausgeweitet. Friedensaktivisten veranstalteten Mahnwachen vor dem Stationierungsgel\u00e4nde und in den gr\u00f6\u00dferen benachbarten Orten wie Kirchberg, Kastellaun und Simmern. Vereinzelt wurden Aktionen durchgef\u00fchrt, die \u00fcber passiven Protest hinausgingen. Dazu z\u00e4hlte die Besetzung eines Baukrans auf der NATO-Baustelle durch Teilnehmerinnen des zweiten \u201eFrauenwiderstandscamps\u201c im August 1984, was die Aufl\u00f6sung des Camps durch die Polizei zur Folge hatte.<a href=\"#_ftn444\" name=\"_ftnref444\">[444]<\/a> Diese ersten \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c im Hunsr\u00fcck wurden von einzelnen Gruppen bzw. Personen und meist spontan durchgef\u00fchrt; dies \u00e4nderte sich w\u00e4hrend der Aktionsphase, als breit angelegte und geplante Blockade-Aktionen am Stationierungsgel\u00e4nde stattfanden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Demonstrationsphase zeigte sich, dass sich die Mehrheit innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung stark auf die Verhinderung der Marschflugk\u00f6rper-Stationierung als Anliegen konzentrierte. Dadurch entwickelte sich eine Einseitigkeit, die nach dem INF-Vertrag ma\u00dfgeblich zur Aufl\u00f6sung der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung beitrug. So berichtete das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c im Oktober 1984 und im Januar 1985 ausf\u00fchrlich \u00fcber den Bau zweier neuer Milit\u00e4ranlagen im Hunsr\u00fcck zur Stationierung von Flugabwehrraketen des Typs \u201ePatriot\u201c.<a href=\"#_ftn445\" name=\"_ftnref445\">[445]<\/a> Die Enth\u00fcllung dieser Bauvorhaben erbrachte jedoch \u201enicht ann\u00e4hernd so viel konkrete Widerstandskraft\u201c<a href=\"#_ftn446\" name=\"_ftnref446\">[446]<\/a> wie zuvor die Nachricht vom Bau der \u201ePydna\u201c zur Stationierung der Marschflugk\u00f6rper.<\/p>\n<p>Das Jahr 1985 war gepr\u00e4gt von den Ermittlungen rund um das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c, die in Kapitel 4.3.4 ausf\u00fchrlich dargestellt worden sind. Wieder wurde der rheinland-pf\u00e4lzische Ostermarsch im Hunsr\u00fcck am Stationierungsgel\u00e4nde durchgef\u00fchrt; die Teilnehmerzahl stieg auf 3.000 an. Auch im folgenden Jahr fand der rheinland-pf\u00e4lzische Ostermarsch mit erneut steigender Teilnehmerzahl im Hunsr\u00fcck statt: 4.000 Menschen aus ganz Rheinland-Pfalz marschierten an Ostern 1986 an der \u201ePydna\u201c entlang.<a href=\"#_ftn447\" name=\"_ftnref447\">[447]<\/a> Zur gesteigerten Aufmerksamkeit beigetragen hatten wahrscheinlich erste l\u00e4ngere Berichte \u00fcber die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung in \u00fcberregionalen Medien.<a href=\"#_ftn448\" name=\"_ftnref448\">[448]<\/a><\/p>\n<p>Im Februar 1986 wurde auf der Aktionskonferenz der Friedensbewegung in Bonn-Beuel beschlossen, die n\u00e4chste bundesweite Gro\u00dfdemonstration am 11. Oktober 1986 im Hunsr\u00fcck bei Hasselbach und Bell durchzuf\u00fchren.<a href=\"#_ftn449\" name=\"_ftnref449\">[449]<\/a> Im Zuge der Gro\u00dfdemonstration sollten \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c am Stationierungsgebiet durchgef\u00fchrt werden.<a href=\"#_ftn450\" name=\"_ftnref450\">[450]<\/a> Im Vorfeld der Gro\u00dfdemonstration wurde dieser Beschluss innerhalb des Koordinationsausschusses der Friedensbewegung und innerhalb der FI, welche die Demonstration gemeinsam vorbereiteten, erneut diskutiert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Teile des Koordinationsausschusses, unter anderem die Bundeskonferenz unabh\u00e4ngiger Friedensgruppen (BUF), \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c durchf\u00fchren wollten, um ihr Anliegen st\u00e4rker zum Ausdruck zu bringen, standen die im Koordinationsausschuss vertretenen Parteien diesem Plan ablehnend gegen\u00fcber, da sie im Bundestagswahlkampf nicht mit unfriedlichen Aktionen in Verbindung gebracht werden wollten.<a href=\"#_ftn451\" name=\"_ftnref451\">[451]<\/a> Innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung sprach sich die Mehrheit der Aktivisten gegen \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c in Verbindung mit der Gro\u00dfdemonstration aus. Es gab Bedenken, dass durch Blockaden und den damit verbundenen Polizeieinsatz das mittlerweile gute Verh\u00e4ltnis der FI zur \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung gest\u00f6rt werden k\u00f6nnte. Die FI wollte eine Demobilisierung der Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung durch die Ank\u00fcndigung von Blockaden vermeiden, da die Menschen \u00e4hnliche Vorf\u00e4lle wie in Wackersdorf, wo bei Protesten gegen den Bau einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage im M\u00e4rz 1986 zwei Menschen ums Leben gekommen waren, bef\u00fcrchten und der Demonstration daher fernbleiben k\u00f6nnten. Daher wurde beschlossen, \u201eAktionen zivilen Ungehorsams\u201c erst nach der Demonstration durchzuf\u00fchren.<a href=\"#_ftn452\" name=\"_ftnref452\">[452]<\/a><\/p>\n<p>Die Gro\u00dfdemonstration am 11. Oktober 1986 in Hasselbach bildete den H\u00f6hepunkt der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung und den Endpunkt der Demonstrationsphase. Mehr als 150.000 Demonstranten \u2013 nach Angaben der Veranstalter waren es sogar 180.000 bis 200.000 Teilnehmer \u2013 aus der ganzen Bundesrepublik fanden sich im Hunsr\u00fcck ein und marschierten vom Bahnhof in Kastellaun bzw. von Hasselbach aus am Stationierungsgel\u00e4nde vorbei nach Bell. Es gelang der Friedensbewegung, auch die Hunsr\u00fccker Bev\u00f6lkerung zu mobilisieren; etwa 10.000 Hunsr\u00fccker nahmen nach Sch\u00e4tzungen der FI an der bis dahin gr\u00f6\u00dften Demonstration in Rheinland-Pfalz teil.<a href=\"#_ftn453\" name=\"_ftnref453\">[453]<\/a> Auf der Abschlusskundgebung traten neben August Dahl und Gerhard Lorenz als Vertreter der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung unter anderem auch die Mainzer Theologieprofessorin Luise Schottroff, Horst Klaus vom DGB und der Zukunftsforscher Robert Jungk sowie die Musiker Udo Lindenberg und Hannes Wader auf.<a href=\"#_ftn454\" name=\"_ftnref454\">[454]<\/a><\/p>\n<p>Die Demonstration verlief friedlich, was vor allem auf die enge Zusammenarbeit zwischen der Polizei, die 5.000 Beamte im Einsatz hatte, und den Veranstaltern zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Vertreter der FI, unter ihnen August Dahl, hatten im Vorfeld der Veranstaltung Polizeischulen in der Region besucht und den Polizisten ihr Anliegen und ihr Konzept f\u00fcr die Demonstration erl\u00e4utert.<a href=\"#_ftn455\" name=\"_ftnref455\">[455]<\/a> Die Polizei wendete bei der Demonstration ein neues Einsatzkonzept an, zu dem unter anderem das Verteilen von Aufklebern und Informationsbl\u00e4ttern an die Demonstranten mit der Bitte um Kooperation und um friedliches Verhalten geh\u00f6rte.<a href=\"#_ftn456\" name=\"_ftnref456\">[456]<\/a> Die Gro\u00dfdemonstration bescherte der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung ein bundesweites Medienecho. Die Reaktionen waren durchgehend positiv. \u00dcberregionale Zeitungen wie \u201eBild\u201c, \u201eFrankfurter Allgemeine Zeitung\u201c und \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c lobten den friedlichen Ablauf der Veranstaltung.<a href=\"#_ftn457\" name=\"_ftnref457\">[457]<\/a> Auch die \u201eRhein-Zeitung\u201c, deren Verh\u00e4ltnis zur FI bis dahin eher angespannt war, berichtete ausf\u00fchrlich und betonte den friedlichen Charakter der Demonstration.<a href=\"#_ftn458\" name=\"_ftnref458\">[458]<\/a><\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h1><a name=\"_Toc209847560\"><\/a><strong>5 Ausblick und Schluss<\/strong><\/h1>\n<p>Die Friedensbewegung war, wie die vorliegende Arbeit zeigt, nicht nur eine heterogene, sondern auch eine regional sehr unterschiedliche Bewegung. W\u00e4hrend die Friedensbewegung auf Bundesebene haupts\u00e4chlich von bereits bestehenden Gruppen, Organisationen und Parteien getragen wurde, waren es auf regionaler Ebene im Hunsr\u00fcck einzelne Menschen, oft ohne Gruppenzugeh\u00f6rigkeit, die sich in der Friedensbewegung engagierten. Auch verlief die Entwicklung hier zeitlich versetzt, da die Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck nicht auf bestehende Organisationsstrukturen und Netzwerke zur\u00fcckgreifen konnte.<\/p>\n<p>Die Strukturen der Friedensbewegung auf Bundesebene konnten \u00fcber 1987 hinaus nicht lange aufrecht erhalten werden, wirken aber bis heute nach. Der Koordinationsausschuss, das wichtigste Gremium der Bewegung, bestand bis zum Ende des Kalten Krieges. Am 16. Juni 1989 trat mit Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste die f\u00fchrende Organisation des christlichen Spektrums aus dem KA aus; am 17. Dezember 1989 l\u00f6ste sich der Koordinationsausschuss zugunsten des neuen Netzwerks Friedenskooperative auf.<a href=\"#_ftn464\" name=\"_ftnref464\">[464]<\/a> Dieses besteht noch immer und bildet mit seinem B\u00fcro in Bonn eine zentrale Anlaufstelle f\u00fcr die Friedensgruppen und -initiativen in der Bundesrepublik. Das Netzwerk Friedenskooperative beschlie\u00dft und organisiert im Gegensatz zum Koordinationsausschuss keine Aktionen, sondern stellt, wie der Name impliziert, eine Dachorganisation zur Vernetzung der bundesweit verstreuten Gruppen dar.<a href=\"#_ftn465\" name=\"_ftnref465\">[465]<\/a> Es koordiniert deren Aktivit\u00e4ten zu Themenkomplexen wie R\u00fcstung, Waffenhandel und Atomwaffen.<\/p>\n<p>Das kommunistische Spektrum, das zu Beginn den Kurs der Friedensbewegung auf Bundesebene ma\u00dfgeblich pr\u00e4gte, verlor seit dem Stationierungsbeschluss des Bundestages an Einfluss. Ein \u201eschleichender Aufl\u00f6sungsprozess\u201c<a href=\"#_ftn466\" name=\"_ftnref466\">[466]<\/a> trat ein, der mit dem Ende des Kalten Krieges abgeschlossen war. Im Mai 1990 l\u00f6ste sich mit dem KOFAZ die einflussreichste DKP-Hilfsorganisation auf.<a href=\"#_ftn467\" name=\"_ftnref467\">[467]<\/a><\/p>\n<p>Auf rheinland-pf\u00e4lzischer Ebene gab es keine eigenst\u00e4ndigen Strukturen. Die in der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz engagierten Gruppen, Organisationen und Parteien waren weitgehend identisch mit denen auf Bundesebene. Ein \u00fcbergeordnetes Gremium bildete sich nicht heraus; am ehesten erf\u00fcllte diese Funktion der Ostermarschkreis, der ein eigenes B\u00fcro unterhielt und dessen Mitglieder aus unterschiedlichen Gruppen stammten.<a href=\"#_ftn468\" name=\"_ftnref468\">[468]<\/a> Abgesehen von den Treffen des Ostermarschkreises arbeiteten die einzelnen Gruppen in der Regel unabh\u00e4ngig voneinander. Eine Vernetzung bestand vornehmlich unter den lokalen und regionalen Friedensinitiativen wie der AGF Trier und der FI im Hunsr\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch in Rheinland-Pfalz ebbte das Engagement mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Abzug der Marschflugk\u00f6rper ab. Mit dem Einzug der Gr\u00fcnen in den rheinland-pf\u00e4lzischen Landtag im Jahr 1987 fand eine Institutionalisierung des Anliegens der Friedensbewegung statt. Die Tradition der Osterm\u00e4rsche blieb \u00fcber die 1980er Jahre hinaus aufrecht erhalten. Der Ostermarschkreis Rheinland-Pfalz l\u00f6ste sein B\u00fcro jedoch auf; heute besteht eine gemeinsame Ostermarschinitiative der St\u00e4dte Mainz und Wiesbaden.<a href=\"#_ftn469\" name=\"_ftnref469\">[469]<\/a><\/p>\n<p>Innerhalb von Rheinland-Pfalz bildete sich mit der Hunsr\u00fccker Friedensinitiative eine eigenst\u00e4ndige Friedensbewegung mit stark regionaler Pr\u00e4gung heraus. Diese konnte im Gegensatz zur Friedensbewegung auf Bundesebene nach dem Stationierungsbeschluss des Bundestages sogar immer mehr Menschen f\u00fcr ihre Ziele gewinnen. Innerhalb der Hunsr\u00fccker Friedensbewegung bestand, trotz der auch hier herrschenden Heterogenit\u00e4t, ein starker Zusammenhalt. Dies kann auf den gemeinsamen Bezug der Hunsr\u00fccker Aktivisten zu ihrer Heimat und auf die unmittelbare N\u00e4he zu den als Bedrohung empfundenen Marschflugk\u00f6rpern zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung war im Hunsr\u00fcck das Engagement einzelner Protagonisten, die durch ihre Informationspolitik die Mehrheit der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr ihr Anliegen gewinnen konnten. Sie waren auch nach dem Abzug der Marschflugk\u00f6rper friedenspolitisch aktiv und engagierten sich gegen den 2. Golfkrieg sowie den Krieg in Jugoslawien. So nahmen Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten ab 1992 \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum mehr als 30 Fl\u00fcchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien auf.<\/p>\n<p>Ihren hohen Mobilisierungsgrad aber konnte auch die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung nicht \u00fcber 1987 hinaus aufrecht erhalten. Allerdings entwickelten sich im Hunsr\u00fcck in den 1980er Jahren Strukturen, die weiterhin Bestand haben. Der \u201eVerein f\u00fcr friedenspolitische und demokratische Bildung Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel e.V.\u201c ist bis heute aktiv und dient, wie das Netzwerk Friedenskooperative auf Bundesebene, der Koordination der regionalen Friedensgruppen.<\/p>\n<p>Insgesamt erachte ich pers\u00f6nlich als bemerkenswert, wie viel Zeit und Engagement die Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten aufgebracht haben, um sich friedlich gegen die Stationierung der Marschflugk\u00f6rper in ihrer Region zu wehren, obwohl die Aussichten auf Erfolg \u00e4u\u00dferst gering waren. Auch wenn man ihre Ansichten nicht teilt, verdient es Respekt, dass die Aktivisten zumeist aus einer tiefen \u00dcberzeugung heraus handelten und bereit waren, f\u00fcr ihren Protest pers\u00f6nliche und berufliche Nachteile in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h1><\/h1>\n<h1><a name=\"_Toc209847561\"><\/a><\/h1>\n<h1><strong>Quellen- und Literaturverzeichnis<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Ungedruckte Quellen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Archiv der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Mainz<\/strong>. Standort: Frankfurt\/Main.<\/li>\n<li><strong>Archiv des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz,<\/strong> Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen ab 1984, Abt. Vorsitzender\/Korrespondenz \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c 1981 \u2013 1983, Abt. Vorsitzender\/Pressemappe \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c 1980 \u2013 1982, Abt. Vorsitzender\/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986. Standort: Mainz.<\/li>\n<li><strong>Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis<\/strong>, A \u2013 Kelly, Petra\/2040, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (1), C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (2), E.7 \u2013 Netzwerk Friedenskooperative\/158. Standort: Berlin.<\/li>\n<li><strong>Archiv der Heinrich B\u00f6ll Stiftung Rheinland-Pfalz<\/strong>. Standort: Mainz.<\/li>\n<li><strong>Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c<\/strong>. Standort: Haus der regionalen Geschichte Kastellaun.<\/li>\n<li><strong>Evangelisches Zentralarchiv (EZA)<\/strong>, 97\/153, 97\/1184, 97\/1201, 97\/1202. Standort: Berlin.<\/li>\n<li><strong>Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz<\/strong>, Frieden\/1, Frieden\/2. Standort: Mainz.<\/li>\n<li><strong>Landeshauptarchiv (LHA) Koblenz<\/strong>, 714\/4582, 714\/6085, 714\/6086. Standort: Koblenz.<\/li>\n<li><strong>Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz<\/strong>, 1\/1977 \u2013 1983, 1\/1984 \u2013 1985, 1\/1987 \u2013 1990. Standort: Mainz.<\/li>\n<li><strong>Privatarchiv August Dahl<\/strong>. Standort: Bell.<\/li>\n<li><strong>Privatarchiv Gerhard Lorenz<\/strong>. Standort: Bell.<\/li>\n<li><strong>Privatarchiv Reinhard Sczech<\/strong>, FI\/1984, FI\/1985, FI\/1986, Kopien der folgenden Fernsehbeitr\u00e4ge: ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985; ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen die Raketen\u201c, SWF 1984; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986. Standort: Mainz.<\/li>\n<li><strong>Privatarchiv Thomas Zuche<\/strong>. Standort: Trier.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Gedruckte Quellen und Literatur<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Albrecht<\/strong>, Ulrich: K\u00fcndigt den Nachr\u00fcstungsbeschlu\u00df! Argumente f\u00fcr die Friedensbewegung. Mit e. Vorw. von Oskar Lafontaine. Frankfurt am Main 1982.<\/li>\n<li><strong>Anh\u00e4user<\/strong>, Uwe u.a.: Milit\u00e4rregion Hunsr\u00fcck. In: Uwe Anh\u00e4user u.a. (Hrsg.): Milit\u00e4rheimat Hunsr\u00fcck. Fichten, Fachwerk, Flugzeugtr\u00e4ger \u2013 Beitr\u00e4ge zu einer regionalen Milit\u00e4ranalyse. Mit einem Vorwort von Alfred Mechtersheimer. Neckarsulm 1986, 10 \u2013 13.<\/li>\n<li><strong>Baron<\/strong>, Udo: Kalter Krieg und hei\u00dfer Frieden. Der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Verb\u00fcndeten auf die Partei \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c. M\u00fcnster 2003 (Diktatur und Widerstand Bd. 3) (zitiert als Baron, Kalter Krieg).<\/li>\n<li><strong>Baron<\/strong>, Udo: Das KOFAZ, die \u201eGr\u00fcnen\u201c und die DKP in der Friedenskampagne. Kommunistische B\u00fcndnispolitik in Zusammenhang mit dem NATO-Doppelbeschluss. In: J\u00fcrgen Maruhn\/Manfred Wilke (Hrsg.): Raketenpoker um Europa. Das sowjetische SS 20-Abenteuer und die Friedensbewegung. M\u00fcnchen 2001, 198 \u2013 215 (zitiert als Baron, KOFAZ).<\/li>\n<li><strong>Bartels<\/strong>, Wolfgang: Milit\u00e4rischer Alltag in einem Hunsr\u00fccker Landkreis \u2013 Mit einigen Belegen f\u00fcr vorauseilenden Gehorsam und unlautere Wahlhilfe. In: Uwe Anh\u00e4user u.a. (Hrsg.): Milit\u00e4rheimat Hunsr\u00fcck. Fichten, Fachwerk, Flugzeugtr\u00e4ger \u2013 Beitr\u00e4ge zu einer regionalen Milit\u00e4ranalyse. Mit einem Vorwort von Alfred Mechtersheimer. Neckarsulm 1986, 111 \u2013 121.<\/li>\n<li><strong>Barth<\/strong>, Peter\/Alfred Mechtersheimer\/Ines Reich-Hilweg: Europa \u2013 Atomwaffenfrei! M\u00fcnchen 1983.<\/li>\n<li><strong>Brand<\/strong>, Karl-Werner\/Detlef B\u00fcsser\/ Dieter Rucht: Aufbruch in eine andere Gesellschaft. Neue Soziale Bewegungen in der Bundesrepublik. Aktualisierte Neuausgabe. Frankfurt\/Main, New York 1986.<\/li>\n<li><strong>Bredow<\/strong>, Wilfried von\/Rudolf Horst Brocke: Krise und Protest. Urspr\u00fcnge und Elemente der Friedensbewegung in Westeuropa. Opladen 1987.<\/li>\n<li><strong>Das Bundesministerium des Innern<\/strong> (Hrsg.): Linksextremistischer Einfluss auf die Vorbereitungen der \u201eGro\u00dfdemonstration\u201c am 11. Oktober 1986 im Hunsr\u00fcck. Bonn 1986.<\/li>\n<li><strong>Der Bundesminister der Verteidigung <\/strong>(Hrsg.): Marschflugk\u00f6rper im Hunsr\u00fcck. Eine B\u00fcrgerinformation. Bonn 1986.<\/li>\n<li><strong>BVerfGE <\/strong>92, 1 \u2013 25.<\/li>\n<li><strong>BVerfGE <\/strong>77, 170 \u2013 240.<\/li>\n<li><strong>Cooper<\/strong>, Alice Holmes: F\u00fcnf Dekaden deutscher Friedensbewegung. In: J\u00fcrgen Maruhn\/Manfred Wilke (Hrsg.): Raketenpoker um Europa. Das sowjetische SS 20-Abenteuer und die Friedensbewegung. M\u00fcnchen 2001, 70 \u2013 83 (zitiert als Cooper, Friedensbewegung).<\/li>\n<li><strong>Cooper<\/strong>, Alice Holmes: Paradoxes of Peace. German Peace Movements Since 1945. Ann Arbor 1996 (zitiert als Cooper, Peace Movements).<\/li>\n<li><strong>Duve<\/strong>, Freimut (Hrsg.): Die Nachr\u00fcstungsdebatte im deutschen Bundestag. Protokoll einer historischen Entscheidung. Hamburg 1984.<\/li>\n<li><strong>Fraktion Die Gr\u00fcnen im Landtag Rheinland-Pfalz<\/strong>: Milit\u00e4rland Rheinland-Pfalz. Gesamtprofil der US-Streitkr\u00e4fte. Milit\u00e4rische Bauma\u00dfnahmen der USA 1989 und 1990 und Optionen bis 1994. Mainz 1989.<\/li>\n<li><strong>Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz <\/strong>(Hrsg.): Landesprogramm. Stand: 20. Dezember 1982. Mainz 1982 (zitiert als Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Landesprogramm).<\/li>\n<li><strong>Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz <\/strong>(Hrsg.): Programm zur Landtagswahl 1987. Mainz 1987 (zitiert als Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Programm zur Landtagswahl).<\/li>\n<li><strong>Grundgesetz f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland \u2013 Verfassung f\u00fcr Rheinland-Pfalz. <\/strong>Mainz <sup>47<\/sup><\/li>\n<li><strong>Heimes<\/strong>, Ernst: Das Ziel unserer Sehnsucht ist weit. Julius Lehlbach (1922 \u2013 2001). Mainz 2004.<\/li>\n<li><strong>Der INF-Vertrag. Vertrag zwischen den USA und der UdSSR \u00fcber die Liquidierung ihrer Raketen mittlerer und k\u00fcrzerer Reichweite vom 8. Dezember 1987. <\/strong>In: Manfred Schleker: Die Suche nach Wegen zum Frieden. Vom Doppelbeschlu\u00df der NATO (12.12.1979) zur \u201eDoppel-Null\u201c-L\u00f6sung (INF-Vertrag vom 8.12.1987). Sankt Augustin 1989 (Schriften der Friedrich-Naumann-Stiftung: Liberale Texte), 127 \u2013 153.<\/li>\n<li><strong>Janning<\/strong>, Josef: Die neue Friedensbewegung 1980 \u2013 1986. In: Josef Janning\/Hans-Josef Legrand\/Helmut Zander (Hrsg.): Friedensbewegungen. Entwicklung und Folgen in der Bundesrepublik Deutschland, Europa und den USA. K\u00f6ln 1987, 36 \u2013 53.<\/li>\n<li><strong>Jordan<\/strong>, Helmut: Friedensarbeit auf dem Hunsr\u00fcck. In: Uwe Anh\u00e4user u.a. (Hrsg.): Milit\u00e4rheimat Hunsr\u00fcck. Mit einem Vorwort von Alfred Mechtersheimer. Neckarsulm 1986, 85 \u2013 97.<\/li>\n<li><strong>Knorr<\/strong>, Lorenz: Geschichte der Friedensbewegung in der Bundesrepublik. K\u00f6ln 1983.<\/li>\n<li><strong>Kommuniqu\u00e9 der Sondersitzung der Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO vom 12. Dezember 1979 in Br\u00fcssel. <\/strong>In Manfred Schleker: Die Suche nach Wegen zum Frieden. Vom Doppelbeschlu\u00df der NATO (12.12.1979) zur \u201eDoppel-Null\u201c-L\u00f6sung (INF-Vertrag vom 8.12.1987). Sankt Augustin 1989 (Schriften der Friedrich-Naumann-Stiftung: Liberale Texte), 117 \u2013 121.<\/li>\n<li><strong>Landtag Rheinland-Pfalz<\/strong>: 11. Wahlperiode (1987 \u2013 1991), Drucksachen Nr. 8, 195, 2128, 2367, 2545, 4071,<\/li>\n<li><strong>Leif<\/strong>, Thomas: Die professionelle Bewegung. Friedensbewegung von innen. Bonn 1985 (zitiert als Leif, Friedensbewegung).<\/li>\n<li><strong>Leif<\/strong>, Thomas: Die professionelle Bewegung \u2013 zentrale Entscheidungsgremien und Meinungsf\u00fchrer. In: Josef Janning\/Hans-Josef Legrand\/Helmut Zander (Hrsg.): Friedensbewegungen. Entwicklung und Folgen in der Bundesrepublik Deutschland, Europa und den USA. K\u00f6ln 1987, 54 \u2013 63 (zitiert als Leif, Entscheidungsgremien).<\/li>\n<li><strong>Leif<\/strong>, Thomas: Die strategische (Ohn-) Macht der Friedensbewegung. Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen in den achtziger Jahren. Opladen 1990 (zitiert als Leif, strategische (Ohn-) Macht).<\/li>\n<li><strong>Linn<\/strong>, Gottfried: Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. In: G\u00fcnther Wagenlehner (Hrsg.): Die Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. Eine Bilanz. Koblenz 1985, 131 \u2013 146 (zitiert als Linn, Friedensbewegung).<\/li>\n<li><strong>Linn<\/strong>, Gottfried: Die Kampagne gegen die NATO-Nachr\u00fcstung. Zur Rolle der DKP. Bonn 1983 (Demokratische Verantwortung Bd. 6) (zitiert als Linn, DKP).<\/li>\n<li><strong>Magenheimer<\/strong>, Heinz: Eurostrategie und R\u00fcstungskontrolle. Zwischen Kernwaffenmodernisierung und Denuklearisierung 1983 \u2013 1990. Baden-Baden 1992.<\/li>\n<li><strong>Neuman<\/strong>, H. J.: Kernwaffen in Europa: Nato-Doppelbeschluss, R\u00fcstungskontrolle, Glossar. Das Handbuch f\u00fcr die aktuelle Debatte. Bonn 1982.<\/li>\n<li><strong>Pestalozzi<\/strong>, Hans A. (Hrsg.): Frieden in Deutschland. Die Friedensbewegung. Wie sie wurde, was sie ist, was sie werden kann. M\u00fcnchen 1982.<\/li>\n<li><strong>Plato<\/strong>, Alexander von: Zeitzeugen und die historische Zunft. Erinnerung, kommunikative Tradierung und kollektives Ged\u00e4chtnis in der qualitativen Geschichtswissenschaft \u2013 ein Problemaufriss: In BIOS, Zeitschrift f\u00fcr Biographieforschung und Oral History, 13 (2000), 5 \u2013 29.<\/li>\n<li><strong>Ploetz<\/strong>, Michael\/ Hans-Peter M\u00fcller: Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. M\u00fcnster 2004 (Diktatur und Widerstand Bd. 6).<\/li>\n<li><strong>Raschke<\/strong>, Joachim: Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundri\u00df. Frankfurt\/Main 1985.<\/li>\n<li><strong>Rammstedt<\/strong>, Otthein: Soziale Bewegung. Frankfurt 1978.<\/li>\n<li><strong>R\u00f6diger<\/strong>, Frank S.: Frieden \u2013 um welchen Preis? Str\u00f6mungen und Argumente der Friedensbewegung. Bonn 1985 (Demokratische Verantwortung Bd. 7\/8).<\/li>\n<li><strong>Roth<\/strong>, Roland: Neue soziale Bewegungen in der politischen Kultur der Bundesrepublik \u2013 eine vorl\u00e4ufige Skizze. In: Karl Werner Brand (Hrsg.): Neue soziale Bewegungen in Westeuropa und den USA. Ein internationaler Vergleich. Frankfurt\/Main, New York 1985, 20 \u2013 82.<\/li>\n<li><strong>Schleker<\/strong>, Manfred: Die Suche nach Wegen zum Frieden. Vom Doppelbeschlu\u00df der NATO (12.12.1979) zur \u201eDoppel-Null\u201c-L\u00f6sung (INF-Vertrag vom 8.12.1987). Sankt Augustin 1989 (Schriften der Friedrich-Naumann-Stiftung: Liberale Texte).<\/li>\n<li><strong>Schmid<\/strong>, G\u00fcnther: Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Entstehungsursachen \u2013 Selbstverst\u00e4ndnis \u2013 Strukturen \u2013 innere Widerspr\u00fcche. M\u00fcnchen 1984 (Bayerische Landeszentrale f\u00fcr politische Bildungsarbeit) (zitiert als Schmid, Friedensbewegung).<\/li>\n<li><strong>Schmid<\/strong>, G\u00fcnther: Sicherheitspolitik und Friedensbewegung. Der Konflikt um die \u201eNachr\u00fcstung\u201c. 3., gegen\u00fcber d. 2. unver\u00e4nderte Aufl. M\u00fcnchen 1983 (zitiert als Schmid, Sicherheitspolitik).<\/li>\n<li><strong>Schmitt<\/strong>, R\u00fcdiger: Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Ursachen und Bedingungen der Mobilisierung einer neuen sozialen Bewegung. Opladen 1990.<\/li>\n<li><strong>Stange<\/strong>, Sabine: Kriegsvorbereitung im Hunsr\u00fcck. Der Einflu\u00df der Raketenstationierung auf den Alltag der Menschen. Mit einem Vorwort von Robert Jungk. Essen \u00b21986.<\/li>\n<li><strong>Steinweg<\/strong>, Reiner: Die neue Friedensbewegung. Analysen aus der Friedensforschung. Frankfurt\/Main 1982.<\/li>\n<li><strong>Wasmuht<\/strong>, Ulrike C.: Friedensbewegungen der 80er Jahre. Zur Analyse ihrer strukturellen und aktuellen Entstehungsbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika nach 1945: Ein Vergleich. Giessen 1987.<\/li>\n<li><strong>Wettig<\/strong>, Gerhard: Die Friedensbewegung der beginnenden 80er Jahre. K\u00f6ln 1982.<\/li>\n<li><strong>Wittner<\/strong>, Lawrence S.: The Struggle Against the Bomb. Volume Three.Toward Nuclear Abolition: A History of the World Nuclear Disarmament Movement, 1971 to the Present. Stanford 2003.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Interviews mit f\u00fchrenden Vertretern und Zeitzeugen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Liste der Interviewpartner:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ein Aktiver der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner Mainz<\/strong>, 28.05.2008, Frankfurt\/Main (wird auf eigenen Wunsch nicht namentlich genannt).<\/li>\n<li><strong>August Dahl<\/strong>, 19.03.2008, Bell.<\/li>\n<li><strong>Heidrun Kisters<\/strong>, 18.03.2008, Kastellaun.<\/li>\n<li><strong>Gerhard Lorenz<\/strong>, 08.07.2008, Bell.<\/li>\n<li><strong>Joachim Mertes<\/strong>, 25.06.2008, Mainz.<\/li>\n<li><strong>Horst Petry<\/strong>, 08.07.2008, Pfalzfeld.<\/li>\n<li><strong>Clemens Ronnefeldt<\/strong>, 06.06.2008, schriftliches Interview (E-Mail).<\/li>\n<li><strong>Reinhard Sczech<\/strong>, 29.02.2008, Mainz.<\/li>\n<li><strong>Axel Weirich<\/strong>, 18.03.2008, Kastellaun.<\/li>\n<li><strong>Thomas Zuche<\/strong>, 01.07.2008, Trier.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Systematisch ausgewertete Zeitungen und Zeitschriften<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Allgemeine Zeitung Mainz<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Bild<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Frankfurter Rundschau<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcne Rheinland\/Pf\u00e4lzer<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1983 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Hunsr\u00fcck-Forum\/Zeitschrift f\u00fcr Demokratie und Frieden<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1983 \u2013 1995.<\/li>\n<li><strong>Hunsr\u00fccker Zeitung<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Rhein-Zeitung Koblenz<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Spiegel<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Stern<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Tageszeitung<\/strong>, Jahrg\u00e4nge 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<li><strong>Zeit<\/strong>, Jahrg\u00e4nge, 1979 \u2013 1987.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Internetadressen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Aachener Friedenspreis<\/strong>: Preistr\u00e4ger. Online im Internet: http:\/\/www.aachener-friedenspreis.de\/preistraeger\/1988.html (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste<\/strong>: Regionalgruppe Rhein-Main. Online im Internet: http:\/\/www.asf-ev.de\/engagement\/regionalgruppen\/asf_regionalgruppe_in_rhein_main_region\/ (Stand: 25.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eAugust Dahl\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Dahl, (Stand: 30.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eBaden-W\u00fcrttemberg\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baden-W%C3%Bcrttemberg (Stand: 24.07.2008) .<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eFriedensliste\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedensliste (Stand: 26.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eGraswurzelbewegung\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Graswurzelbewegung (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eHunsr\u00fcck\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: Hunsr\u00fcck http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hunsr%C3%BCck (Stand: 11.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Artikel \u201eRheinland-Pfalz\u201c<\/strong>. In: Wikipedia. Die Freie Enzyklop\u00e4die. Online im Internet: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheinland-Pfalz#Politik (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner<\/strong>: Landesverband Rheinland-Pfalz und Hessen. Online im Internet: https:\/\/www.dfg-vk.de\/kontakte\/landesverbaende\/rheinland-pfalz (Stand: 06.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner:<\/strong> Online im Internet: https:\/\/www.dfg-vk.de\/willkommen (Stand: 06.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner<\/strong>: Verbandsgeschichte. Online im Internet: https:\/\/www.dfg-vk.de\/verband\/geschichte\/ (Stand: 06.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz<\/strong>: Chronik. Online im Internet: http:\/\/www.gruene-rlp.de\/9179.0.html?&amp;no_cache=1&amp;expand=6453&amp;displayNon=1&amp;cHash=772f18699e (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Hunsr\u00fcck-Forum<\/strong>: Archiv. Online im Internet: http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Archiv.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627 (Stand: 20.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Hunsr\u00fcck-Forum<\/strong>: Historie. Online im Internet: http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Historie.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627 (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Ki\u00dfener<\/strong>, Michael: Neuorientierung, Konsolidierung, Paradigmenwechsel. Rheinland-Pfalz unter der Regierung von Helmut Kohl, Bernhard Vogel und Carl-Ludwig Wagner. Vortrag im Rahmen der Reihe \u201eR\u00fcckblenden. 60 Jahre Rheinland-Pfalz\u201c. Online im Internet: politische-bildung-rlp.de\/fileadmin\/download_neu\/Landesgeschichte\/Vortrag_Kissener_Kohl_Vogel_Wagner.pdf (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Landeshauptarchiv Koblenz<\/strong>: Die Rittersturzkonferenz. Auf dem Weg zur Bundesrepublik Deutschland. Online im Internet: http:\/\/www.landeshauptarchiv.de\/ausstellung\/rittersturz\/tafeln.html (Stand: 24.07.2008).<\/li>\n<li><strong>Netzwerk Friedenskooperative<\/strong>. Online im Internet: http:\/\/www.friedenskooperative.de\/ (Stand: 24.09.2008).<\/li>\n<li><strong>Ostermarschinitiative Mainz<\/strong>. Online im Internet: http:\/\/www.ostermarsch.info\/mainz\/mainz.htm (Stand: 24.09.2008.).<\/li>\n<li><strong>Pax Christi<\/strong>: Basisgruppen im Bistum Mainz. Online im Internet: http:\/\/mainz.paxchristi.de\/basisgruppen\/index.html (Stand: 05.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Sczech<\/strong>, Reinhard: Akte Wippermann. Raketenbunker im Hunsr\u00fcck und der verzweifelte Versuch ihrer Geheimhaltung. Online im Internet: http:\/\/www.pydna.de\/wippermann\/wipperm.htm (Stand\u00a0: 25.08.2008).<\/li>\n<li><strong>Sczech<\/strong>, Reinhard: Frieden braucht Bewegung. Online im Internet: http:\/\/www.friedenskooperative.de\/netzwerk\/histo111.htm (Stand: 27.08.2008).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc209847562\"><\/a><strong>Abk\u00fcrzungsverzeichnis<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abs.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Absatz<\/p>\n<p>ABC-Waffen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Atomare, biologische und chemische Waffen<\/p>\n<p>AGF Trier\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier<\/p>\n<p>AK\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Arbeitskreis<\/p>\n<p>ARD\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n<p>ASF\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aktion S\u00fchnezeichen\/Friedensdienste<\/p>\n<p>AStA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Allgemeiner Studentenausschuss<\/p>\n<p>BBU\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz<\/p>\n<p>Bd.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Band<\/p>\n<p>BUKO\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bundeskonferenz entwicklungspolitischer Aktionsgruppen<\/p>\n<p>bzw.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 beziehungsweise<\/p>\n<p>BVerfG\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bundesverfassungsgericht<\/p>\n<p>BVerfGE\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts<\/p>\n<p>CDU\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Christlich Demokratische Union Deutschlands<\/p>\n<p>CSU\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Christlich Soziale Union Deutschlands<\/p>\n<ol>\n<li>h. das hei\u00dft<\/li>\n<\/ol>\n<p>DDR\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Demokratische Republik<\/p>\n<p>DFG-VK\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte Kriegsdienstgegner<\/p>\n<p>DFU\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Friedensunion<\/p>\n<p>DGB\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutscher Gewerkschaftsbund<\/p>\n<p>DKP\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Kommunistische Partei<\/p>\n<p>DM\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Mark<\/p>\n<p>DPSG\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg<\/p>\n<p>Ebd.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebenda<\/p>\n<p>e.V.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 eingetragener Verein<\/p>\n<p>EZA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Evangelisches Zentralarchiv<\/p>\n<ol>\n<li>folgende<\/li>\n<li>fortfolgende<\/li>\n<\/ol>\n<p>FDP\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Freie Demokratische Partei Deutschlands<\/p>\n<p>FI\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Friedensinitiative Rhein-Hunsr\u00fcck-Mosel-Nahe<\/p>\n<p>GG\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Grundgesetz<\/p>\n<p>GLCM\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ground-launched Cruise Missiles<\/p>\n<p>Hrsg.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Herausgeber<\/p>\n<p>IBM\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 International Business Machines Corporation<\/p>\n<p>INF\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Intermediate-Range Nuclear Forces<\/p>\n<p>Jusos\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jungsozialisten<\/p>\n<p>KA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Koordinationsausschuss der Friedensbewegung<\/p>\n<p>KOFAZ\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Komitee f\u00fcr Frieden, Abr\u00fcstung und Zusammenarbeit<\/p>\n<p>KPdSU\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kommunistische Partei der Sowjetunion<\/p>\n<p>LHA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Landeshauptarchiv<\/p>\n<p>LRTNF\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Long-range Theatre Nuclear Forces<\/p>\n<p>MfS\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit<\/p>\n<p>NATO\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 North Atlantic Treaty Organisation<\/p>\n<p>SALT\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Strategic Arms Limitation Talks<\/p>\n<p>SED\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands<\/p>\n<p>SPD\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sozialdemokratische Partei Deutschlands<\/p>\n<p>SWF\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 S\u00fcdwestfunk<\/p>\n<p>u.a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und andere<\/p>\n<p>UdSSR\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken<\/p>\n<p>USA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 United States of America<\/p>\n<p>VDS\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vereinigte Deutsche Studentenschaft<\/p>\n<p>vgl.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 vergleiche<\/p>\n<p>VVN-BdA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes \u2013 Bund der<\/p>\n<p>Antifaschisten<\/p>\n<p>ZDF\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zweites Deutsches Fernsehen<\/p>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>Anhang<\/strong><\/h1>\n<h5>Schreiben der Bundesbeauftragten f\u00fcr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik vom 29.08.2008<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Der im Ausw\u00e4rtigen Amt geschaffene Begriff \u201eNachr\u00fcstung\u201c wurde zum offiziellen Sprachgebrauch f\u00fcr die Modernisierung der amerikanischen Mittelstreckensysteme in Europa (vgl Schleker, 24). Der Begriff sollte ausdr\u00fccken, dass die Stationierung von Pershing II-Raketen und Marschflugk\u00f6rpern als Reaktion auf die sowjetische Aufstellung von Mittelstreckenraketen des Typs SS-20 erfolgte, um das strategische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Im \u201eKrefelder Appell\u201c, der den sogenannten \u201eMinimalkonsens\u201c der Friedensbewegung darstellte (vgl. Kapitel 2.3 und 2.4), wurde im Zusammenhang mit dem NATO-Doppelbeschluss nicht von \u201eNachr\u00fcstung\u201c, sondern von \u201eAufr\u00fcstung\u201c gesprochen (vgl. Linn, DKP, 14). In der vorliegenden Arbeit wird der Begriff \u201eNachr\u00fcstung\u201c verwendet und in der Folge ohne Anf\u00fchrungszeichen geschrieben, da er sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt hat.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Den Namen \u201eFriedensbewegung\u201c gab sich die Bewegung selbst und dr\u00fcckte damit ihr Selbstverst\u00e4ndnis als Bewegung, die sich f\u00fcr den Frieden einsetzte und nicht lediglich Protest gegen die Nachr\u00fcstung \u00fcbte, aus (vgl. Janning, 39). Dennoch bildete die Ablehnung der Nachr\u00fcstung eine der wenigen Konstanten der in ihrer Zusammensetzung und Programmatik heterogenen Bewegung, weswegen die Namensgebung von Seiten ihrer Kritiker in Frage gestellt wurde (vgl. Linn, Friedensbewegung, 132). Da sich der Begriff \u201eFriedensbewegung\u201c aber in der \u00d6ffentlichkeit etablierte und letztlich auch von den Kritikern der Bewegung benutzt wurde, wird er in der vorliegenden Arbeit ohne Anf\u00fchrungszeichen verwendet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Baron, Kalter Krieg, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Wittner, 144. Der amerikanische Historiker Lawrence S. Wittner bezeichnet die westdeutsche Friedensbewegung im englischen Originalzitat als \u201ean unusually diverse, decentralized, and powerful movement\u201c. Wittner zeichnet in seinem dreib\u00e4ndigen Werk <em>The Struggle Against the Bomb<\/em> die Geschichte der weltweiten Anti-Atomwaffen-Bewegung von 1953 bis 2002 nach. F\u00fcr die vorliegende Untersuchung wird der dritte Band des Werkes verwendet (vgl. Lawrence S. Wittner: The Struggle Against the Bomb. Volume Three. Toward Nuclear Abolition: A History of the World Nuclear Disarmament Movement, 1971 to the Present. Stanford 2003.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Geplant war die Stationierung von 96 Marschflugk\u00f6rpern; diese Zahl wurde aber nie erreicht (vgl. Kapitel 4.1).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Ausf\u00fchrlich dazu vgl. Kapitel 3.2 und Kapitel 4.2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Brand\/B\u00fcsser\/Rucht, 35 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Thomas Leif: Die professionelle Bewegung. Friedensbewegung von innen. Bonn 1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Janning, 43 \u2013 46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Die Seminararbeit von Robert Gold \u201eWie gelang es der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck, \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr ihre Belange herzustellen? Mobilisierung durch Information\u201c von 2001 findet man online im Internet (http:\/\/www.pydna.de\/Analysen\/OttoGold.htm, Stand: 23.09.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Uwe Anh\u00e4user u.a. (Hrsg.): Milit\u00e4rheimat Hunsr\u00fcck. Mit einem Vorwort von Alfred Mechtersheimer. Neckarsulm 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Sabine Stange: Kriegsvorbereitung im Hunsr\u00fcck. Der Einflu\u00df der Raketenstationierung auf den Alltag der Menschen. Mit einem Vorwort von Robert Jungk. Essen \u00b21986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Kapitel 3.3.2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> In Mutlangen existierte eine eigens eingerichtete \u201ePresseh\u00fctte\u201c, die Journalisten mit Informationen \u00fcber die Friedensbewegung versorgte. Der Bestand der \u201ePresseh\u00fctte\u201c ist im \u201eGemeinsamen Mutlangen Archiv\u201c im Archiv Aktiv in Hamburg gelagert (siehe dazu http:\/\/www.archiv-aktiv.de\/thema4_3.htm, Stand: 22.09.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen Raketen\u201c, SWF 1984; ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Baron, Kalter Krieg, 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Udo Baron: Kalter Krieg und hei\u00dfer Frieden. Der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Verb\u00fcndeten auf die Partei \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c. M\u00fcnster 2003 (Diktatur und Widerstand Bd. 3); Thomas Leif: Die strategische (Ohn-) Macht der Friedensbewegung. Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen in den achtziger Jahren. Opladen 1990.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Vgl. Plato, 21 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. dazu Alexander von Plato: Zeitzeugen und die historische Zunft. Erinnerung, kommunikative Tradierung und kollektives Ged\u00e4chtnis in der qualitativen Geschichtswissenschaft \u2013 ein Problemaufriss: In BIOS, Zeitschrift f\u00fcr Biographieforschung und Oral History, 13 (2000), 5 \u2013 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. Ulrich Albrecht: K\u00fcndigt den Nachr\u00fcstungsbeschlu\u00df! Argumente f\u00fcr die Friedensbewegung. Mit e. Vorw. von Oskar Lafontaine. Frankfurt am Main 1982; Hans A. Pestalozzi (Hrsg.): Frieden in Deutschland. Die Friedensbewegung. Wie sie wurde, was sie ist, was sie werden kann. M\u00fcnchen 1982; G\u00fcnther Schmid: Sicherheitspolitik und Friedensbewegung. Der Konflikt um die \u201eNachr\u00fcstung\u201c. M\u00fcnchen 1982 (f\u00fcr die vorliegende Arbeit wurde die 3. gegen\u00fcber der 2. unver\u00e4nderte Auflage von 1983 benutzt); Reiner Steinweg: Die neue Friedensbewegung . Analysen aus der Friedensforschung. Frankfurt am Main 1982; Gerhard Wettig: Die Friedensbewegung der beginnenden 80er Jahre. K\u00f6ln 1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. Wilfried von Bredow\/Rudolf Horst Brocke: Krise und Protest. Urspr\u00fcnge und Elemente der Friedensbewegung in Westeuropa. Opladen 1987; Josef Janning\/Hans-Josef Legrand\/Helmut Zander (Hrsg.): Friedensbewegungen. Entwicklung und Folgen in der Bundesrepublik Deutschland, Europa und den USA. K\u00f6ln 1987; Lorenz Knorr: Geschichte der Friedensbewegung in der Bundesrepublik. K\u00f6ln 1983; Gottfried Linn: Die Kampagne gegen die NATO-Nachr\u00fcstung. Zur Rolle der DKP. Bonn 1983 (Demokratische Verantwortung Bd. 6); Frank S. R\u00f6diger: Frieden \u2013 um welchen Preis? Str\u00f6mungen und Argumente der Friedensbewegung. Bonn 1985 (Demokratische Verantwortung Bd. 7\/8); G\u00fcnther Wagenlehner (Hrsg.): Die Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. Eine Bilanz. Koblenz 1985; Ulrike C. Wasmuht: Friedensbewegungen der 80er Jahre. Zur Analyse ihrer strukturellen und aktuellen Entstehungsbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika nach 1945: Ein Vergleich. Giessen 1987.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. Udo Baron: Kalter Krieg und hei\u00dfer Frieden. Der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Verb\u00fcndeten auf die Partei \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c. M\u00fcnster 2003 (Diktatur und Widerstand Bd. 3); Alice Holmes Cooper: Paradoxes of Peace. German Peace Movements Since 1945. Ann Arbor 1996; Thomas Leif: Die strategische (Ohn-) Macht der Friedensbewegung: Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen in den achtziger Jahren. Opladen 1990; J\u00fcrgen Maruhn\/Manfred Wilke(Hrsg.): Raketenpoker um Europa. Das sowjetische SS 20-Abenteuer und die Friedensbewegung. M\u00fcnchen 2001; Michael Ploetz\/ Hans-Peter M\u00fcller: Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. M\u00fcnster 2004 (Diktatur und Widerstand Bd. 6); R\u00fcdiger Schmitt: Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Ursachen und Bedingungen der Mobilisierung einer neuen sozialen Bewegung. Opladen 1990.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Vgl. beispielsweise Schmid, Friedensbewegung, 10; Cooper, Friedensbewegung, 77; Wittner, 144.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Wilfried von Bredow\/Rudolf Horst Brocke: Krise und Protest. Urspr\u00fcnge und Elemente der Friedensbewegung in Westeuropa. Opladen 1987; Josef Janning\/Hans-Josef Legrand\/Helmut Zander (Hrsg.): Friedensbewegungen. Entwicklung und Folgen in der Bundesrepublik Deutschland, Europa und den USA. K\u00f6ln 1987; G\u00fcnther Wagenlehner (Hrsg.): Die Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. Eine Bilanz. Koblenz 1985; Ulrike C. Wasmuht: Friedensbewegungen der 80er Jahre. Zur Analyse ihrer strukturellen und aktuellen Entstehungsbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika nach 1945: Ein Vergleich. Giessen 1987.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl. Ulrich Albrecht: K\u00fcndigt den Nachr\u00fcstungsbeschlu\u00df! Argumente f\u00fcr die Friedensbewegung. Mit e. Vorw. von Oskar Lafontaine. Frankfurt am Main 1982; Hans A. Pestalozzi (Hrsg.): Frieden in Deutschland. Die Friedensbewegung. Wie sie wurde, was sie ist, was sie werden kann. M\u00fcnchen 1982; Gottfried Linn: Die Kampagne gegen die NATO-Nachr\u00fcstung. Zur Rolle der DKP. Bonn 1983 (Demokratische Verantwortung Bd. 6); G\u00fcnther Wagenlehner (Hrsg.): Die Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. Eine Bilanz. Koblenz 1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. Karl Werner Brand (Hrsg.): Neue soziale Bewegungen in Westeuropa und den USA. Ein internationaler Vergleich. Frankfurt\/Main, New York 1985; Karl-Werner Brand\/Detlef B\u00fcsser\/ Dieter Rucht: Aufbruch in eine andere Gesellschaft. Neue Soziale Bewegungen in der Bundesrepublik. Aktualisierte Neuausgabe. Frankfurt\/Main, New York 1986; R\u00fcdiger Schmitt: Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Ursachen und Bedingungen der Mobilisierung einer neuen sozialen Bewegung. Opladen 1990.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Vgl. Udo Baron: Kalter Krieg und hei\u00dfer Frieden. Der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Verb\u00fcndeten auf die Partei \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c. M\u00fcnster 2003 (Diktatur und Widerstand Bd. 3); Gottfried Linn: Die Kampagne gegen die NATO-Nachr\u00fcstung. Zur Rolle der DKP. Bonn 1983; J\u00fcrgen Maruhn\/Manfred Wilke(Hrsg.): Raketenpoker um Europa. Das sowjetische SS 20-Abenteuer und die Friedensbewegung. M\u00fcnchen 2001; Michael Ploetz\/ Hans-Peter M\u00fcller: Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschlu\u00df. M\u00fcnster 2004 (Diktatur und Widerstand Bd. 6).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Beispielsweise der Stern-Artikel vom 02.12.1982, in dem der Hunsr\u00fcck erstmals als Stationierungsgebiet der Marschflugk\u00f6rper genannt wurde (vgl. Kapitel 4.4.1) oder die Berichterstattung in der Hunsr\u00fccker Zeitung \u00fcber die regionale Friedensbewegung, auf die Hunsr\u00fccker Friedensaktivisten mit einer eigenen Publikation, dem Hunsr\u00fcck-Forum, reagierten (vgl. Kapitel 4.3.4).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Die genannten Zeitschriften und Zeitungen wurden anhand von Schlagw\u00f6rtern (z.B. Koordinationsausschuss, Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz, Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck, Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier) bzw. anhand von wichtigen Daten (z.B. der Gro\u00dfdemonstration der Friedensbewegung in Hasselbach\/Hunsr\u00fcck am 11.10.1986) untersucht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Die Jahrg\u00e4nge 1983 bis 1987 des Hunsr\u00fcck-Forums lagen als Leihgabe Reinhard Sczechs komplett, die Jahrg\u00e4nge von 1987 bis 1995 nur teilweise vor. Die ersten sieben Ausgaben sind mittlerweile im Internet verf\u00fcgbar (http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Archiv.etc, Stand: 24.09.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Die Jahrg\u00e4nge 1983 bis 1987 des Gr\u00fcnen\/Rheinland-Pf\u00e4lzers lagen als Schenkung des Gr\u00fcnen Ged\u00e4chtnisses komplett vor.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Die Unterscheidung zwischen \u201ealten\u201c und \u201eneuen\u201c sozialen Bewegungen war Ende der 1980er Jahre Gegenstand von Forschungskontroversen, da keine allgemein akzeptierte und eindeutige Definition der \u201eneuen sozialen Bewegungen\u201c existierte. Vgl. hierzu Leif, strategische (Ohn-) Macht, 5; Wasmuht, 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Vgl. Schmid, Friedensbewegung, 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Zwei weitere anerkannte, aber weniger ausf\u00fchrliche Definitionen finden sich bei Rammstedt, 130 und Raschke, 77. Eine \u00e4hnliche Definition wie die von Brand\/B\u00fcsser\/Rucht findet sich bei Wasmuht, 23 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Vgl. Brand\/B\u00fcsser\/Rucht, 35 ff. Die folgenden Zitate in Kapitel 2.1: ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Vgl. Kommuniqu\u00e9 der Sondersitzung der Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO vom 12. Dezember 1979 in Br\u00fcssel, Abs. 6 \u2013 11.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Vgl. Neuman, 118 \u2013 121; Schleker, 24; Schmitt, 84.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Vgl. Kommuniqu\u00e9 der Sondersitzung der Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der NATO vom 12. Dezember 1979 in Br\u00fcssel, Abs. 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Vgl. Magenheimer, 111; Schleker, 161.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Vgl. Brand\/B\u00fcsser\/Rucht, 207 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Janning, 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Brand\/B\u00fcsser\/Rucht, 208.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Schmid, Sicherheitspolitik,40 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Vgl. ebd., 43 f.; Brand\/B\u00fcsser\/Rucht, 208.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Vgl. Janning, 37 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref46\" name=\"_ftn46\">[46]<\/a> Vgl. Schleker, 26 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref47\" name=\"_ftn47\">[47]<\/a>Vgl. Duve, 7 \u2013 11.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref48\" name=\"_ftn48\">[48]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 10 \u2013 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref49\" name=\"_ftn49\">[49]<\/a> Vgl. Roth, 70 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref50\" name=\"_ftn50\">[50]<\/a> Leif, Friedensbewegung, 301.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref51\" name=\"_ftn51\">[51]<\/a> Vgl. ebd., 254.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref52\" name=\"_ftn52\">[52]<\/a> Ebd., 252.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref53\" name=\"_ftn53\">[53]<\/a> Vgl. ebd., 249 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref54\" name=\"_ftn54\">[54]<\/a> Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref55\" name=\"_ftn55\">[55]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 59.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref56\" name=\"_ftn56\">[56]<\/a> Vgl. Leif, Entscheidungsgremien, 54.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref57\" name=\"_ftn57\">[57]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 24 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref58\" name=\"_ftn58\">[58]<\/a> Vgl. ebd., 236 \u2013 240.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref59\" name=\"_ftn59\">[59]<\/a> Vgl. EZA, 97\/1184. Erst am 17. Dezember 1989 l\u00f6ste sich der KA zugunsten des neuen \u201eNetzwerks Friedenskooperative\u201c auf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref60\" name=\"_ftn60\">[60]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 125.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref61\" name=\"_ftn61\">[61]<\/a> Vgl. ebd., 129 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref62\" name=\"_ftn62\">[62]<\/a> Vgl. ebd., 132 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref63\" name=\"_ftn63\">[63]<\/a> Vgl. Leif, strategische (Ohn-) Macht, 104.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref64\" name=\"_ftn64\">[64]<\/a> Vgl. Schmid, Friedensbewegung, 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref65\" name=\"_ftn65\">[65]<\/a> Leif, strategische (Ohn-) Macht, 27.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref66\" name=\"_ftn66\">[66]<\/a> F\u00fcr weitere Einteilungen der in der Friedensbewegung vertretenen Gruppen vgl. Linn, Friedensbewegung, 141; R\u00f6diger, 14 \u2013 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref67\" name=\"_ftn67\">[67]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 26 \u2013 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref68\" name=\"_ftn68\">[68]<\/a> Leif, strategische (Ohn-) Macht, 32. F\u00fcr die folgende Beschreibung der Spektren der Friedensbewegung vgl. Leif, strategische (Ohn-) Macht, 32 \u2013 53.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref69\" name=\"_ftn69\">[69]<\/a> Vgl. Linn, Friedensbewegung, 143.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref70\" name=\"_ftn70\">[70]<\/a> Vgl. Baron, Kalter Krieg, 52 \u2013 59.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref71\" name=\"_ftn71\">[71]<\/a> Vgl. ebd., 264; Linn, DKP, 13 \u2013 16; Ploetz\/M\u00fcller, 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref72\" name=\"_ftn72\">[72]<\/a> Vgl. Baron, Kalter Krieg, 263 \u2013 267. F\u00fcr eine ausf\u00fchrlichere Darstellung des Einflusses auf die Friedensbewegung von Seiten der DDR und der UdSSR vgl. Ploetz\/M\u00fcller, 277 \u2013 354. F\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Darstellung der (versuchten) Einflussnahme auf die Gr\u00fcnen vgl. Baron, Kalter Krieg, 135 \u2013 262.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref73\" name=\"_ftn73\">[73]<\/a> Vgl. Ploetz\/M\u00fcller, 13 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref74\" name=\"_ftn74\">[74]<\/a> Zitiert nach Baron, Kalter Krieg, 141.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref75\" name=\"_ftn75\">[75]<\/a> Vgl. R\u00f6diger, 7 f.; Linn, Friedensbewegung, 133 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref76\" name=\"_ftn76\">[76]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 162.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref77\" name=\"_ftn77\">[77]<\/a> Vgl. Linn, DKP, 22 \u2013 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref78\" name=\"_ftn78\">[78]<\/a> Vgl. Cooper, Friedensbewegung, 77.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref79\" name=\"_ftn79\">[79]<\/a> Vgl. Linn, Friedensbewegung, 134.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref80\" name=\"_ftn80\">[80]<\/a> Vgl. Janning, 43. F\u00fcr die folgende Beschreibung der vier Phasen der Friedensbewegung vgl. Janning, 43 \u2013 46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref81\" name=\"_ftn81\">[81]<\/a> Vgl. Schmitt, 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref82\" name=\"_ftn82\">[82]<\/a> Vgl. Cooper, Peace Movements, 215.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref83\" name=\"_ftn83\">[83]<\/a> Vgl. Schmitt, 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref84\" name=\"_ftn84\">[84]<\/a> Vg. Wasmuht, 219.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref85\" name=\"_ftn85\">[85]<\/a> Janning, 48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref86\" name=\"_ftn86\">[86]<\/a> Vgl. ebd., 48 ff. Eine Neuerung bildete die Volksbefragung der Friedensbewegung zur Europawahl, an der im Juni 1984 mehr als f\u00fcnf Millionen Bundesb\u00fcrger teilnahmen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref87\" name=\"_ftn87\">[87]<\/a> Vgl. Cooper, Peace Movements, 215; Leif, strategische (Ohn-) Macht, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref88\" name=\"_ftn88\">[88]<\/a> Vgl. Janning, 50.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref89\" name=\"_ftn89\">[89]<\/a> Vgl. Schmitt, 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref90\" name=\"_ftn90\">[90]<\/a> Vgl. INF-Vertrag, Art. I.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref91\" name=\"_ftn91\">[91]<\/a> Vgl. ebd., Art. IV.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref92\" name=\"_ftn92\">[92]<\/a> Vgl. ebd., Art IX &#8211; XII; Schleker, 57.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref93\" name=\"_ftn93\">[93]<\/a> Der Anteil, den die Friedensbewegung an dieser Entwicklung hatte, ist nicht konkret zu bemessen. Thomas Leif, der sich als einziger Autor dazu \u00e4u\u00dfert, ist der Ansicht, dass der Abschluss des INF-Vertrags und die Entspannung des Ost-West-Konflikts von der Friedensbewegung bef\u00f6rdert wurden (vgl. Leif, strategische (Ohn-) Macht, 244).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref94\" name=\"_ftn94\">[94]<\/a> Vgl. Cooper, Peace Movements, 215; Leif, strategische (Ohn-) Macht, 3; Schmitt, 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref95\" name=\"_ftn95\">[95]<\/a> Zitiert nach Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref96\" name=\"_ftn96\">[96]<\/a> Vgl. Fraktion Die Gr\u00fcnen im Landtag Rheinland-Pfalz, 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref97\" name=\"_ftn97\">[97]<\/a> Vgl. Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 11\/2367.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref98\" name=\"_ftn98\">[98]<\/a> Vgl. Anh\u00e4user u.a., 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref99\" name=\"_ftn99\">[99]<\/a> Vgl. Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Frieden\/2, Blockade-Aktionen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz. Erst nach dem Abzug der C-Waffen kam heraus, dass der tats\u00e4chliche Lagerort das wenige Kilometer entfernte Depot bei Clausen war. Dies \u00e4ndert jedoch nichts an dem Fakt, dass das Giftgas in Rheinland-Pfalz gelagert worden war.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref100\" name=\"_ftn100\">[100]<\/a> Vgl. Wikipedia, Rheinland-Pfalz (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheinland-Pfalz#Politik, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref101\" name=\"_ftn101\">[101]<\/a> Vgl. Wikipedia, Baden-W\u00fcrttemberg (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baden-W%C3%Bcrttemberg, Stand: 24.07.2008) .<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref102\" name=\"_ftn102\">[102]<\/a> Ki\u00dfener, 12 (www.politische-bildung-rlp.de\/fileadmin\/download_neu\/Landesgeschichte\/Vortrag_Kissener_Kohl_Vogel_Wagner.pdf, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref103\" name=\"_ftn103\">[103]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1985, Friedensinformationen Nr. 14; Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986, Friedensversammlung Rheinland-Pfalz am 08.02.1987 in Mainz. Auf diesem Treffen, auf Initiative des Ostermarschkreises Rheinland-Pfalz, in der Endphase der Friedensbewegung sollten vor den Landtagswahlen Forderungen der Friedensbewegung an die Landtagskandidaten formuliert werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref104\" name=\"_ftn104\">[104]<\/a> Vgl. LHA Koblenz, Rittersturzkonferenz (http:\/\/www.landeshauptarchiv.de\/ausstellung\/rittersturz\/tafeln.html, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref105\" name=\"_ftn105\">[105]<\/a> In Wikipedia wird \u201eGraswurzelbewegung\u201c wie folgt definiert: \u201eAls Graswurzelbewegung wird im deutschsprachigen Raum eine politische oder gesellschaftliche Initiative bezeichnet, die aus der Basis der Bev\u00f6lkerung entsteht.\u201c (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Graswurzelbewegung, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref106\" name=\"_ftn106\">[106]<\/a> Vgl. Interview mit Thomas Zuche, 8; Hunsr\u00fcck-Forum, Historie (http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Historie.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref107\" name=\"_ftn107\">[107]<\/a> Hunsr\u00fcck-Forum, Historie (http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Historie.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref108\" name=\"_ftn108\">[108]<\/a> Das \u201eRegionalblatt\u201c berichtete beispielsweise 1983 in einer \u201eSondernummer Frieden\u201c ausschlie\u00dflich von der Friedensbewegung im Mainzer Raum und dem Nike-Herkules-Raketenlager im Ober-Olmer Wald bei Mainz (Archiv der Heinrich B\u00f6ll Stiftung Rheinland-Pfalz, Regionalblatt, April 1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref109\" name=\"_ftn109\">[109]<\/a> Im Landeshauptarchiv in Koblenz finden sich beispielsweise Ausgaben der \u201eKoblenzer Friedenszeitung\u201c, der \u201eKreuznacher Friedenszeitung\u201c und eine Friedenszeitung aus dem Mainzer Stadtteil Bretzenheim. Vgl. LHA Koblenz, 714\/4582 Koblenzer Friedenszeitung, 714\/6086 Kreuznacher Friedenszeitung und 714\/6085 Bretzenheimer Friedenszeitung.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref110\" name=\"_ftn110\">[110]<\/a> Vgl. Aachener Friedenspreis, Preistr\u00e4ger (http:\/\/www.aachener-friedenspreis.de\/preistraeger\/1988.html, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref111\" name=\"_ftn111\">[111]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 31.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref112\" name=\"_ftn112\">[112]<\/a> Vgl. ASF, Regionalgruppe Rhein-Main (http:\/\/www.asf-ev.de\/engagement\/regionalgruppen\/asf_regionalgruppe_in_rhein_main_region\/, Stand: 25.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref113\" name=\"_ftn113\">[113]<\/a> Vgl. EZA, 97\/1202.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref114\" name=\"_ftn114\">[114]<\/a> EZA, 97\/1201.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref115\" name=\"_ftn115\">[115]<\/a> EZA, 97\/153.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref116\" name=\"_ftn116\">[116]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1983 \u2013 1985, Protokoll der Mitgliederversammlung vom 15.01.1984, 4 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref117\" name=\"_ftn117\">[117]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 33.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref118\" name=\"_ftn118\">[118]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1983 \u2013 1985, Bericht f\u00fcr die Mitgliederversammlung vom 15.01.1984, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref119\" name=\"_ftn119\">[119]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/ 1977 \u2013 1983, Erfahrungen mit einer Friedenswerkstatt, 1; 1\/1983 \u2013 1985, Protokoll der Mitgliederversammlung vom 15.01.1984, 4 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref120\" name=\"_ftn120\">[120]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/ 1977 \u2013 1983, Erfahrungen mit einer Friedenswerkstatt, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref121\" name=\"_ftn121\">[121]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/ 1977 \u2013 1983, Brief der Kommission \u201eAbr\u00fcstung und Sicherheit\u201c vom 29.07.1981. Zu einer m\u00f6glichen Unterschrift der Pax-Christi-Gruppen aus dem Bistum Mainz finden sich keine Hinweise im Pax-Christi-Archiv.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref122\" name=\"_ftn122\">[122]<\/a> Ebd., Protokollnotizen vom 22.06.1981, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref123\" name=\"_ftn123\">[123]<\/a> Ebd., Entwurf der \u201ePlattform\u201c 1981 (handschriftliche Notizen von Josef Kolbeck), 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref124\" name=\"_ftn124\">[124]<\/a> Ebd., Entwurf der \u201ePlattform\u201c 1981 (handschriftliche Notizen von Josef Kolbeck), 1 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref125\" name=\"_ftn125\">[125]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1983 \u2013 1985, Brief an Weihbischof Rolly Oktober 1983, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref126\" name=\"_ftn126\">[126]<\/a> Vgl. ebd., Brief an Weihbischof Rolly Oktober 1983, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref127\" name=\"_ftn127\">[127]<\/a> Vgl. ebd., Brief an SWF-Intendant Hilf Oktober 1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref128\" name=\"_ftn128\">[128]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/ 1977 \u2013 1983, Protokollnotizen vom 22.06.1981, 1. Die deutsche Sektion der Pax-Christi-Bewegung rief ab 1981 zur Teilnahme an den Friedenswochen auf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref129\" name=\"_ftn129\">[129]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1983 \u2013 1985, Bericht f\u00fcr die Mitgliederversammlung vom 15.01.1984, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref130\" name=\"_ftn130\">[130]<\/a> Vgl. ebd., Einladung \u201eFasten f\u00fcr das Leben\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref131\" name=\"_ftn131\">[131]<\/a> Vgl. ebd., Bericht f\u00fcr die Mitgliederversammlung vom 15.01.1984, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref132\" name=\"_ftn132\">[132]<\/a> Vgl. ebd., Brief von Christian Wilhelm Dezember 1984, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref133\" name=\"_ftn133\">[133]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1985 \u2013 1987, Bericht der Bistumsstelle November 1986; Anfragen an die Bistumsstelle Februar 1987.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref134\" name=\"_ftn134\">[134]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1983 \u2013 1985, Standortsuche f\u00fcr Pax Christi September 1984, 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref135\" name=\"_ftn135\">[135]<\/a> Vgl. ebd., Protokoll vom Treffen der Bistumsstelle Januar 1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref136\" name=\"_ftn136\">[136]<\/a> Vgl. ebd., Friedensb\u00fcro im Bistum Mainz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref137\" name=\"_ftn137\">[137]<\/a> Vgl. Schriftliches Interview mit Clemens Ronnefeldt, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref138\" name=\"_ftn138\">[138]<\/a> Vgl. ebd., 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref139\" name=\"_ftn139\">[139]<\/a> Vgl. Pax-Christi-Archiv des Bistums Mainz, 1\/1987 \u2013 1990, Bericht f\u00fcr die Mitgliederversammlung 1989.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref140\" name=\"_ftn140\">[140]<\/a> Vgl. Schriftliches Interview mit Clemens Ronnefeldt, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref141\" name=\"_ftn141\">[141]<\/a> Vgl. Pax Christi, Basisgruppen im Bistum Mainz (http:\/\/mainz.paxchristi.de\/basisgruppen\/index.html, Stand: 05.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref142\" name=\"_ftn142\">[142]<\/a> Tageszeitung, 18.11.1982. Die hohe Zahl an Friedensgruppen ist plausibel, wenn man nicht origin\u00e4re Friedensgruppen wie den AStA der Universit\u00e4t Trier und den Di\u00f6zesanverband Trier der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) einschlie\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref143\" name=\"_ftn143\">[143]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref144\" name=\"_ftn144\">[144]<\/a> Privatarchiv Thomas Zuche, Infoblatt AGF.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref145\" name=\"_ftn145\">[145]<\/a> Vgl. Interview mit Thomas Zuche, 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref146\" name=\"_ftn146\">[146]<\/a> Ebd., 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref147\" name=\"_ftn147\">[147]<\/a> Vgl. ebd., 3. Mitglieder in der Trierer Friedenskoordination waren unter anderem DKP, Jusos, Alternative Liste, und DFG\/VK. Auch die AGF beteiligte zeitweise in der Trierer Friedenskoordination.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref148\" name=\"_ftn148\">[148]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref149\" name=\"_ftn149\">[149]<\/a> Vgl. Interview mit Thomas Zuche, 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref150\" name=\"_ftn150\">[150]<\/a> Vgl. ebd., 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref151\" name=\"_ftn151\">[151]<\/a> Ebd., 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref152\" name=\"_ftn152\">[152]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Veranstaltungsschrift Erste Trierer Friedenswochen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref153\" name=\"_ftn153\">[153]<\/a> Interview mit Thomas Zuche, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref154\" name=\"_ftn154\">[154]<\/a> Vgl. ebd., 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref155\" name=\"_ftn155\">[155]<\/a> Privatarchiv Thomas Zuche, AGF-Stellungnahme zum Nachr\u00fcstungsbeschluss, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref156\" name=\"_ftn156\">[156]<\/a> Vgl. Interview mit Thomas Zuche, 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref157\" name=\"_ftn157\">[157]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref158\" name=\"_ftn158\">[158]<\/a> Vgl. ebd., 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref159\" name=\"_ftn159\">[159]<\/a> Vgl. S\u00fcddeutsche Zeitung, 03.11.1982; Tageszeitung, 03.11.1982; Frankfurter Rundschau, 06.11.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref160\" name=\"_ftn160\">[160]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, \u201eFriedensforum\u201c Nr. 1 &#8211; 3 und Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref161\" name=\"_ftn161\">[161]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Zeitschrift \u201eWaffeneifel\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref162\" name=\"_ftn162\">[162]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref163\" name=\"_ftn163\">[163]<\/a> Vgl. ebd., 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref164\" name=\"_ftn164\">[164]<\/a> Vgl. Stern, 10.09.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref165\" name=\"_ftn165\">[165]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 4 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref166\" name=\"_ftn166\">[166]<\/a> Vgl. ebd., 2 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref167\" name=\"_ftn167\">[167]<\/a> Ebd., 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref168\" name=\"_ftn168\">[168]<\/a> Zeit, 05.08.1983. Die neun Menschen, die \u201eFasten f\u00fcr das Leben\u201c initiierten, wollten unbefristet hungern.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref169\" name=\"_ftn169\">[169]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref170\" name=\"_ftn170\">[170]<\/a> Interview mit Thomas Zuche, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref171\" name=\"_ftn171\">[171]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref172\" name=\"_ftn172\">[172]<\/a> Interview mit Thomas Zuche, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref173\" name=\"_ftn173\">[173]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, Chronik der Anti-R\u00fcstungsarbeit in der AGF Trier von 1979 bis 1988, 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref174\" name=\"_ftn174\">[174]<\/a> Vgl. ebd., 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref175\" name=\"_ftn175\">[175]<\/a> Vgl. Interview mit Thomas Zuche, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref176\" name=\"_ftn176\">[176]<\/a> Eine Anfrage \u00fcber die VVN-BdA, die der DKP in den 1980er Jahren nahe stand, erbrachte keine R\u00fcckmeldung. Ebenso blieb eine Anfrage \u00fcber die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung Rheinland-Pfalz, die Kontakte zu diversen Gruppen aus dem links-alternativen Spektrum unterh\u00e4lt, erfolglos. Auch ein Kontakt, der \u00fcber den DGB Rheinland-Pfalz hergestellt worden war, brachte keine Informationen, da der betreffende DKP-Funktion\u00e4r sich nicht mehr zur\u00fcckmeldete.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref177\" name=\"_ftn177\">[177]<\/a> Vgl. S\u00fcddeutsche Zeitung, 08.04.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref178\" name=\"_ftn178\">[178]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, DKP Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c, 4; Leif, Friedensbewegung, 40.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref179\" name=\"_ftn179\">[179]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, DKP Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c, 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref180\" name=\"_ftn180\">[180]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Korrespondenz \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c 1981 \u2013 1983, Brief des Ostermarschkreises Rheinland-Pfalz an den DGB Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref181\" name=\"_ftn181\">[181]<\/a> Vgl. Interview mit Reinhard Sczech, 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref182\" name=\"_ftn182\">[182]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Korrespondenz \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c 1981 \u2013 1983, Brief des Ostermarschkreises Rheinland-Pfalz an den DGB Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref183\" name=\"_ftn183\">[183]<\/a> Vgl. Wikipedia, Friedensliste (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedensliste, Stand: 26.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref184\" name=\"_ftn184\">[184]<\/a> Vgl. Archiv der DFG-VK Mainz, Friedensliste Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref185\" name=\"_ftn185\">[185]<\/a> Vgl. Privatarchiv Thomas Zuche, DKP Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref186\" name=\"_ftn186\">[186]<\/a> Vgl. Archiv der DFG-VK Mainz, Friedensliste Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c, 43; Privatarchiv Thomas Zuche, DKP Rheinland-Pfalz, \u201eRheinland-Pfalz: Waffenkammer der NATO\u201c,1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref187\" name=\"_ftn187\">[187]<\/a> Leif, Friedensbewegung, 4. Das Zitat stammt von KOFAZ-Gr\u00fcndungsmitglied Gunnar Matthiesen; Leif schlie\u00dft sich dieser Einsch\u00e4tzung an.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref188\" name=\"_ftn188\">[188]<\/a> Vgl. DFG-VK, Selbstdarstellung (https:\/\/www.dfg-vk.de\/willkommen, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref189\" name=\"_ftn189\">[189]<\/a> Vgl. Leif, Friedensbewegung, 45.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref190\" name=\"_ftn190\">[190]<\/a> Vgl. DFG-VK, Landesverband Rheinland-Pfalz und Hessen (https:\/\/www.dfg-vk.de\/kontakte\/landesverbaende\/rheinland-pfalz, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref191\" name=\"_ftn191\">[191]<\/a> Vgl. DFG-VK, Verbandsgeschichte (https:\/\/www.dfg-vk.de\/verband\/geschichte\/, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref192\" name=\"_ftn192\">[192]<\/a> Vgl. Interview mit einem Aktiven der DFG-VK Mainz, 9. Der Interviewpartner wird, aufgrund seiner Weigerung namentlich genannt zu werden, im folgenden als \u201eein Aktiver der DFG-VK Mainz\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref193\" name=\"_ftn193\">[193]<\/a> DFG-VK, Verbandsgeschichte (https:\/\/www.dfg-vk.de\/verband\/geschichte\/, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref194\" name=\"_ftn194\">[194]<\/a> Vgl. Interview mit einem Aktiven der DFG-VK Mainz, 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref195\" name=\"_ftn195\">[195]<\/a> Vgl. ebd., 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref196\" name=\"_ftn196\">[196]<\/a> Vgl. ebd., 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref197\" name=\"_ftn197\">[197]<\/a> Vgl. DFG-VK, Landesverb\u00e4nde (https:\/\/www.dfg-vk.de\/kontakte\/landesverbaende\/rheinland-pfalz, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref198\" name=\"_ftn198\">[198]<\/a> Vgl. Archiv der DFG-VK Mainz, Friedlicht, Nr. 16 und 26.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref199\" name=\"_ftn199\">[199]<\/a> Vgl. ebd., Friedlicht, Nr. 16. D\u00f6mel kritisierte die \u00c4hnlichkeit der DKP zur SED, \u00e4u\u00dferte aber auch sein Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr die \u201eBer\u00fchrungsangst vor der DKP\u201c in Westdeutschland.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref200\" name=\"_ftn200\">[200]<\/a> Vgl. ebd., Friedlicht, Nr. 6 und 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref201\" name=\"_ftn201\">[201]<\/a> Vgl. ebd., Dokumentation der Mainzer Friedenswoche 1980 sowie \u201eFriedlicht\u201c Nr. 6 und 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref202\" name=\"_ftn202\">[202]<\/a> Vgl. ebd., Friedlicht, Nr. 5 und 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref203\" name=\"_ftn203\">[203]<\/a> Vgl. ebd., Friedlicht, Nr. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref204\" name=\"_ftn204\">[204]<\/a> Internes Papier der DFG-VK, zitiert nach Leif, Friedensbewegung, 45.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref205\" name=\"_ftn205\">[205]<\/a> Vgl. Archiv der DFG-VK Mainz, Friedlicht, Nr. 4, 5, 8, 20, 21 und 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref206\" name=\"_ftn206\">[206]<\/a> Vgl. ebd., Dokumentation der Mainzer Friedenswoche 1980.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref207\" name=\"_ftn207\">[207]<\/a> Internes Papier der DFG-VK, zitiert nach Leif, Friedensbewegung, 45.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref208\" name=\"_ftn208\">[208]<\/a> Vgl. Interview mit einem Aktiven der DFG-VK Mainz, 5 und DFG-VK, Verbandsgeschichte (https:\/\/www.dfg-vk.de\/verband\/geschichte\/, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref209\" name=\"_ftn209\">[209]<\/a> DFG-VK, Verbandsgeschichte (https:\/\/www.dfg-vk.de\/verband\/geschichte\/, Stand: 06.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref210\" name=\"_ftn210\">[210]<\/a> Interview mit Joachim Mertes, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref211\" name=\"_ftn211\">[211]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Pressemappe \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c 1980 \u2013 1982, Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion zur Friedensinitiative des DGB.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref212\" name=\"_ftn212\">[212]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 10 (1986).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref213\" name=\"_ftn213\">[213]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 9 (1986); Hunsr\u00fccker Zeitung, 06.07.1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref214\" name=\"_ftn214\">[214]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender \/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986, SPD-Pressemitteilung \u201eOstermarsch 1986\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref215\" name=\"_ftn215\">[215]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1987, Aufruf zur Blockade in Hasselbach am 28.\/29.05.1987; FI\/1986, Friedensinformationen Nr. 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref216\" name=\"_ftn216\">[216]<\/a> Rhein-Zeitung, 14.11.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref217\" name=\"_ftn217\">[217]<\/a> Vgl. Heimes, 183.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref218\" name=\"_ftn218\">[218]<\/a> Zitiert nach Heimes, 183.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref219\" name=\"_ftn219\">[219]<\/a> Vgl. Heimes, 33 \u2013 42.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref220\" name=\"_ftn220\">[220]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1983, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref221\" name=\"_ftn221\">[221]<\/a> Zitiert nach Heimes, 138.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref222\" name=\"_ftn222\">[222]<\/a> Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1983, 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref223\" name=\"_ftn223\">[223]<\/a> Vgl. ebd., Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1980, 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref224\" name=\"_ftn224\">[224]<\/a> Zitiert nach Heimes, 185.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref225\" name=\"_ftn225\">[225]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Einladung zur Antikriegs-Veranstaltung 1980.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref226\" name=\"_ftn226\">[226]<\/a> Vgl. ebd., Einladung zur Antikriegs-Veranstaltung 1981.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref227\" name=\"_ftn227\">[227]<\/a> Vgl. ebd., Einladung zur Antikriegs-Veranstaltung 1982 und DGB-Plakat zum Antikriegstag 1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref228\" name=\"_ftn228\">[228]<\/a> Vgl. ebd., Veranstaltungen im DGB-Landesbezirk Rheinland-Pfalz zum Antikriegstag 1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref229\" name=\"_ftn229\">[229]<\/a> Ebd., Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1983, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref230\" name=\"_ftn230\">[230]<\/a> Allgemeine Zeitung Mainz, 05.09.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref231\" name=\"_ftn231\">[231]<\/a> Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1983, 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref232\" name=\"_ftn232\">[232]<\/a> Ebd., Brief des CDU-Kreisverbands Ludwigshafen\/Rhein an Julius Lehlbach vom 11.10.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref233\" name=\"_ftn233\">[233]<\/a> Allgemeine Zeitung Mainz, 05.09.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref234\" name=\"_ftn234\">[234]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen 1979 \u2013 1983, Rede Julius Lehlbachs zum Antikriegstag 1983, 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref235\" name=\"_ftn235\">[235]<\/a> Frankfurter Rundschau, 25.04.1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref236\" name=\"_ftn236\">[236]<\/a> Ebd..<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref237\" name=\"_ftn237\">[237]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref238\" name=\"_ftn238\">[238]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/DGB-Antikriegsveranstaltungen ab 1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref239\" name=\"_ftn239\">[239]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986, Brief der DGB-Jugend Rheinland-Pfalz an Heinz Andersch vom 25.04.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref240\" name=\"_ftn240\">[240]<\/a> Vgl. ebd., Aufruf des DGB Rheinland-Pfalz zur Teilnahme an der Friedensdemonstration in Hasselbach.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref241\" name=\"_ftn241\">[241]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref242\" name=\"_ftn242\">[242]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref243\" name=\"_ftn243\">[243]<\/a> Vgl. Archiv des DGB Rheinland-Pfalz, Abt. Vorsitzender\/Veranstaltungen und Aktionen zum Thema \u201eFrieden und Abr\u00fcstung\u201c ab 1986, Brief Dieter Kretschmers an den Ostermarschkreis Rheinland-Pfalz vom 17.02.1988.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref244\" name=\"_ftn244\">[244]<\/a> Vgl. Heimes, 142.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref245\" name=\"_ftn245\">[245]<\/a> Vgl. ebd., 155 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref246\" name=\"_ftn246\">[246]<\/a> Vgl. BVerfGE 77, 170 \u2013 240.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref247\" name=\"_ftn247\">[247]<\/a> Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Chronik (http:\/\/www.gruene-rlp.de\/9179.0.html?&amp;no_cache=1&amp;expand=6453&amp;displayNon=1&amp;cHash=772f18699e, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref248\" name=\"_ftn248\">[248]<\/a> Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Landesprogramm, 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref249\" name=\"_ftn249\">[249]<\/a> Ebd., 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref250\" name=\"_ftn250\">[250]<\/a> Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Chronik (http:\/\/www.gruene-rlp.de\/9179.0.html?&amp;no_cache=1&amp;expand=6453&amp;displayNon=1&amp;cHash=772f18699e, Stand: 24.07.2008). Gem\u00e4\u00df des Rotationsprinzips wurde Vogt nach zwei Jahren von Willi Tatge abgel\u00f6st.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref251\" name=\"_ftn251\">[251]<\/a> Bei den Kommunalwahlen 1984 gelang den Gr\u00fcnen mit 210 Abgeordneten der Einzug in 130 Kommunalparlamente in Rheinland-Pfalz: Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Chronik (http:\/\/www.gruene-rlp.de\/9179.0.html?&amp;no_cache=1&amp;expand=6453&amp;displayNon=1&amp;cHash=772f18699e, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref252\" name=\"_ftn252\">[252]<\/a> Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (2), Mitglieder-Forum Nr. 9 von 1982, 17.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref253\" name=\"_ftn253\">[253]<\/a> Vgl. ebd., Kreisrundbrief vom 13.03.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref254\" name=\"_ftn254\">[254]<\/a> Ebd., Kreisrundbrief vom 15.11.1983, 11.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref255\" name=\"_ftn255\">[255]<\/a> Ebd., Pressespiegel zum Kreisrundbrief vom 04.08.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref256\" name=\"_ftn256\">[256]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref257\" name=\"_ftn257\">[257]<\/a> Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Landesprogramm, 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref258\" name=\"_ftn258\">[258]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, A \u2013 Kelly, Petra\/2040, Einladung zum Seminar \u201eGewaltfreier Widerstand: Verfassungsschutz oder N\u00f6tigung?\u201c am 26.\/27.01.1985 in Bad Kreuznach.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref259\" name=\"_ftn259\">[259]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (2), Mitglieder-Forum Nr. 9 von 1982, 17 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref260\" name=\"_ftn260\">[260]<\/a> Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Landesprogramm, 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref261\" name=\"_ftn261\">[261]<\/a> Vgl. Ebd., 17 \u2013 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref262\" name=\"_ftn262\">[262]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, A \u2013 Kelly, Petra\/2040, Offener Brief von Petra Kelly und Gert Bastian an die Unterzeichner des Krefelder Appells vom 19.02.1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref263\" name=\"_ftn263\">[263]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (2), Mitglieder-Forum Nr. 9 von 1982, 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref264\" name=\"_ftn264\">[264]<\/a> Ebd., Mitglieder-Forum Nr. 9 von 1982, 18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref265\" name=\"_ftn265\">[265]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (1), Brief des Landesvorsitzenden zum \u201eHambacher Fest\u201c 1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref266\" name=\"_ftn266\">[266]<\/a> Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (1), \u201eHambacher Aufruf\u201c vom 10.12.1981.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref267\" name=\"_ftn267\">[267]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref268\" name=\"_ftn268\">[268]<\/a> Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, C NRW LaVo\/LGSt 01\/248 (1), Brief des Landesvorsitzenden zum \u201eHambacher Fest 1982\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref269\" name=\"_ftn269\">[269]<\/a> Vgl. ebd., Pressemitteilung zum R\u00fcckzug der Unterschriften vom \u201eHambacher Aufruf\u201c vom 08.03.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref270\" name=\"_ftn270\">[270]<\/a> Ebd., Pressemitteilung zum R\u00fcckzug der Unterschriften vom \u201eHambacher Aufruf\u201c vom 08.03.1982<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref271\" name=\"_ftn271\">[271]<\/a> Interview mit einem Aktiven der DFG-VK Mainz, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref272\" name=\"_ftn272\">[272]<\/a> Gr\u00fcne Rheinland-Pf\u00e4lzer, 9 (1984).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref273\" name=\"_ftn273\">[273]<\/a> Vgl. Gr\u00fcne Rheinland-Pf\u00e4lzer, 1984 \u2013 1987.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref274\" name=\"_ftn274\">[274]<\/a> Vgl. Die Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Programm zur Landtagswahl, 34.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref275\" name=\"_ftn275\">[275]<\/a> Vgl. Gr\u00fcne Rheinland\/Pf\u00e4lzer, 4 (1986).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref276\" name=\"_ftn276\">[276]<\/a> Vgl. Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 11\/8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref277\" name=\"_ftn277\">[277]<\/a> Vgl. Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 11\/2128 und Drucksache 11\/2545.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref278\" name=\"_ftn278\">[278]<\/a> Vgl. ebd., Drucksache 11\/195 und Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Frieden\/1, Pressemitteilung \u201eGr\u00fcne nach Gespr\u00e4ch mit Justizminister Caesar\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref279\" name=\"_ftn279\">[279]<\/a> Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 11\/4071.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref280\" name=\"_ftn280\">[280]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, Extraausgabe \u201eMilitarisierung und Widerstand im Hunsr\u00fcck\u201c 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref281\" name=\"_ftn281\">[281]<\/a> Vgl. Informationsschrift der 2. Luftwaffendivision Birkenfeld\/Nahe, zitiert nach: Hunsr\u00fcck-Forum, Extraausgabe \u201eMilitarisierung und Widerstand im Hunsr\u00fcck\u201c 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref282\" name=\"_ftn282\">[282]<\/a> Nike-Herkules-Raketen sind nuklearf\u00e4hige Flugabwehrraketen (Vgl. Bundesminister der Verteidigung, 14).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref283\" name=\"_ftn283\">[283]<\/a> In den Unterlagen des US-Repr\u00e4sentantenhauses wurde W\u00fcschheim als Stationierungsort angegeben. Tats\u00e4chlich entstand die \u201ePydna\u201c zwischen den D\u00f6rfern Hasselbach und Bell, weswegen zumeist Hasselbach als Stationierungsort der Marschflugk\u00f6rper genannt wird.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref284\" name=\"_ftn284\">[284]<\/a> Vgl. Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref285\" name=\"_ftn285\">[285]<\/a> Vgl. Anh\u00e4user u.a., 10; Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1986, Bundesminister der Verteidigung, 16.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref286\" name=\"_ftn286\">[286]<\/a> Vgl. Bundesminister der Verteidigung, 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref287\" name=\"_ftn287\">[287]<\/a> Vgl. Anh\u00e4user u.a., 10 f; Bundesminister der Verteidigung, 16; Friedensliste Rheinland-Pfalz, 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref288\" name=\"_ftn288\">[288]<\/a> Vgl. Magenheimer, 111; Sonderausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref289\" name=\"_ftn289\">[289]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, Extraausgabe \u201eMilitarisierung und Widerstand im Hunsr\u00fcck\u201c 1986; Wikipedia, Hunsr\u00fcck (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hunsr%C3%BCck, Stand: 11.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref290\" name=\"_ftn290\">[290]<\/a> Vgl. Bundesminister der Verteidigung, 14 f; Wikipedia, Hunsr\u00fcck (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hunsr%C3%BCck, Stand: 11.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref291\" name=\"_ftn291\">[291]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann: \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; \u00a0 Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref292\" name=\"_ftn292\">[292]<\/a> Vgl. Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref293\" name=\"_ftn293\">[293]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen Raketen\u201c, SWF 1984; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986; Stange, 42 \u2013 139.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref294\" name=\"_ftn294\">[294]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 39; Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1984, Friedensinformationen Nr. 4 und FI\/1985, Friedensinformationen Nr. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref295\" name=\"_ftn295\">[295]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1985, Friedensinformationen Nr. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref296\" name=\"_ftn296\">[296]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1984, Friedensinformationen Nr. 4 und FI\/1985, Friedensinformationen Nr. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref297\" name=\"_ftn297\">[297]<\/a> Vgl. Interview mit Heidrun Kisters, 4; Interview mit Reinhard Sczech, 5; Interview mit Horst Petry, 6; Interview mit Axel Weirich, 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref298\" name=\"_ftn298\">[298]<\/a> Vgl. Interview mit Joachim Mertes, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref299\" name=\"_ftn299\">[299]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 40.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref300\" name=\"_ftn300\">[300]<\/a> Vgl. Interview mit August Dahl, 8 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref301\" name=\"_ftn301\">[301]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 40.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref302\" name=\"_ftn302\">[302]<\/a> Vgl. Stange, 81.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref303\" name=\"_ftn303\">[303]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 40; Stange, 64.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref304\" name=\"_ftn304\">[304]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen Raketen\u201c, SWF 1984; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref305\" name=\"_ftn305\">[305]<\/a> Vgl. Privatarchiv August Dahl, Vita.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref306\" name=\"_ftn306\">[306]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen Raketen\u201c, SWF 1984.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref307\" name=\"_ftn307\">[307]<\/a> Vgl. Stange, 153 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref308\" name=\"_ftn308\">[308]<\/a> Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref309\" name=\"_ftn309\">[309]<\/a> Vgl. Interview mit August Dahl, 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref310\" name=\"_ftn310\">[310]<\/a> Vgl. Privatarchiv August Dahl, Vita.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref311\" name=\"_ftn311\">[311]<\/a> Vgl. Interview mit August Dahl, 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref312\" name=\"_ftn312\">[312]<\/a> Ebd., 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref313\" name=\"_ftn313\">[313]<\/a> Interview mit Horst Petry, 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref314\" name=\"_ftn314\">[314]<\/a> Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref315\" name=\"_ftn315\">[315]<\/a> Vgl. Stange, 14 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref316\" name=\"_ftn316\">[316]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref317\" name=\"_ftn317\">[317]<\/a> Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref318\" name=\"_ftn318\">[318]<\/a> Vgl. Wikipedia, August Dahl (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Dahl, Stand: 30.08.2008). Der Artikel \u00fcber August Dahl ist laut Dahls eigener Aussage korrekt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref319\" name=\"_ftn319\">[319]<\/a> Vgl. Privatarchiv August Dahl, Vita.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref320\" name=\"_ftn320\">[320]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref321\" name=\"_ftn321\">[321]<\/a> Interview mit August Dahl, 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref322\" name=\"_ftn322\">[322]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, E.7 \u2013 Netzwerk Friedenskooperative\/158, Berufungsprozesse Landgericht Bad Kreuznach; Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c, BVerfGE 92, 1 \u2013 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref323\" name=\"_ftn323\">[323]<\/a> Vgl. Aachener Friedenspreis, Preistr\u00e4ger (http:\/\/www.aachener-friedenspreis.de\/preistraeger\/1988.html, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref324\" name=\"_ftn324\">[324]<\/a> Vgl. Privatarchiv August Dahl, Vita.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref325\" name=\"_ftn325\">[325]<\/a> Vgl. Interview mit Horst Petry, 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref326\" name=\"_ftn326\">[326]<\/a> Vgl. Interview mit Gerhard Lorenz, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref327\" name=\"_ftn327\">[327]<\/a> Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref328\" name=\"_ftn328\">[328]<\/a> Interview mit Gerhard Lorenz,2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref329\" name=\"_ftn329\">[329]<\/a> Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref330\" name=\"_ftn330\">[330]<\/a> Vgl. Interview mit Gerhard Lorenz, 3 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref331\" name=\"_ftn331\">[331]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref332\" name=\"_ftn332\">[332]<\/a> Vgl. ebd.; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 45 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref333\" name=\"_ftn333\">[333]<\/a> Vgl. Interview mit Gerhard Lorenz, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref334\" name=\"_ftn334\">[334]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 45 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref335\" name=\"_ftn335\">[335]<\/a> Vgl. Interview mit Gerhard Lorenz, 5 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref336\" name=\"_ftn336\">[336]<\/a> Vgl. Sczech , Frieden braucht Bewegung (http:\/\/www.friedenskooperative.de\/netzwerk\/histo111.htm, Stand: 27.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref337\" name=\"_ftn337\">[337]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref338\" name=\"_ftn338\">[338]<\/a> Vgl. Bartels, 111 \u2013 121.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref339\" name=\"_ftn339\">[339]<\/a> Bundesministerium des Innern, 16.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref340\" name=\"_ftn340\">[340]<\/a> Vgl. ebd., 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref341\" name=\"_ftn341\">[341]<\/a> Vgl. Interview mit Horst Petry, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref342\" name=\"_ftn342\">[342]<\/a> Vgl. Schreiben der Bundesbeauftragten f\u00fcr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik vom 29.08.2008 (siehe Anhang).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref343\" name=\"_ftn343\">[343]<\/a> Vgl. Jordan, 92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref344\" name=\"_ftn344\">[344]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 39; Interview mit Reinhard Sczech, 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref345\" name=\"_ftn345\">[345]<\/a> Vgl. Interview mit Reinhard Sczech, 9 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref346\" name=\"_ftn346\">[346]<\/a> Vgl. Artikel 9 Grundgesetz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref347\" name=\"_ftn347\">[347]<\/a> Vgl. Interview mit Heidrun Kisters, 1f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref348\" name=\"_ftn348\">[348]<\/a> Vgl. Interview mit Reinhard Sczech, 1 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref349\" name=\"_ftn349\">[349]<\/a> Vgl. ebd., 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref350\" name=\"_ftn350\">[350]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref351\" name=\"_ftn351\">[351]<\/a> Vgl. Interview mit Reinhard Sczech, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref352\" name=\"_ftn352\">[352]<\/a> Hunsr\u00fcck-Forum, Historie ((http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Historie.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 24.07.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref353\" name=\"_ftn353\">[353]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref354\" name=\"_ftn354\">[354]<\/a> Hunsr\u00fccker Zeitung, 20.07.1983.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref355\" name=\"_ftn355\">[355]<\/a> Vgl. Rhein-Zeitung, 22.07.1983, Kommentar \u201eArgumente statt Steine\u201c. Eine eingehende Analyse der Berichterstattung \u00fcber die Friedensbewegung in der \u201eRhein-Zeitung\u201c m\u00fcsste in einer eigenen Arbeit vorgenommen werden. Fakt ist, dass sich die Hunsr\u00fccker Friedensbewegung in der regionalen Presse falsch dargestellt sah und deshalb das \u201eHunsr\u00fcck-Forum\u201c ins Leben rief.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref356\" name=\"_ftn356\">[356]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, Archiv (http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Archiv.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 20.08.2008). Zus\u00e4tzlich zu den 61 regul\u00e4ren Ausgaben erschienen drei Extra-Ausgaben zu \u201eMilitarisierung und Widerstand im Hunsr\u00fcck\u201c, \u201eDer erste Blockade-Prozess im Hunsr\u00fcck\u201c und \u201eHunsr\u00fccker Blockade: Freispr\u00fcche in zweiter Instanz\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref357\" name=\"_ftn357\">[357]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 3 (1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref358\" name=\"_ftn358\">[358]<\/a> Vgl. Interview mit Horst Petry, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref359\" name=\"_ftn359\">[359]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, Historie ((http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Historie.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 20.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref360\" name=\"_ftn360\">[360]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, Archiv (http:\/\/www.hunsrueck-forum.de\/Hunsrueck-Archiv.etc?PHPSESSID=0c24945fda6a26dcf34e2a3ac827c627, Stand: 20.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref361\" name=\"_ftn361\">[361]<\/a> Vgl. Interview mit Horst Petry, 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref362\" name=\"_ftn362\">[362]<\/a> Vgl. ebd., 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref363\" name=\"_ftn363\">[363]<\/a> Vgl. Bundesministerium des Innern, 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref364\" name=\"_ftn364\">[364]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 1 (1983) \u2013 3 (1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref365\" name=\"_ftn365\">[365]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref366\" name=\"_ftn366\">[366]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 5 (1984), 8 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref367\" name=\"_ftn367\">[367]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 7 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref368\" name=\"_ftn368\">[368]<\/a> Hunsr\u00fcck-Forum, 1 (1983)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref369\" name=\"_ftn369\">[369]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 1 (1983), 3 (1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref370\" name=\"_ftn370\">[370]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 4 (1983\/1984).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref371\" name=\"_ftn371\">[371]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 5 (1984), 6 (1984).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref372\" name=\"_ftn372\">[372]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 4 (1983\/1984).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref373\" name=\"_ftn373\">[373]<\/a> Vgl. Interview mit Horst Petry, 5; Interview mit Reinhard Sczech, 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref374\" name=\"_ftn374\">[374]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 8 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref375\" name=\"_ftn375\">[375]<\/a> Vgl. ebd..<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref376\" name=\"_ftn376\">[376]<\/a> Vgl. Frankfurter Rundschau, 19.04.1985; Hunsr\u00fcck-Forum, 9 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref377\" name=\"_ftn377\">[377]<\/a> Aufgrund dieses Aufrufs wurde die Landesgesch\u00e4ftsstelle der DFG-VK in Karlsruhe von Polizisten durchsucht (vgl. Frankfurter Rundschau, 19.04.1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref378\" name=\"_ftn378\">[378]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 8 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref379\" name=\"_ftn379\">[379]<\/a> Vgl. Frankfurter Rundschau, 19.04.1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref380\" name=\"_ftn380\">[380]<\/a> Vgl. Frankfurter Rundschau, 12.04.1985 und 19.04.1985; Tageszeitung, 09.04.1985 und 19.04.1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref381\" name=\"_ftn381\">[381]<\/a> Vgl. Spiegel, 22.04.1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref382\" name=\"_ftn382\">[382]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 10 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref383\" name=\"_ftn383\">[383]<\/a> Vgl. Jordan, 94.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref384\" name=\"_ftn384\">[384]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref385\" name=\"_ftn385\">[385]<\/a> Vgl. Sczech, Akte Wippermann (http:\/\/www.pydna.de\/wippermann\/wipperm.htm, Stand\u00a0: 25.08.2008); Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref386\" name=\"_ftn386\">[386]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fccker Zeitung, 06.07.1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref387\" name=\"_ftn387\">[387]<\/a> Vgl. Gr\u00fcne Rheinland-Pf\u00e4lzer, 4 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref388\" name=\"_ftn388\">[388]<\/a> Vgl. Pax An, 12 (1985), zitiert nach Hunsr\u00fcck-Forum, 10 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref389\" name=\"_ftn389\">[389]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 10 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref390\" name=\"_ftn390\">[390]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1985.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref391\" name=\"_ftn391\">[391]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 19 (1988) \u2013 61 (1995).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref392\" name=\"_ftn392\">[392]<\/a> Lore Kneip, zitiert nach Stange, 64 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref393\" name=\"_ftn393\">[393]<\/a> Vgl. Stange, 64 \u2013 70 und 84 \u2013 91.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref394\" name=\"_ftn394\">[394]<\/a> Vgl. ebd., 65.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref395\" name=\"_ftn395\">[395]<\/a> Vgl. Spiegel, 16.06.1986; Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref396\" name=\"_ftn396\">[396]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref397\" name=\"_ftn397\">[397]<\/a> Zitiert nach Stange, 70.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref398\" name=\"_ftn398\">[398]<\/a> Vgl. Stange, 64.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref399\" name=\"_ftn399\">[399]<\/a> Vgl. Spiegel, 16.06.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref400\" name=\"_ftn400\">[400]<\/a> Zitiert nach Stange, 90.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref401\" name=\"_ftn401\">[401]<\/a> Vgl. Stange, 88 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref402\" name=\"_ftn402\">[402]<\/a> Vgl. Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, E.7 \u2013 Netzwerk Friedenskooperative\/158, Berufungsprozesse Landgericht Bad Kreuznach; Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c, BVerfGE 92, 1 \u2013 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref403\" name=\"_ftn403\">[403]<\/a> Vgl. Interview mit Heidrun Kisters, 2; Interview mit Axel Weirich, 2; Stange, 88 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref404\" name=\"_ftn404\">[404]<\/a> Vgl. Stange, 89.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref405\" name=\"_ftn405\">[405]<\/a> Vgl. ebd., 88 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref406\" name=\"_ftn406\">[406]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref407\" name=\"_ftn407\">[407]<\/a> Vgl. Schriftliches Interview mit Clemens Ronnefeldt, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref408\" name=\"_ftn408\">[408]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref409\" name=\"_ftn409\">[409]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 7 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref410\" name=\"_ftn410\">[410]<\/a> Vgl. Interview mit Reinhard Sczech, 7 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref411\" name=\"_ftn411\">[411]<\/a> Janning, 43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref412\" name=\"_ftn412\">[412]<\/a> Vgl. ebd., 43 \u2013 46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref413\" name=\"_ftn413\">[413]<\/a> Vgl. Stern, 02.12.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref414\" name=\"_ftn414\">[414]<\/a> Vgl. Janning, 36; Wasmuht, 219.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref415\" name=\"_ftn415\">[415]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref416\" name=\"_ftn416\">[416]<\/a> Vgl. Jordan, 86.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref417\" name=\"_ftn417\">[417]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref418\" name=\"_ftn418\">[418]<\/a> Vgl. Jordan, 86 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref419\" name=\"_ftn419\">[419]<\/a> Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref420\" name=\"_ftn420\">[420]<\/a> Jordan, 87.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref421\" name=\"_ftn421\">[421]<\/a> Vgl. Stern, 02.12.1982.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref422\" name=\"_ftn422\">[422]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref423\" name=\"_ftn423\">[423]<\/a> Vgl. Jordan, 87.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref424\" name=\"_ftn424\">[424]<\/a> Vgl. ebd., 88; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 39.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref425\" name=\"_ftn425\">[425]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 39; Privatarchiv Reinhard Sczech, FI\/1984, Friedensinformationen Nr. 4 und FI\/1985, Friedensinformationen Nr. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref426\" name=\"_ftn426\">[426]<\/a> Vgl. Jordan, 88.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref427\" name=\"_ftn427\">[427]<\/a> Vgl. Klaus Lange-Feldhahn, Uli J\u00e4ger (Hrsg.): Alternative Sicherheitskonzepte. Materialien 8. Verein f\u00fcr Friedensp\u00e4dagogik. T\u00fcbingen 1983, 50 und DFG\/VK (Hrsg.): Friedenspolitischer Informationsdienst. Extra 3\/83. Zitiert nach: Barth\/Mechtersheimer\/Reich-Hilweg, 106.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref428\" name=\"_ftn428\">[428]<\/a> Vgl. Jordan, 91.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref429\" name=\"_ftn429\">[429]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref430\" name=\"_ftn430\">[430]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 1 (1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref431\" name=\"_ftn431\">[431]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref432\" name=\"_ftn432\">[432]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 3, (1983).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref433\" name=\"_ftn433\">[433]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref434\" name=\"_ftn434\">[434]<\/a> Vgl. Jordan, 88.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref435\" name=\"_ftn435\">[435]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 4 (1983\/1984).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref436\" name=\"_ftn436\">[436]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 39.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref437\" name=\"_ftn437\">[437]<\/a> Vgl. Spiegel, 16.06.1986; Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref438\" name=\"_ftn438\">[438]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref439\" name=\"_ftn439\">[439]<\/a> \u201eNuclear Weapons Freeze Campaign\u201c war der Name der amerikanischen Friedensbewegung, die 1981 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, das nukleare Wettr\u00fcsten \u201eeinzufrieren\u201c (engl.: \u201eto freeze\u201c) und Abr\u00fcstungsschritte einzuleiten (Vgl. Wittner, 169 \u2013 201).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref440\" name=\"_ftn440\">[440]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref441\" name=\"_ftn441\">[441]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 40; Stange, 64.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref442\" name=\"_ftn442\">[442]<\/a> Vgl. Jordan, 92; Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c; Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref443\" name=\"_ftn443\">[443]<\/a> Vgl. Stange, 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref444\" name=\"_ftn444\">[444]<\/a> Vgl. ebd., 89.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref445\" name=\"_ftn445\">[445]<\/a> Vgl. Hunsr\u00fcck-Forum, 6 (1985), 7 (1985).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref446\" name=\"_ftn446\">[446]<\/a> Jordan, 92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref447\" name=\"_ftn447\">[447]<\/a> Vgl. Ausstellung \u201eTradition der Hunsr\u00fccker Osterm\u00e4rsche\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref448\" name=\"_ftn448\">[448]<\/a> Vgl. Privatarchiv Reinhard Sczech, ARD-Sendung \u201eReport\u201c, \u201eSchabbach wehrt sich gegen Raketen\u201c, SWF 1984; ARD-Sendung \u201eMonitor\u201c, Bericht von Gabriele Krone-Schmalz und Udo Frank, WDR 1985; ZDF-Sendung \u201edie reportage\u201c, Bericht von Monika Hoffmann, \u201eWenn die Raketen kommen&#8230; Wie die Menschen im Hunsr\u00fcck die Nachr\u00fcstung erleben\u201c, ZDF 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref449\" name=\"_ftn449\">[449]<\/a> Vgl. Jordan, 94.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref450\" name=\"_ftn450\">[450]<\/a> Vgl. EZA 97\/1202.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref451\" name=\"_ftn451\">[451]<\/a> Vgl. ebd., Brief der ASF Regionalgruppe von August 1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref452\" name=\"_ftn452\">[452]<\/a> Vgl. Jordan, 94; Sczech , Frieden braucht Bewegung (http:\/\/www.friedenskooperative.de\/netzwerk\/histo111.htm, Stand: 27.08.2008);<\/p>\n<p>EZA 97\/1202, KA-Sitzung vom 12.08.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref453\" name=\"_ftn453\">[453]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 43; Sczech , Frieden braucht Bewegung (http:\/\/www.friedenskooperative.de\/netzwerk\/histo111.htm, Stand: 27.08.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref454\" name=\"_ftn454\">[454]<\/a> Vgl. EZA 97\/1201, Ablauf der Gro\u00dfdemonstration von Hasselbach.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref455\" name=\"_ftn455\">[455]<\/a> Vgl. Interview mit August Dahl, 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref456\" name=\"_ftn456\">[456]<\/a> Vgl. Privatarchiv Gerhard Lorenz, Rhein-Hunsr\u00fcck-Kalender 1988, 45.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref457\" name=\"_ftn457\">[457]<\/a> Vgl. Bild, 13.10.1986; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.1986; S\u00fcddeutsche Zeitung, 13.10.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref458\" name=\"_ftn458\">[458]<\/a> Vgl. Rhein-Zeitung, 13.10.1986.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref459\" name=\"_ftn459\">[459]<\/a> Vgl. Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Frieden\/2, Blockade-Aktionen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref460\" name=\"_ftn460\">[460]<\/a> Vgl. Interview mit August Dahl, 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref461\" name=\"_ftn461\">[461]<\/a> Vgl. Landesarchiv der Gr\u00fcnen Rheinland-Pfalz, Frieden\/2, Blockade-Aktionen der Friedensbewegung in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref462\" name=\"_ftn462\">[462]<\/a> Vgl. ebd.; Archiv Gr\u00fcnes Ged\u00e4chtnis, E.7 \u2013 Netzwerk Friedenskooperative\/158, Berufungsprozesse Landgericht Bad Kreuznach.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref463\" name=\"_ftn463\">[463]<\/a> Vgl. BVerfGE 92, 1 \u2013 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref464\" name=\"_ftn464\">[464]<\/a> Vgl. EZA, 97\/1184.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref465\" name=\"_ftn465\">[465]<\/a> Vgl. Netzwerk Friedenskooperative (http:\/\/www.friedenskooperative.de\/, Stand: 24.09.2008).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref466\" name=\"_ftn466\">[466]<\/a> Baron, KOFAZ, 212.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref467\" name=\"_ftn467\">[467]<\/a> Vgl. ebd., 212.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref468\" name=\"_ftn468\">[468]<\/a> Die Funktion und Zusammensetzung des Ostermarschkreises sowie der Einfluss kommunistischer Gruppen w\u00e4ren eine gesonderte Untersuchung wert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref469\" name=\"_ftn469\">[469]<\/a> Vgl. Ostermarschinitiative Mainz (http:\/\/www.ostermarsch.info\/mainz\/mainz.htm, Stand: 24.09.2008.).<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.com\/\">Blog: Frieden braucht Bewegung <\/a> <a href=\"http:\/\/www.pydna.de\">Pydna.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wie gelang es der Friedensbewegung im Hunsr\u00fcck, \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr ihre Belange herzustellen ?&#8220; So lautete der Titel einer Studienarbeit von Robert Gold, im Januar 2001. Mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Engagement und viel Witz gelang es, auch \u00fcberregionale Medien auf die Problematik der verst\u00e4rkten Milit\u00e4rpr\u00e4senz im Hunsr\u00fcck aufmerksam zu machen. Viel wichtiger war aber, da\u00df die Friedensbewegung &hellip; <a href=\"https:\/\/pydna.de\/?page_id=369\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Mobilisierung durch Information<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P7MoaS-5X","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/369"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=369"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":784,"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/369\/revisions\/784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pydna.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}